Wirtschaft und Wissenschaft

Zwanzig neue Professuren für die Digitalisierung in Bayern

| Redakteur: Johann Wiesböck

Vorsitzender der unabhängigen, außerbayerischen Kommission war Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern.
Vorsitzender der unabhängigen, außerbayerischen Kommission war Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern. (Bild: Fraunhofer)

Der Freistaat Bayern treibt die Digitalisierung in Wirtschaft und Wissenschaft voran, u.a. mit dem Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B). Dem Kabinett der bayerischen Staatsregierung wurden die Vorschläge einer Expertenkommission präsentiert, die seit April 2015 Empfehlungen für die Ausgestaltung von 20 zusätzlichen landesfinanzierten Professuren im Bereich Digitalisierung ausgearbeitet hatte.

Ein wichtiger Bestandteil der Umsetzung der bayerischen Digitalisierungsstrategie ist die Einrichtung von insgesamt 20 Professuren, jeweils zehn an Universitäten und an Hochschulen für angewandte Wissenschaften, um die Forschungskompetenzen im Digitalisierungsbereich weiter auszubauen. Vor der Ausschreibung dieser Professuren mussten zunächst zukunftsweisende Themenfelder definiert und relevante Forschungs- und Lehrgebiete identifiziert werden. Anschließend mussten diese den Hochschulstandorten zugeordnet werden.

Dies war Aufgabe einer hochkarätig besetzten Expertenkommission unter Vorsitz von Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer, geschäftsführender Leiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern und Präsident der Gesellschaft für Informatik (GI e.V.). In einem wissenschaftsgeleiteten Begutachtungs- und Rankingverfahren beurteilte die Kommission die Qualität der eingegangenen Anträge nach festgelegten Kriterien und gab eine klare Gesamtempfehlung ab.

Zur anspruchsvollen Arbeit der Expertenkommission über einen Zeitraum von sieben Monaten sagte der Vorsitzende der Kommission, Prof. Liggesmeyer: „Uns lagen 49 Anträge für Professuren zu unterschiedlichsten Themen aus dem Bereich Digitalisierung vor, die wir alle sehr genau prüften. Dabei war es uns besonders wichtig, die Relevanz und Zukunftsorientierung zu eruieren, denn letztendlich ist das Ziel dieser neu einzurichtenden Professuren ja einerseits der weitere Ausbau der Forschung zu diesem Zukunftsthema und andererseits die Förderung der nächsten Generation an Fach- und Führungskräften in diesem Bereich.“

Mitte November 2015 informierten Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner den bayerischen Ministerrat über die Ergebnisse der Expertenkommission. Minister Spaenle: „Mit den je zehn neuen Professuren an Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften werden wir die bereits jetzt hervorragenden Forschungskompetenzen in Zukunftsfeldern der Digitalisierung weiter ausbauen und landesweit vernetzen.“ Ministerin Aigner ergänzte: „Gleichzeitig können wir so die Ausbildung der Studierenden in den entsprechenden Studiengängen intensivieren. So leisten wir einen wesentlichen Beitrag für den Fach- und Führungskräftenachwuchs der Wirtschaft.“

Das Kabinett folgte der Vorlage der beiden Staatsminister, die auf Empfehlungen der Expertenkommission beruhten. Die komplette Liste der neuen Professuren ist hier zu finden.

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