Zweifarbige Chip-LED bietet mehr Farbe bei weniger Fläche

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Dank eines kleineren Gehäusetyps ist es Rohm gelungen, eine kleinere Chip-LED zu fertigen. Beispielsweise lassen sich damit Sieben-Segment-Anzeigen herstellen.

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Die zweifarbigen Chip-LEDs von Rohm ermöglichen es, mehr Farbe trotz weniger Fläche anzubieten.
Die zweifarbigen Chip-LEDs von Rohm ermöglichen es, mehr Farbe trotz weniger Fläche anzubieten.
(Bild: Rohm)

Die nach eigenen Angaben industrieweit kleinsten zweifarbigen Chip-LEDs in einem Gehäuse des Typs 1608(0603) bietet Rohm. Die Chip-LED des Typs SML-D22MUW verfügt über rückseitig herausgeführte Anschlüsse, die sich für hochauflösende Displays anbieten. Dank der dichten Anordnung sind hochauflösende Displays in Punktmatrix- und anderen Anwendungen möglich.

In den letzten Jahren werden Chip-LEDs vermehrt für numerische Displays an Industrieanlagen und Consumer-Geräten eingesetzt. Während konventionelle Displays nur eine einzige Farbe zur Zahlendarstellung nutzen, besteht ein wachsender Bedarf, zur Kennzeichnung anormaler Zustände die Farbe zu wechseln. Dazu sind allerdings zwei separate LEDs notwendig, was den Flächenbedarf verdoppelt und höhere Entwicklungskosten nach sich zieht.

Weniger Leiterplattenfläche

Beim Einsatz herkömmlicher zweifarbiger LEDs vergrößert sich die Leiterplattenfläche ebenfalls. Mit proprietären Techniken und Prozessen ist es dem Hersteller Rohm gelungen, zwei Chips in der Gehäusegröße (0603) konventioneller einfarbiger LEDs unterzubringen, sodass auf weniger Fläche mehrere Farben erzeugt werden können. Die Leiterplattenfläche verringert sich verglichen mit den standardmäßigen 1,5 mm x 1,3 mm großen zweifarbigen LEDs um 35 Prozent, woraus sich flachere Designs ergeben. Zudem ist ein sogenanntes Resist enthalten. Dabei handelt es sich um einen Stopper der verhindert, das Lot in das Vergussmaterial der LED eindringt. Somit lassen sich kurzschlussbedingte Ausfälle vermeiden.

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