Mainstream M2M

Woher die Bandbreite nehmen?

| Autor / Redakteur: Christoph Müller-Dott / Nico Litzel

Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) wächst rasant. Ein starker Wachstumstreiber im Bereich von M2M-Lösungen sind vernetzte Fahrzeuge, Connected Cars.
Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) wächst rasant. Ein starker Wachstumstreiber im Bereich von M2M-Lösungen sind vernetzte Fahrzeuge, Connected Cars. (Bild: Orange Business Services)

Das Internet der Dinge hat sich längst von einer Zukunftstechnologie zum Mainstream entwickelt. M2M – die automatisierte Kommunikation zwischen Geräten – ist zum festen Bestandteil vieler Technologien und Prozesse geworden. Doch der Erfolg, den die Verbindung von immer mehr Maschinen mit sich bringt, birgt seine ganz eigenen Herausforderungen, speziell an Bandbreite und Kompatibilität.

Man stelle sich ein sensor-basiertes Behälterkontrollsystem vor, das Flüssigkeiten in einem Speichertank überwacht und automatisch eine Nachricht an eine zentrale Überwachungsstation sendet, wenn der Pegel unter ein definiertes Minimum sinkt. Man stelle sich nun dieses Kontrollsystem in einem Atomkraftwerk vor und es wird klar, dass im Falle eines Falles eine Nachricht wie diese höchste Priorität haben muss.

Aber was passiert, wenn das Netz überlastet ist, weil viele M2M-Geräte einer Umgebung gleichzeitig darauf zugreifen? Angesichts des zunehmenden M2M-Datenverkehrs wächst die Bedeutung von Lösungen für eine reibungslose Informationsübermittlung.

Wachstumstreiber Connected Cars

Was ist die Ursache für die rasante Entwicklung in der M2M-Technologie? General Electric ging 2012 so weit zu behaupten, M2M – das „industrielle Internet“ – könnte 10 bis 15 Billionen US-Dollar zum globalen Bruttoinlandsprodukt beitragen. Die Groupe Speciale Mobile Association (GSMA) spricht in einer jüngeren Prognose vom Einsatz von mehr als 13 Milliarden M2M-Lösungen bis zum Jahr 2020 und von 250 Millionen für 2014. Führend auf diesem Gebiet sind nach Angaben der GSMA die USA mit rund 35 Millionen Verbindungen, was einem Anteil von 19 Prozent an allen weltweiten M2M-Verbindungen zum Ende des Jahres 2013 entspricht.

Ein starker Wachstumstreiber im Bereich von M2M-Lösungen sind vernetzte Fahrzeuge: „Connected Cars“. Gesetzesinitiativen der Regierungen in Europa und in den USA zur Förderung dieser neuen Technologie zeigen, dass einige der weltweit größten Volkswirtschaften M2M bereits fest in ihrer Zukunftsvision des straßenbasierten Transports verankert haben. Manche Wirtschaftsanalysten sind sogar der Meinung, dass der Einsatz von M2M-Lösungen in der Landwirtschaft die Lebensmittelproduktion um 70 Prozent steigern könnte.

Spitzenqualität zu Spitzenzeiten

Der wachsende Anspruch im Automobilsektor, in der Landwirtschaft und vielen anderen Branchen, rund um die Uhr online und „am Netz“ zu sein, erfordert in der Folge auch ein Umdenken der Netzbetreiber. Sie müssen ernsthaft überlegen, wie sie der Nachfrage hinsichtlich höherer Bandbreite, kürzerer Wartezeiten, stärkerer Signale und besserer Servicequalität begegnen.

Um M2M effektiv zu unterstützen, müssen Netzbetreiber schnell erkennen können, wann und wo Netzverkehr verursacht wird. Entscheidend ist dabei nicht das Datenvolumen in seiner Gesamtheit, sondern zu Spitzenzeiten und an den jeweiligen Orten. Denn es gilt, Service und Qualität jederzeit aufrecht zu erhalten.

Schlichtweg mehr Bandbreite zur Verfügung zu stellen, könnte eine Lösung sein und sie ist auch bereits in Arbeit. Weltweit schaffen Regierungen Kapazitäten, um die Infrastruktur für einen besser verbundenen Planeten bereitzustellen. Doch der Prozess geht nur langsam voran. In den USA beispielsweise plant die für Telekommunikation und Information zuständige Behörde 500 Megahertz mehr Bandbreite – dazu wird es jedoch nicht vor 2020 kommen.

Ein anderer Weg, die Begrenzung der Bandbreite anzugehen, ist, das Netz intelligenter zu gestalten. Intelligentere Netzstandards, wie das von Sierra Wireless entwickelte LTE-M (M steht für M2M), nutzen die Technologie der flexiblen Bandbreite von LTE mit dem Ziel, niedrige Datenraten über die bereits vorhandene Mobilfunk-Infrastruktur anzubieten. Dynamisches Netzmanagement und -optimierung sind ebenfalls Teil dieser Lösung.

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Vielen Dank für Ihren Beitrag! Es sollte Kanalbandbreite (Sendespektrum) heissen anstatt nur...  lesen
posted am 26.08.2015 um 18:02 von Unregistriert

In den USA beispielsweise plant die für Telekommunikation und Information zuständige Behörde 500...  lesen
posted am 25.08.2015 um 09:17 von Unregistriert


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