Die Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG

Zwischenbilanz der Ökodesign-Richtlinie, praktische Konsequenzen und Ausblick 2010

08.04.2010 | Autor / Redakteur: Dr. Norbert Reintjes und Laura Spengler, Ökopol* / Claudia Mallok

Für die Elektronikindustrie sind vor allem die 2010 erwarteten Verordnungen der Ökodesign-Richtlinie zu Computer/Servern und Monitoren relevant
Für die Elektronikindustrie sind vor allem die 2010 erwarteten Verordnungen der Ökodesign-Richtlinie zu Computer/Servern und Monitoren relevant

Im Zuge der Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie wurden bislang neun Verordnungen erlassen, die für verschiedene Produktgruppen, z.B. Fernseher und Motoren, EU-weit verbindliche Mindestanforderungen vor allem an die Energieeffizienz aufstellen. Für 2010 wird die Verabschiedung weiterer Verordnungen erwartet, u.a. für Computer und Monitore.

Die Ökodesign-Richtlinie (Richtlinie 2009/125/EG) zielt darauf ab, negative Umweltwirkungen energiebetriebener (seit ihrer Neufassung auch „energieverbrauchsrelevanter“) Produkte zu reduzieren. Obschon theoretisch auch andere Bereiche adressiert werden können, beschränken sich die bislang erlassenen Verordnungen weitestgehend auf Anforderungen an den Energieverbrauch während der Nutzungsphase.

Ergänzendes zum Thema
 

Die Ökodesign-Richtlinie: ausgeweitet von energiebetriebenen auf „energieverbrauchsrelevante“ Produkte

Neun Verordnungen der Ökodesign-Richtlinie sind rechtskräftig

Tabelle 1: Produktgruppenspezifische Verordnungen: Inkrafttreten, Stufen des Wirksamwerdens und Revisionstermine Im Rahmen der Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie (Richtlinie 2009/125/EG) sind bereits neun Verordnungen erlassen worden und in Kraft getreten. Davon sind Verordnungen zu drei Produktgruppen wirksam, d.h. erste Übergangsfristen sind abgelaufen. Sie setzen für alle Inverkehrbringer (i.e. Hersteller und Importeure) rechtlich verbindliche Anforderungen insbesondere an die Energieeffizienz der Geräte. Die Einhaltung der Grenzwerte ist Voraussetzung für den Zugang auf den gesamten EU-Markt. Der Inverkehrbringer muss die Konformität seines Produktes gewährleisten und diese in einer Konformitätserklärung festhalten.
Tabelle 1: Produktgruppenspezifische Verordnungen: Inkrafttreten, Stufen des Wirksamwerdens und Revisionstermine Im Rahmen der Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie (Richtlinie 2009/125/EG) sind bereits neun Verordnungen erlassen worden und in Kraft getreten. Davon sind Verordnungen zu drei Produktgruppen wirksam, d.h. erste Übergangsfristen sind abgelaufen. Sie setzen für alle Inverkehrbringer (i.e. Hersteller und Importeure) rechtlich verbindliche Anforderungen insbesondere an die Energieeffizienz der Geräte. Die Einhaltung der Grenzwerte ist Voraussetzung für den Zugang auf den gesamten EU-Markt. Der Inverkehrbringer muss die Konformität seines Produktes gewährleisten und diese in einer Konformitätserklärung festhalten.

Im Rahmen der Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie sind bereits neun Verordnungen erlassen worden und in Kraft getreten. Sie setzen für alle Inverkehrbringer (i.e. Hersteller und Importeure) rechtlich verbindliche Anforderungen insbesondere an die Energieeffizienz der Geräte. Die Einhaltung der Grenzwerte ist Voraussetzung für den Zugang auf den gesamten EU-Markt. Der Inverkehrbringer muss die Konformität seines Produktes gewährleisten und diese in einer Konformitätserklärung festhalten.

Allerdings sind z.T. auch weitere, in der öffentlichen Aufmerksamkeit wenig beachtete Bereiche geregelt. Diese können technischer Natur sein. Ein Beispiel ist die vielbeachtete „Glühlampen-“ Verordnung (EG) Nr. 244/2009, die u.a. Anforderungen an die Lebensdauer, die Schaltfestigkeit, Farbwiedergabe und einige weitere Parameter stellt. Ferner legt sie fest, welche Lampe als „Energiesparlampe“ bezeichnet werden darf. Die Verordnungen enthalten zudem Informationspflichten der Hersteller. Diese betreffen die technische Dokumentation ebenso wie die Verbraucherinformation am Point-of-Sale.

Anreiz für Einsatz von elektronischen Bauteilen

In der Regel stellen die Verordnungen Anforderung an die Energieeffizienz des Endgerätes. Es bleibt dabei dem Hersteller überlassen, mit welchen technischen Lösungen er diese erfüllt (beispielsweise effizienterer Motor versus elektronische Motorsteuerung, mehr/effizientere Sensorik, etc.). Die Verordnungen stellen daher einen zusätzlichen Anreiz für den Einsatz von Elektronikbauteilen dar, die sich günstig auf den Energieverbrauch des Endprodukts auswirken und somit einen Beitrag zur Einhaltung der Anforderungen in den jeweiligen Verordnungen leisten.

Tabelle 1: Produktgruppenspezifische Verordnungen: Inkrafttreten, Stufen des Wirksamwerdens und Revisionstermine Im Rahmen der Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie (Richtlinie 2009/125/EG) sind bereits neun Verordnungen erlassen worden und in Kraft getreten. Davon sind Verordnungen zu drei Produktgruppen wirksam, d.h. erste Übergangsfristen sind abgelaufen. Sie setzen für alle Inverkehrbringer (i.e. Hersteller und Importeure) rechtlich verbindliche Anforderungen insbesondere an die Energieeffizienz der Geräte. Die Einhaltung der Grenzwerte ist Voraussetzung für den Zugang auf den gesamten EU-Markt. Der Inverkehrbringer muss die Konformität seines Produktes gewährleisten und diese in einer Konformitätserklärung festhalten.
Tabelle 1: Produktgruppenspezifische Verordnungen: Inkrafttreten, Stufen des Wirksamwerdens und Revisionstermine Im Rahmen der Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie (Richtlinie 2009/125/EG) sind bereits neun Verordnungen erlassen worden und in Kraft getreten. Davon sind Verordnungen zu drei Produktgruppen wirksam, d.h. erste Übergangsfristen sind abgelaufen. Sie setzen für alle Inverkehrbringer (i.e. Hersteller und Importeure) rechtlich verbindliche Anforderungen insbesondere an die Energieeffizienz der Geräte. Die Einhaltung der Grenzwerte ist Voraussetzung für den Zugang auf den gesamten EU-Markt. Der Inverkehrbringer muss die Konformität seines Produktes gewährleisten und diese in einer Konformitätserklärung festhalten.

Zeitliche Staffelungen in den Verordnungen sollen angemessene Übergangsfristen gewährleisten. Dies betrifft einerseits das Wirksamwerden der Verordnungen (Tabelle 1). Bis zum Wirksamwerden der ersten Stufe ist eine Übergangsfrist von zumeist 6 bis 12 Monate vorgesehen. In den zweiten und folgenden Stufen werden Ausnahmen der ersten Stufen aufgehoben und/oder das Anspruchsniveau verschärft. Die zeitliche Staffelung hängt von der erwarteten Innovationsdynamik ab und steht in Zusammenhang mit dem Anspruchsniveau der Anforderungen in der jeweiligen Stufe.

Um sicherzustellen, dass zukünftige technische Innovationen in den Verordnungen berücksichtigt werden, enthalten die Verordnungen andererseits Fristen, bis zu denen eine Revision vorzunehmen ist. Diese bewegen sich, ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Dynamik, im Rahmen von 2 bis 6 Jahren.

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