Anwenderbericht Preh Group Zeitkritische Geschäftsprozesse elektronisch abwickeln und die Administration „verschlanken“

Redakteur: Claudia Malllok

Die raschen Veränderungen in der modernen Automobilbranche und damit verbundene härtere Vorgaben der OEMs an ihre Zulieferer sorgen für große Nachfrage nach „intelligenten“ IT-Lösungen.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die raschen Veränderungen in der modernen Automobilbranche und damit verbundene härtere Vorgaben der OEMs an ihre Zulieferer sorgen für große Nachfrage nach „intelligenten“ IT-Lösungen. Wer nach wirtschaftlich attraktiven Lösungen zum Betrieb in Eigenregie sucht, wird vor allem im Bereich Electronic Data Interchange (EDI) schnell fündig.

Erfolgreiche Datenintegration ist ein wesentliches Element, um alle Aspekte des Geschäfts über Abteilungsgrenzen hinweg im Unternehmen zu integrieren. Seit Januar 2005 nutzt die Preh Group die so genannte „Business Integration Platform“ (B.I.P.) von Indatex/Crossgate zur weltweiten Datenübertragung und als extern gehostete Lösung mit transaktionsbasierter Abrechnung.

Mit B.I.P. hat Indatex/Crossgate die nach eigenen Angaben größte zentrale Transaktionsplattform in Europa entwickelt und damit einen Quasi-Standard zur Integration von Geschäftsprozessen geschaffen. Mittels dieser Transaktionsplattform sind Unternehmen in der Lage, mit ihren Geschäftspartnern wie Lieferanten, Kunden oder Logistikdienstleistern direkt elektronisch zu kommunizieren. Das spart nicht nur eine Menge Papier: Ein papierbasiertes Dokument verursacht, laut Indatex/Crossgate Folgekosten in Höhe von durchschnittlich 15 Euro, durch komplizierte Prozesse wie etwa die Zollabfertigung entstehen sogar Kosten von bis zu 300?Euro je Vorgang. Diese Ausgaben lassen sich durch den Einsatz von EDI auf einen Bruchteil reduzieren.

Darüber hinaus lässt sich EDI ohne langfristige Bindung und ohne hohe Servicepauschale an die Kunden nutzen. Abgerechnet wird nur nach dem tatsächlich übertragenem Datenvolumen. Damit entwickeln sich die Kosten degressiv und steigen nicht unerwartet.

Da es sich um eine Plattform handelt, die extern gehostet wird, ist das gesamte EDI-System eines Unternehmens nach der Umstellung auf die B.I.P. viel wartungsärmer als zuvor. Schließlich muss sich das Unternehmen nicht mehr um die Technik kümmern. In der Praxis sieht es so aus, dass das Unternehmen lediglich seine Wünsche an Indatex/Crossgate weitergibt. Indatex/Crossgate kümmert sich um die operative Umsetzung.

Weitere Einsparpotentiale bieten sich dank der Vielseitigkeit des Systems. Beispielsweise gibt es Schnittstellen zu sämtlichen etablierten ERP-Systemen (z. B. SAP, Navision, Baan) sowie Kommunikationssubsystemen (z. B. B&N, Seeburger, ACTIS) und diversen Protokollen wie OFTP, FTP, HTTPS, X12 sowie Standards von VDA, Odette oder Edifact. Die Besonderheit der B.I.P. ist darüber hinaus, dass sich jedes beliebige Inhouse-Format eines Unternehmens realisieren lässt.

Laut Indatex/Crossgate nutzen mehr als 30.000 Unternehmen den EDI-Highway. Jährlich werden bereits 1,25?Mrd. Nachrichten übermittelt. Die Einsparungen liegen nach den Erfahrungen von Indatex/Crossgate bei 0,25?% bis 1,25?% des Unternehmensumsatzes.

Ohne sprachliche Barrieren

Aufgrund dieser und anderer Vorteile ist das B.I.P. auch in der Preh Group im Einsatz. Für den Spezialanbieter intelligenter Mechatroniklösungen für die Automobilindustrie mit fast 1.900 Mitarbeitern, verteilt auf Standorte in Deutschland, Portugal, Frankreich, Mexiko und USA ist die EDI-Anbindung unverzichtbar geworden, da es sich dabei um einen unterstützenden Prozess entlang der Wertschöpfungskette handelt.

Besonders wichtig für Preh ist die Anbindung ausländischer Partner, die teilweise mit anderen Formaten arbeiten. Selbst sprachliche Hürden sind unerheblich, denn Indatex/Crossgate nimmt direkt Kontakt auf und bespricht alle weiteren Schritte. So liefern zum Beispiel amerikanische Kunden wie Hitachi Daten im ANSI-X.12 Standard und die B.I.P. übernimmt die Konvertierung in das Format, mit dem Preh weiter arbeiten kann.

Mehrwert ohne Mehrkosten

Innerhalb von nur drei Monaten wurden 25 Kunden angeschlossen, darunter BMW, VW, Audi, DaimlerChrysler und Bosch. Und das in einem engen Zeitrahmen, denn die Umstellung sollte am selben Tag erfolgen. Alle logistischen Prozesse wie Lieferabrufe, Feinabrufe, Lieferscheine, Rechnungen und Gutschriften laufen nun über das B.I.P. Seit dem Start im Januar 2005 mit 25 Partnern sind inzwischen weitere zehn hinzugekommen.

Ein „Kunde der ersten Stunde“ ist BMW, wo das Belom-Projekt bereits im Jahr 2003 mit Indatex/Crossgate umgesetzt wurde. Belom steht für „belegoptimierter Materialfluss“ und dient der Kostensenkung im Logistikbereich. Vorher mussten die angelieferten Komponenten oder Einzelteile, die mit einer entsprechenden lieferantenspezifischen Belegkennzeichnung versehen waren, durch BMW-spezifische Wareneingangsbelege ersetzt werden, weil die relevanten Materialflusssteuerinformationen auf dem Ursprungsbeleg nicht enthalten waren. Über die Integrationsplattform B.I.P. lassen sich jetzt die zur Materialsteuerung notwendigen Daten gleich beim Zulieferer eintragen. Dadurch entsteht ein gemeinsam verwendbares, maschinenlesbares Materialflussdokument. Das spart Zeit und Geld.

B.I.P. - Die Geschäftsvorteile in Kürze

Der zweite Firmennamen „Crossgate“ von Indatex/Crossgate soll Zeichen setzen: „Cross“ stelle die firmenübergreifende Automatisierung dar, während „Gate“ die Transaktionsplattform als zentrale Schnittstelle symbolisiere, erklärt das Starnberger Unternehmen sein B2B-Konzept. Die Grundidee der „Business Integration Platform“ (B.I.P.) von Indatex/Crossgate ist demnach eine zentrale Transaktionsplattform, an die sich Unternehmen anschließen können, um mit ihren Geschäftspartnern wie Lieferanten, Kunden oder Logistikdienstleistern direkt elektronisch zu kommunizieren. 300 Kunden mit ihren 30.000 Geschäftspartnern nutzen laut Indatex/Crossgate dieses Netzwerk.

Die Vorteile:- Erhebliche Kosten- und Zeiteinsparungen- Extern gehostete Dienstleistung mit transaktionsbasierter Abrechnung- Reibungsloser Anschluss weiterer, weltweiter Partner- Problemlose Einbindung in die interne IT-Infrastruktur

*Martin Limpert ist IT-Leiter der Preh Group.

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