Virtuelle Realität Zeiss lockt mit der VR ONE Plus für Smartphones

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit rund 4,3 Mrd. US-Dollar Marktpotenzial beziffert eine Studie den Gesamtumsatz für VR-Hard- und Software in diesem Jahr. Mit seiner VR ONE Plus für die meisten Smartphones will Zeiss sich auf dem Markt profilieren.

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Die Zeiss VR ONE Plus wird universell mit den meisten aktuellen Smartphones mit Display-Diagonalen zwischen 4,7 und 5,5'' nutzbar sein, Vorbestellungen sind bereits möglich.
Die Zeiss VR ONE Plus wird universell mit den meisten aktuellen Smartphones mit Display-Diagonalen zwischen 4,7 und 5,5'' nutzbar sein, Vorbestellungen sind bereits möglich.
(Bild: Zeiss)

Der Markt für virtuelle Realität (VR) mit Hard- und Software soll sich laut einer Studie von KZero in den kommenden zwei Jahren mehr als verdoppeln. Von diesem Anstieg will auch die Wirtschaft profitieren, denn neben der Softwarebrache ist es vor allem die optische Industrie.

„Vor wenigen Jahren war ein Handy eine reine Kommunikationsschnittstelle. Heute ist jedes Smartphone ein Mikrocomputer mit enormer Rechenleistung. Die Verarbeitung von anspruchsvollen Grafikanwendungen ist problemlos möglich. Das hat auch den VR-Anwendungen Schub gegeben, und für uns vor allem die interne Optik der VR-Headsets in den Vordergrund gestellt“, fasste es Franz Troppenhagen, Produktmanager für die Zeiss VR ONE und die in Kürze lieferbare Zeiss VR ONE Plus.

Steigende Umsatz mit Hard- und Software für VR

Für das Technologieunternehmen Zeiss bedeutet diese Technik den Einsatz von Kernkompetenzen: eine extrem hochwertige Linsenoptik. Die Brille aus deutschem Haus nutzt dabei das Display des Smartphones, das in das Headset geschoben wird. Die Lösung ist ergonomisch und muss nicht auf den Träger angepasst werden. KZero prognostiziert einen Gesamtumsatz für VR-Hard- und Software von 4,3 Mrd. US-Dollar in diesem Jahr, und mehr als neun Milliarden im Jahr 2018.

Prognostiziert wird ein massives Wachstum der Virtual Reality-Nutzer. KZero rechnet mit bis zu 171 Mio. Menschen bis zum Jahr 2018. Das Marktpotenzial liegt dabei sowohl bei den Endkunden (B2C) wie Gaming und Video, aber auch bei Industriekunden (B2B). „Sowohl im eCommerce, aber auch in eServices wie Destination Marketing, in der Bildung und Trainings, und auch in der Medizin und Ingenieurswissenschaften ist VR einsetzbar. Die Fokussierung auf erfolgreiche Lösungen wird stetig stärker“, sagt Troppenhagen.

Das spüren auch Investoren - und setzen insgesamt 2,3 Mrd. Euro in den letzten zwei Jahren ein. Ein immenses Marktpotential von über 300 Mrd. US-Dollar liegt dabei im B2B, ergab der Statista Digital Market Outlook. Im Entertainment sind es nur 67,6 Mrd. - führend dabei Gaming mit 39,5 Mrd. Dollar. Erst vor wenigen Wochen hat Zeiss auf der E3 Messe in Los Angeles die Zeiss VR ONE Plus ausgestellt - die E3 gilt als Treffpunkt der internationalen Gaming-Gemeinde.

Für aktuelle Smartphone-Modelle

Die Zeiss VR ONE Plus wird universell mit den meisten aktuellen Smartphones mit Display-Diagonalen zwischen 4,7 und 5,5'' nutzbar sein, Vorbestellungen sind bereits möglich. Der Preis für das neue Modell ist identisch zum Vorgänger, 129 Euro kostet die Zeiss VR ONE Plus. Mit einem immersiven Erlebnis können 360° Videos und 360° Panoramabilder interaktiv betrachtet werden, auch dem Genuss von 3-D-Filmen steht nichts im Wege. Durch Nutzung der Smartphone-Kamera kann der Nutzer auch Augmented-Reality-Apps verwenden.

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