Philips TLED Zweimal Blau und einmal Rot macht helles warmes Licht

Redakteur: Peter Koller

Philips hat das nach eigenen Angaben energieeffizienteste warmweiße LED-Leuchtmittel entwickelt, mit dem sich der Energieverbrauch etwa von Bürobeleuchtungen auf einen Schlag halbieren ließe. Der Trick liegt in der Kombination von zwei blauen und einer roten LED.

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Philips-Entwickler Coen Liedenbaum mit dem Prototyp der TLED, die warmweißes Licht mit einer Effizienz von 200 Lumen pro Watt liefert.
Philips-Entwickler Coen Liedenbaum mit dem Prototyp der TLED, die warmweißes Licht mit einer Effizienz von 200 Lumen pro Watt liefert.
(Philips)

Mit einer neuentwickelten LED-Lampe, die ab 2015 in Büros und Industriehallen die Leuchtstoffröhren ersetzen soll, will Philips den Energieverbrauch dieser Leuchtmittel halbieren. Die sogenannte Tube LED (TLED) liefert eine Energieeffizienz von 200 Lumen pro Watt und produziert gleichzeitig ein warmweißes Licht mit einer Farbtemperatur im Bereich zwischen 3000 und 4000 Kelvin. Nach Meinung von Philips ist das Weltrekord.

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Übliche LED-Leuchtmittel produzieren ihr Licht entweder durch eine Kombination von roten, grünen und blauen LEDs oder durch blaue LEDs mit einer Phosporbeschichtung. Ersteres produziert zwar ein angenehmes Licht, ist aber nicht besonders energieeffizient. Letzteres liefert eine gute Lichtausbeute, das Licht wird aber eher als kalt wahrgenommen.

Philips kombiniert in der TLED nun zwei blaue und eine rote LED. Der Trick ist, dass eine der beiden blauen LEDs durch eine spezielle Beschichtung auf effiziente Art und Weise das notwendige grüne Licht abstrahlt. Mit 200 Lumen pro Watt sei die TLED doppelt so energieeffizient wie herkömmliche Leuchtstoffröhren (100 lm/W) und etwa 13 mal so effizient wie eine klassische Glühlampe (15 lm/W), so Philips. Nach Angaben des Unternehmens verbraucht Beleuchtung rund 19% des weltweit produzierten Stroms. Allein in den USA ließe sich durch die TLED der entsprechende Energiebedarf von 200 auf 100 Terawatt halbieren, was einer Einsparung von 50 durchschnittlichen Kraftwerken entspräche.

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