DriveNow zieht Bilanz Zehn Millionen E-Kilometer im Carsharing-Auto

Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Vor sechs Jahren wurde das Carsharing-Joint-Venture DriveNow gegründet. Nun zieht das Unternehmen Bilanz: Über 900.000 Kunden und mehr als zehn Millionen rein elektrisch gefahrene Kilometer sind unter anderem auf der Habenseite. Doch die unzureichende städtische Infrastruktur ist noch immer ein Hemmschuh.

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Europaweit haben schon über 280.000 Kunden ihre erste elektrische Fahrt bei DriveNow unternommen und mit den Stromern weit über zehn Millionen Kilometer zurückgelegt.
Europaweit haben schon über 280.000 Kunden ihre erste elektrische Fahrt bei DriveNow unternommen und mit den Stromern weit über zehn Millionen Kilometer zurückgelegt.
(Bild: DriveNow)

DriveNow, das Carsharing-Joint Venture der BMW Group und der Sixt SE, zieht sechs Jahre nach seiner Gründung ein erstes Resümee. Nach dem Start im Juni 2011 in München hat sich DriveNow in Deutschland und Europa zu einem der größten Carsharing-Anbieter entwickelt. Mit dem im Mai 2017 eröffneten Standort in Helsinki ist das Unternehmen inzwischen in zwölf europäischen Städten vertreten.

"Seit unserem Start vor sechs Jahren verzeichnen wir ein stetiges Kundenwachstum – weiterhin auch in unserem Kernmarkt Deutschland“, sagt DriveNow Geschäftsführer Nico Gabriel. In den fünf deutschen DriveNow Städten sind mittlerweile über 660.000 Kunden registriert, dies sind rund 40 Prozent aller Carsharing-Mitglieder in Deutschland.

Sebastian Hofelich ergänzt: „Mittlerweile honoriert auch der deutsche Gesetzgeber die entlastenden Effekte auf Verkehr und Emissionen und hat sich per Gesetz dazu entschieden, Carsharing in seiner Gesamtheit weiter zu fördern.“

Als erste Stadt von DriveNow zeigt München insbesondere die erfolgreiche Carsharing-Entwicklung. In der bayerischen Landeshauptstadt ist DriveNow aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Dr. Martin Schreiner, Mobilitäts-Experte des Kreisverwaltungsreferats München, analysiert: „Carsharing bietet im Zusammenspiel mit dem Öffentlichen Verkehr und dem Fahrradverkehr volle Mobilität auch ohne eigenes Auto."

Dadurch werde der Bedarf an Stellplätzen reduziert und wertvoller öffentlicher Raum für andere Nutzungen frei. Deswegen fördere das Kreisverwaltungsreferat das neue Carsharing aus voller Überzeugung. Ein Beispiel für die Integration von Carsharing in das gesamte Angebot des Umweltverbunds sei zudem die erste kommunale Mobilitätsstation an der Münchner Freiheit.

Um die Effekte einer nachhaltigen Mobilität zu belegen, beteiligt sich DriveNow an wissenschaftlicher Begleitforschung. Die Ergebnisse der EVA-CS-Langzeitstudie der Stadt München zeigen unter anderem, dass Carsharing signifikant zur Reduzierung des privaten Autobesitzes beiträgt. Laut der Studie hat sich in der bayerischen Landeshauptstadt aufgrund der abgeschafften privaten Fahrzeuge, die Anzahl der jährlich gefahrenen Kilometer bereits um 41 Millionen Kilometer reduziert.

Dies veranlasste die Stadt München im letzten Jahr dazu, die Rahmenbedingungen für Carsharing maßgeblich zu verbessern, indem z.B. die Obergrenze für Carsharing-Parklizenzen aufgehoben wurde. „Die Stadt München nimmt mit dieser Entscheidung eine Vorreiterrolle für zukunftsfähige urbane Mobilität ein“, sagt Sebastian Hofelich. „Dadurch konnten wir unser Angebot auf mittlerweile über 700 Fahrzeuge auf einem rund 90 km² großen Geschäftsgebiet ausbauen und so eine hochverfügbare Alternative zum eigenen Auto anbieten“.

Bereits seit vier Jahren bietet DriveNow elektrische Fahrzeuge in seiner Flotte an. „Kunden haben an allen unseren Standorten die Möglichkeit, elektrisch zu fahren – auch wenn uns die häufig noch unzureichende Ladeinfrastruktur in den Städten den Betrieb einer elektrischen Flotte nicht immer einfach macht“, sagt Nico Gabriel.

„Die zahlreichen positiven Rückmeldungen bestärken unsere Entscheidung, das Thema Elektromobilität weiter zu treiben“. Europaweit haben schon über 280.000 Kunden ihre erste elektrische Fahrt bei DriveNow unternommen und mit den Stromern weit über zehn Millionen Kilometer zurückgelegt. Über 1.800 Tonnen CO2 konnten somit allein durch die Elektrofahrzeuge in der Flotte eingespart werden.

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