Passive Bauelemente

Würth Elektronik eiSos auf Wachstumskurs

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Wie verändern sich derzeit die Kundenwünsche und wie könnten sich diese mittel-/langfristig entwickeln?

Oliver Konz: Neben der Hardware steht die Software immer stärker im Fokus. Außerdem geht es nicht mehr nur um einzelne Bauteile, sondern um Modullösungen oder ganze Baugruppen. Beratung und die Kooperation zwischen Entwickler und Lieferant werden immer wichtiger, weil die Elektronik durch die Miniaturisierung, Vernetzung und Funkübertragung komplexer und störanfälliger geworden ist. Da viele Firmen Entwicklungs-Know-how auslagern, werden unsere technischen Vertriebsmitarbeiter, Field Application Engineers und Application Center immer häufiger hinzugezogen, um spezielle Probleme zum Beispiel im Bereich EMV zu lösen.

Welche Versäumnisse sehen Sie hinsichtlich Fachkräftemangel/technische Ausbildung in den Unternehmen und an (Hoch)Schulen/Universitäten? Passt die Ausbildung noch zum Bedarf?

Thomas Schrott: Wir beobachten, dass ein wachsender Anteil der Jungingenieure nicht gut genug in den Grundlagen der Elektrotechnik ausgebildet ist. Vieles wird in Ausbildung und Studium weggelassen. So sind in den Lehrplänen der Hochschulen und Universitäten EMV und induktive Bauelemente häufig nur Randthemen. Und: Das hier vermittelte Basiswissen ist nicht nur mager, sondern oft auch veraltet. Wir können nur hoffen, dass sich die jungen Ingenieure und Ingenieurinnen in der Arbeit weiterbilden, die theoretischen Grundlagen vertiefen und auf einen aktuelleren Stand kommen – beispielsweise in Bezug auf zukunftsweisende Kernmaterialien.

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Gute Nachwuchs- und Fachkräfte sind heiß umworben – wie begeistern Sie neue Fachkräfte für Ihr Unternehmen und wie halten Sie die guten Mitarbeiter?

Thomas Schrott: Wachstum, Sicherheit, globale Ausrichtung, interessante Aufgaben, Teamgeist, Entwicklungsmöglichkeiten und eine gute Work-Life-Balance – unsere geringe Mitarbeiterfluktuation sind die wichtigsten Argumente für einen Job bei uns. Wir sind ein attraktiver Ausbildungsbetrieb und bieten beste Einstiegsmöglichkeiten für Fachkräfte – wir sorgen also zu einem großen Teil selbst für unseren Nachwuchs.

Wie schützen Sie ihr Knowhow vor Produktpiraterie und wird dieses Problem in Zukunft noch größer?

Oliver Konz: Produktpiraterie ist in der Tat ein ernstes und wachsendes Problem. Durch unsere Unternehmensgröße rücken wir verstärkt in den Fokus der Produktfälscher. Wir gehen konsequent gegen jedes uns bekannte Plagiat vor. Zudem warnen wir unsere Kunden, dass Würth Elektronik Bauelemente nur von uns direkt oder von uns autorisierten Distributoren gekauft werden sollten. Nur so lässt sich dem Erwerb gefälschter, minderwertiger Produkte vorbeugen.

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