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Spezialbeleuchtung mit LED Worauf es bei einer Leuchte mit LEDs im OP ankommt

| Autor / Redakteur: Fabian Nastold * / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Ausreichend viel Licht während einer OP, keine unnötige Wärme und vor allem gelangt das Licht dort hin, wo es die Mediziner benötigen. Zum Einsatz kommt eine LED-Leuchte mit speziellem Reflektor.

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Licht im Operationssaal: Mit maximal 160.000 Lux und 108 LEDs leuchten die OP-Strahler alles aus. Außerdem hat Simeon noch eine UHD-Kamera entwickelt.
Licht im Operationssaal: Mit maximal 160.000 Lux und 108 LEDs leuchten die OP-Strahler alles aus. Außerdem hat Simeon noch eine UHD-Kamera entwickelt.
(Bild: Simeon/Udo Jandrey)

Licht spielt in der Medizintechnik und der OP-Planung eine entscheidende Rolle und zunehmend setzen Planer auf LED-Leuchten und Systemlösungen. Damit wird der Lichtqualität und der Beleuchtungsstärke ein wichtiger Stellenwert eingeräumt. Gutes Licht erleichtert die Arbeit der Ärzte, schafft Sicherheit und senkt mögliche Fehlerquellen. Doch bevor LED-Leuchten in einem OP-Saal eingesetzt werden, müssen sich die Planer Gedanken über die entsprechende Technik der Leuchten selbst machen.

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Dazu müssen sie die Anpassungsfähigkeit der Leuchten, die hohen Hygiene- und Verarbeitungsstandards mit weniger Schattenwirkung sowie präzise Tiefenausleuchtung mit minimaler Wärmeentwicklung vereinen. Das Medizintechnikunternehmen Simeon Medical ist Spezialist für LED-Leuchten in Operations- und Untersuchungsräumen, die weltweit zum Einsatz kommen. Unter anderem hat das Unternehmen mit der Produktlinie „HighLine“ eine LED-OP-Leuchte entwickelt.

Die LED-OP-Leuchte des Typs HighLine Sim.LED 7000 ist mit Weißlicht- oder Multicolor-LEDs ausgestattet. Für ein homogenes Leuchtfeld mit 360-Grad-Ausleuchtung erreicht sie mit 108 LEDs eine Lichtausstrahlung von 160.000 Lux und damit eine hohe zentrale Beleuchtungsstärke bei einem Abstand von 1 m. Die etwas kleinere Sim.LED 5000 mit einer Lichtausstrahlung von 140.000 Lux, setzt sich aus 72 LEDs zusammen. Herzstück der beiden Lichtlösungen ist der patentierte Sim.POD.

In der Mitte eines Hochglanz-Aluminium-Reflektors umfasst der Sim.POD jeweils drei leuchtstarke, einfarbige Weißlicht- oder Multicolor-LEDs aktueller Generation mit 120° Abstrahlung, was einer gesamten Ausleuchtung von 360° entspricht. Das Reflector Shadow Resolution System = RSRS sorgt dabei mit 36 (Sim.LED 7000) oder 24 Reflektoren (Sim.LED 5000) bei einer Farbtemperatur von konstant 4500 (Singlecolor) bis hin zu 3500 bis 5500 K (Multicolor) für eine optimale Bündelung und Überlappung der Lichtstrahlen. Ein Sensorsystem oder eine automatische Anpassung der Lichtwerte ist nicht notwendig.

Optimierte Tiefenausleuchtung für jede OP-Situation

Während andere Techniken, wie beispielsweise ein optisches Linsensystem, nur bis zu 30 Prozent des Lichts absorbieren können, sorgt die LED-Reflektorentechnik dafür, dass das Licht dort hingelangt, wo es die Mediziner benötigen. Resultat ist eine geringere Schattenbildung sowie eine präzise Tiefenausleuchtung an der Operationsstelle. Darüber hinaus sorgt der Aluminium-Korpus der „HighLine OP-Leuchte“ für eine optimale Wärmeableitung.

Die Wärmeentwicklung sinkt auf ein Minimum und die Temperaturerhöhung in Kopfhöhe beträgt weniger als ein Grad Celsius. Gleichzeitig minimiert das kühle Licht mit guten Laminar-Flow-Werten Turbulenzen an der Ober- und Unterseite des Leuchtenkörpers. Die Lebensdauer der Leuchte kommt somit auf mehr als 50.000 Stunden.

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