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Zeiss und Deutsche Telekom arbeiten gemeinsam an einer Datenbrille

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Beide Unternehmen bündeln ihr Know-how in einem gemeinsamen Joint Venture und wollen die technische Entwicklung von Datenbrillen voranbringen. Ziel ist es, mittelfristig und gemeinsam ein marktreifes Produkt zu entwickeln.

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Zeiss und Deutscher Telekom arbeiten gemeinsam an der Entwicklung einer Datenbrille, die sowohl von der Wirtschaft als auch vom Endanwender akzeptiert wird. Sie soll sich durch optische Brillanz, unauffälliger Optik und einer einfachen, täglichen Anwendung auszeichnen.
Zeiss und Deutscher Telekom arbeiten gemeinsam an der Entwicklung einer Datenbrille, die sowohl von der Wirtschaft als auch vom Endanwender akzeptiert wird. Sie soll sich durch optische Brillanz, unauffälliger Optik und einer einfachen, täglichen Anwendung auszeichnen.
(Bild: Zeiss)

Zwei Unternehmen arbeiten an der Zukunftstechnik Smart Glasses: Zeiss und die Deutsche Telekom haben unter den Namen tooz technologies ein zu je 50 Prozent finanziertes Joint Venture gegründet, in dem Entwicklungsprozesse gebündelt werden. Die neue Firma hat ihren Sitz in den USA sowie am deutschen Zeiss-Standort Aalen.

Das Unternehmen wird gemeinschaftlich gesteuert und übernimmt die strategische und operative Verantwortung für die Weiterentwicklung der von Zeiss erfundenen optischen Techniken und der von der Deutschen Telekom beigesteuerten Konnektivität, also den erfolgskritischen Elementen für marktreife Datenbrillen.

Was eine Datenbrille leisten sollte

Vorausgegangen ist ein Developer-Programm mit mehr als 40 Partnern aus Industrie, Handel und Wissenschaft. Ziel war es, die Ansprüche an solche Datenbrillen zu ermitteln. Das Ergebnis dieses Programm ist, das es sowohl für die Business- als auch Endkunden ein Markt an Datenbrillen vorhanden ist. Dabei reichen die möglichen Einsatzszenarien von der Logistik über Wartung bis hin zu Fitness und Gesundheit.

Zeiss wird im Rahmen der Partnerschaft sein optisches System für vollintegrierte, leicht tragbare und in verschiedenen Displays herstellbaren Brillen bereitstellen. Auch die langjährige Erfahrung bei den bildgebenden Verfahren fließt in das Projekt. Die Optik für Smart Glasses wurde bereits im Developer Programm verwendet und wird in den nächsten Monaten, aufbauend auf komplementären Techniken wie Microdisplays und Elektronik, weiterentwickelt.

Gute Konnektivität der Datenbrille

Immer wenn beide Hände frei sein müssen und gleichzeitig Bilder, Daten und Kommunikationen verfügbar sein sollen, wird eine Datenbrille als nützlich empfunden. Im Einzelhandel lassen sich individuelle Einkaufserlebnisse schaffen, aber auch alltägliche Anwendungen wie Navigation oder Social Media können mit einer Datenbrille ohne den Griff zum Smartphone genutzt werden.

Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg einer Datenbrille ist eine gute Konnektivität. Durch Edge Computing könnte notwendige Technik aus der Datenbrille in die Cloud ausgelagert werden. Damit die Funktionen der Brille dann verzögerungsfrei genutzt werden können, sind niedrige Reaktionszeiten des Netzes die Voraussetzung.

Erreicht wird das, indem die Daten zu möglichst nahe gelegenen Servern geschickt werden und von dort antworten. Die Rechenleistung steckt im Fall der Datenbrille dann nicht in der Brille, sondern in der Cloud. Damit wird das Gerät selbst kleiner, leichter, weniger heiß und die Batterielaufzeit erheblich verlängert.

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