Serverracks Zutrittskontrolle im Rechenzentrum

Autor / Redakteur: Jörg Schultheis * / Kristin Rinortner

Ein elektromechanisches Verschluss- und Monitoringsystem lässt sich per Funk steuern und protokolliert ausfallsicher, welcher Nutzer zu welchem Zeitpunkt an dem jeweiligen Serverschrank gearbeitet hat.

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Rechenzentren: Datensicherheit ist eng mit der Kontrolle darüber verbunden, in welchem Rahmen welche Nutzergruppen Zugriff auf die Server haben.
Rechenzentren: Datensicherheit ist eng mit der Kontrolle darüber verbunden, in welchem Rahmen welche Nutzergruppen Zugriff auf die Server haben.
(Bild: EMKA)

Rund 24 Millionen Kunden telefonieren, simsen oder versenden Daten im Netz der E-Plus Gruppe. Damit die Vielfalt der Informationsströme sicher erfasst und verwaltet wird, betreibt das Unternehmen in Düsseldorf ein Rechenzentrum mit rund 300 Serverschränken. Fester Ansprechpartner für die eingesetzte Daten- und Sicherheitstechnik ist die Firma EFB Elektronik.

Die Gesamtsystemlösung des Unternehmens wurde vor kurzem um 600 elektromechanische Verschlüsse von EMKA erweitert. Diese regeln unter anderem den Zugriff verschiedener Nutzergruppen auf die Datenschränke und erhöhen insgesamt das Sicherheitsniveau im Datacenter.

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Die Datensicherheit in Telekommunikationsunternehmen wie der E-Plus Gruppe ist eng mit den Fragen verbunden, welche Nutzergruppen für die Serverschränke eines Anbieters autorisiert sind und in welchem Rahmen der Zugriff auf die Server erfolgt.

Die Kontrollmaßnamen beginnen bereits außerhalb des Rechenzentrums: So wird zum Beispiel die gesamte Umgebung rund um das Datacenter in Düsseldorf mit Videosystemen überwacht. Der Zutritt zu den rund 1700 m2 umfassenden Räumlichkeiten erfolgt erst nach biometrischer Identifikation des jeweiligen Nutzers.

Im Inneren hat E-Plus vor kurzem in Absprache mit seinem technischen Partner EFB Elektronik eine ergänzende Kontrollstufe eingeführt: den Agent E Superior von EMKA.

Das elektromechanische Verschluss- und Monitoringsystem lässt sich per Funk steuern und protokolliert ausfallsicher, welcher Nutzer zu welchem Zeitpunkt an dem jeweiligen Serverschrank gearbeitet hat. Diese Lösung steigert zusätzlich das hohe Sicherheitsniveau und reduziert den üblichen Aufwand bei der Schlüsselverwaltung.

Per Funk können die Verschlüsse auch aus dem Kontrollraum heraus angesteuert werden. Alle Schränke sind auf der Vorder- und Rückseite mit einem Verschlusssystem gesichert. Daraus resultiert für das Unternehmen ein Lieferumfang von 600 Einheiten für die 300 Server in Düsseldorf.

Personalisierter Zugriff auf die Server

„Im Vergleich zu anderen Lösungen bietet uns das Verschluss- und Monitoringsystem Agent E die Möglichkeit, unterschiedliche Berechtigungsstufen für unsere Nutzergruppen am Serverschrank zu vergeben. Die Zugangsberechtigungen lassen sich digital flexibel steuern und können bei Bedarf auch wieder entzogen werden“, erläutert Peter Tiggelkamp, Head of Data Center der gesamten E-Plus Gruppe, und fügt hinzu: „Klassische Schlüssel erzeugen immer Verwaltungsaufwand und können verloren gehen. Dieser Verlust wäre für uns ein klares Sicherheitsrisiko.“

Die funkbasierte Lösung setzt für die lokale Öffnung auf elektronische Schlüssel, die ein codiertes Licht aussenden. Dieses Signal wird von Access Points an der Decke des Rechenzentrums erkannt und mit der jeweils definierten Nutzergruppe abgeglichen. So lässt sich der Zugang personalisieren. Das Monitoringsystem des Agent E speichert die erhobenen Daten ausfallsicher. Es kann über einen Webbrowser bedient werden und ist außerdem in das Gebäudeleitsystem des Anwenders integrierbar.

Neben der verbesserten Zugriffskontrolle legte E-Plus außerdem Wert auf eine schnelle und einfache Montage. Das Griffsystem ließ sich wie vorgesehen im laufenden Betrieb installieren. In den Schränken mussten auch keine einzelnen Komponenten ausgeschaltet werden, sodass die Datenströme weiter ungehindert fließen konnten.

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