Passive Bauelemente

Würth Elektronik eiSos auf Wachstumskurs

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Wie wirkt sich die zunehmende Digitalisierung auf Ihr Unternehmen aus? Sind Sie hier Vorreiter oder warten Sie eher ab?

Oliver Konz: Wir sind früh auf das Thema aufgesprungen und haben wesentliche Produktions- und Logistikprozesse konsequent digitalisiert. So lassen sich Betriebsdaten unserer Maschinen in Echtzeit von überall in der Welt ansehen. Im neuen Logistikzentrum in Waldenburg steuern wir Logistikvorgänge vom iPad aus.

Aber Digitalisierung und Industrie 4.0 ist für uns kein Selbstzweck. Entscheidend ist, was uns am Markt und bei den Kunden weiterbringt. Wir fragen zuerst nach dem Mehrwert für unsere Kunden. Echtzeitdatenverbindungen zu unseren Werken und Maschinen schaffen Sicherheit über Qualität und Versorgung, der Einsatz mobiler Devices im Lager bringt Reaktionsgeschwindigkeit und verkürzt Lieferzeiten. Wir wollen unseren Kunden zeigen, dass wir unsere Produktion und Logistik weltweit im Griff haben und stetig optimieren. Das ist unser Ziel, hier investieren wir.

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Welche allgemeinen technischen Trends sehen Sie in der Industrie?

Thomas Schrott: Das Thema Integration ist das Megathema für die Elektronik der Zukunft. Es besteht ein konstanter Druck, Dinge kleiner und kompakter zu machen. Die damit verbundene Integration schafft viele neue Möglichkeiten. Wir verfolgen diesen Ansatz ja schon seit ein paar Jahren erfolgreich mit unseren Power-ICs im Bereich der On-Board-Stromversorgungen. Steigende Integration und Komplexität, speziell auch im Bereich HF und Sensorik, kann Kunden aber auch Angst machen. Hier sehen wir uns als Technologieträger in der Pflicht, Kunden den problemlosen Einsatz auch komplexester Modullösungen zu ermöglichen.

Wie bedeutend ist das Internet der Dinge für Ihr Unternehmen und wie unterstützen Sie technologisch diese Entwicklung?

Thomas Schrott: Wir wollen mit unseren Produkten und unserer Applikationsunterstützung dazu beitragen, dass der Kunde seine Produktidee schneller, einfacher und erfolgreicher realisieren kann als bisher. Das gilt auch für das weite Feld der Internet-of-Things- oder Industrie-4.0-Projekte. Vieles dreht sich dabei um dezentrale autonome Systeme, für die wir mit unseren Entwicklungsschwerpunkten drahtlose Energieübertragung – Wireless Power – und Gewinnung von Energie aus der Umwelt – Energie Harvesting – wichtige Beträge leisten. Auch die neuen Produktgruppen Funkkommunikation und Sensorik sind hier wichtig –denkt man nur einmal an den Themenkomplex Smart Building, Home Automation und Smart Grid.

Elektrotechnik, Elektronik verschmelzen mit IT und Internet. Wie geht Ihr Unternehmen mit der daraus resultierenden Komplexitätssteigerung um?

Oliver Konz: Diese Verschmelzung von Elektrotechnik, Elektronik, IT und Internet ist essentiell und wird viele Unternehmen zwingen, sich zu ändern – interne Prozesse werden immer mehr zu externen Prozessen und man ist immer mehr fremdbestimmt. Die Kunst wird darin liegen, höchst flexible innere Entwicklungs-, Produktions- und Logistikprozesse mit hoher Qualität und anpassbaren Kapazitäten zu haben, um den weltweiten Anforderungen gerecht zu werden. Die Würth Elektronik eiSos hat hier schon vor über 10 Jahren begonnen, sich weltweit mit seinen 40 Ländern zu vernetzen – in über 10 Ländern mit ihren Produktionen – mit weltweiten Kunden und Endkunden. Wir haben ein Netzwerk geschaffen, das auf Knopfdruck alle notwendigen Informationen in Echtzeit bereitstellt. Dadurch können wir höchst effizient Business-Entscheidungen kurzfristig umsetzen.

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