Nach dem Brand Würth Elektronik baut Leiterplattenwerk in Rekordzeit wieder auf

Redakteur: Franz Graser

Nur ein Jahr nach der Zerstörung des Werks in Niedernhall (Hohenlohe) durch einen Brand hat der Leiterplattenspezialist Würth Elektronik die Fertigung wieder aufgebaut. Entstanden ist dabei eines der modernsten Leiterplattenwerke Europas.

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Beim Wiederaufbau wurde die Leiterplattenfertigung um Reinräume nach den ISO-Klassen 4 und 5 erweitert.
Beim Wiederaufbau wurde die Leiterplattenfertigung um Reinräume nach den ISO-Klassen 4 und 5 erweitert.
(Bild: Würth Elektronik CBT)

Ein verheerender Brand Ende Dezember 2014 hatte große Teile der Leiterplattenfertigung von Würth Elektronik Circuit Board Technology in Niedernhall zerstört. Mit Hochdruck hat das Spezialistenteam seither am Wiederaufbau gearbeitet. Eine moderne Architektur beherbergt nun an derselben Stelle ansprechende moderne Arbeitsplätze und Anlagen der neuesten Technik-Generation.

In der Produktion werden bereits doppelseitige und Multilayer Boards gefertigt. Im nächsten Schritt folgen dann die komplexeren Platinen wie HDI und Starrflex.

Im Fokus stehen für das Leiterplattenwerk in Niedernhall anspruchsvolle Starrflex-Leiterplatten, für die man die europäische Technologieführerschaft anpeilt. Der hohe Automatisierungs- und Standardisierungsgrad ermöglicht – auch am Standort Deutschland – eine ökonomische Produktion mit hoher Flexibilität und kurzen Durchlaufzeiten.

Ziel ist die höchstmögliche Prozessicherheit und Reproduzierbarkeit aller Fertigungsschritte als Qualitätsvorsprung für die Kunden. Erreicht wird dies beispielsweise durch Reinraumtechnik der ISO-Klassen 4 und 5 und Laserdirektbelichtung in den Prozessen „Fotodruck“ und „Lötstopplack“.

Ebenfalls wurde der Trend der Miniaturisierung berücksichtigt, dem in neue Maschinen und Anlagen für die Fertigung investiert wurde – beispielsweise durch Integration des Spraycoating-Verfahrens.

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