Datenbrillen und Mini-Projektoren Worauf Entwickler bei MEMS-basierter Pico-Projektion achten sollten

Autor / Redakteur: Carlos Lopez * / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Datenbrillen oder Mini-Projektoren: Mit der MEMS-basierten Pico-Projektion sind viele neue Anwendungen denkbar. Worauf Entwickler achten sollten, zeigen wir Ihnen im folgenden Text.

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Datenbrille und Smartphone: Mit der Pico-Technik eröffnen sich für Entwickler viele Möglichkeiten. Was zu beachten ist, haben wir im Text zusammen gefasst.
Datenbrille und Smartphone: Mit der Pico-Technik eröffnen sich für Entwickler viele Möglichkeiten. Was zu beachten ist, haben wir im Text zusammen gefasst.
(Texas Instruments)

In den letzten Jahren wurden Millionen von Produkten verkauft, in denen die Pico-Projektion zum Einsatz kommt. Parallel dazu arbeiten die Entwickler an immer neuen Anwendungen für die rasch expandierende Displaytechnik. Die Picoprojektion wurde speziell dafür geschaffen, um beispielsweise augennahe Displays, interaktive Digital-Signage-Anwendungen, UST- (Ultra-Short-Throw-)Fernsehgeräte, eigenständige portable Projektoren und eingebaute Projekten in Smartphones, Tablets und Laptops zu entwickeln. Ein Beispiel für eine Anwendung ist ein Thermostat, das sich über Gesten oder mit interaktiver Touch-Bedienung steuern lässt.

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Um die Einsatzmöglichkeiten rasch realisieren zu können, stellen wir Ihnen eine Reihe einfacher Aspekte vor, die bei der Pico-Technik zu beachten sind. Haben Entwickler erst einmal eine Idee, wie sie die Pico-Technik in ihrer Applikation einsetzen wollen, müssen sie eine ganze Reihe von Überlegungen anstellen. Diese betreffen beispielsweise die Wahl der Displaytechnik, der Lichtquelle, der Optik und der Software. Werden die Variablen auf eine überlegte Weise kombiniert, kann ein Endprodukt entstehen, das sich durch optimale Leistung und Lichteffizienz auszeichnet und in der Lage ist, große, helle Bilder in hoher Qualität darzustellen.

Wie sich das Licht effizient ausnutzen lässt

Bezüglich der Imaging-Technik bieten sich den Designern viele Optionen. Die wichtigste Entscheidung ist die Wahl einer Anordnung, die das Licht am effizientesten ausnutzt. Es gibt auf dem Markt zwei verschiedene Lichtweg-Architekturen: die transmissive und die reflektive Technik. Reflektive Verfahren nutzen ein Feld mikroskopisch kleiner Spiegel und erzeugen das Bild, ohne das Licht grundlegend zu verändern. Dabei entsteht ein Maximum an Lichteffizienz.

Andere Verfahren nutzen dagegen transmissive Systeme oder Kombinationen aus transmissiven und reflektiven Lösungen. Dazu muss das Licht polarisiert werden, um die Intensität eines jeden Pixels kontrollieren zu können. Wegen der erheblichen Lichtverluste ist die optische Effizienz bei transmissiven Methoden geringer. Bei der Entscheidung für eine bestimmte Displaytechnik kommt es darauf an, dass das Licht effizient erfasst wird, ohne dass auf die Polarisierung geachtet werden muss. Denn mit einem System geringerer Leistung lässt sich mehr Helligkeit erzielen. Die reflektiven Displays mit Mikrospiegeln von DLP bieten diesen Vorteil.

Die dritte Überlegung betrifft die Umschaltgeschwindigkeit. Die Entwickler sollten nach einer Technik Ausschau halten, die möglichst schnell schaltet. Hier kann das Design den Lichtweg und die Farbquellen des Systems verzögerungsfrei steuern. Eine höhere Schaltgeschwindigkeit führt somit nicht nur zu einer besseren Farbdarstellung, sondern verbessert auch die Bildqualität, denn die reduzierten Bewegungsunschärfen ergeben ein besseres Seherlebnis. Die DLP Pico-Produkte von Texas Instruments können jedes Pixel, also jeden Mikrospiegel, bis zu 3000 mal pro Sekunde schalten.

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