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Worauf es bei einer LED-Leuchte in OP und Reinraum ankommt

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Neben einem weiten Lichtspektrum und einer hohen Ausleuchtung müssen LED-Leuchten im OP-Saal oder einem Reinraum zudem resistent gegen Reinigungsmittel sein.

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Die LED-Leuchten der Serie „Clean II supreme“ eignen sich dank ihres Lichtspektrums undiher verbauten Optik für OPs und Reinräume.
Die LED-Leuchten der Serie „Clean II supreme“ eignen sich dank ihres Lichtspektrums undiher verbauten Optik für OPs und Reinräume.
(Bild: Zumtobel)

Wer konzentriert und gewissenhaft arbeitet, braucht ein abgestimmtes, weißes Licht. Räume sollten dann bis in den letzten Winkel ausgeleuchtet sein: Das kann in einer Klinik, im Labor oder der Lebensmittelproduktion sein. Bei einem chirurgischen Eingriff beispielsweise muss das Licht des auszuleuchtenden OP-Feldes mit einem breitbandigen Licht erfolgen. Im Gegensatz dazu muss das Licht auf den Patientenzimmern oder der Intensiv-Versorgung über eine dynamische Lichtfarbe zwischen kalt und warm verfügen, um den Biorhythmus der Patienten aktiv zu unterstützen.

Hier bietet Zumtobel mit seiner „tunableWhite-Technik“ die Leuchten „Clean II supreme“ an. Die Lichtfarben und Lichtstärken der LEDs lassen sich über kalibrierte Treiber steuern, die bei jeder Lichttemperatur und -intensität für den entsprechenden konstanten Lumen-Output sorgen. Durch die doppelt-asymmetrische Lichtverteilung kann Weißlicht auf die Sekundärlichtfarben Blau oder Grün umgeschaltet werden: Asymmetrie in der Lichtverteilung verhindert die direkte Blendung und die Augen werden weniger überanstrengt.

LED-Licht im Reinraum

Dank des technischen Aufbaus der LED-Leuchten über ein Klick-System lassen sich die Leuchten effizient installieren. Gleichzeitig erlaubt es den schnellen Austausch von Treibern und Leuchtmitteln. Geschäumte Dichtungen zur Front und zur Rückseite schützen vor Staub, Wasser und Dampf.

Der optionale Zugang über die Rückseite in der Ausführung „supreme ST“ ist auf den Einsatz in Reinräumen angepasst. Hierüber können Techniker eine Wartung der Leuchte vornehmen. Außerdem lässt sich an der Rückseite die Light Engine mit Seitenbeleuchtungstechnik herausnehmen und austauschen. Die Vorderseite baut sich aus einer optischen Folie, einer mikropyramidalen Optik und der weißen Glasabdeckung auf.

Sicherheitsglas und patentierte Optik

Das hochtemperaturbehandelte Einscheiben-Sicherheitsglas mit dreimal höherer Bruchfestigkeit ist porenfrei, schmutzabweisend und antistatisch. Sowohl das Glas, als auch das pulverbeschichtete Stahlgehäuse sind leicht zu reinigen und selbst aggressive Reinigungsmittel sind möglich.

Eine Besonderheit ist die „MPO+-Technologie“. Sie sitzt zwischen Glas und Folie und lenkt das Licht präzise und senkt gleichzeitig die Blendung. Dank einer mikropyramidalen Optik wird das Licht der LEDs über eine Diffusorschicht homogen aufgebrochen und verteilt das Licht. Die Optik ist patentiert.

Die Einbau- und Anbauleuchten der Industrielinie setzen statt auf gehärtetes Mineralglas auf eine Abdeckung aus Acrylglas. PMMA wird in einem Thermoprozess in seine endgültige Form gebracht, was auch schräge Flächen und Hinterschneidungen erlaubt. Die Abdeckung ist gemäß des Schutzgrades IP 65 geschützt. Die LED-Leuchte ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich: Als quadratisches oder rechteckiges Paneel, deckenintegriert, aufgesetzt oder als Top Mount.

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