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Display-Distributoren Wo geht’s hier zum passenden Distri?

| Redakteur: Andreas Mühlbauer

Vor dem Kauf von Displays stellen sich einige Fragen: Wo kaufe ich was am besten? Wer bietet den Service, den ich brauche, und wer kann mir individuelle Lösungen für meine Probleme anbieten? Jeder Distributor und jedes Systemhaus bietet ein anderes Sortiment und unterschiedliche Serviceleistungen. Hier einige Informationen, um den jeweils passenden Anbieter für Sie zu finden.

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Bild: pixelio.de
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( Archiv: Vogel Business Media )

Im Folgenden nennen wir Ihnen einige Distributoren und Hersteller von Displays, die auf Vertrieb, Service und Design-in spezialisiert sind. Sie finden hier eine Übersicht über die jeweiligen Produktportfolios und Hersteller sowie Ansteuerlösungen, Zubehör und Serviceangebote.

Beck Elektronik

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Die Firma Beck bietet LCDs unterschiedlichster Ausführungen an. Passive LDCs sind in Größen bis zu 5,7˝ verfügbar, Displays mit aktiver Matrix von 1,4 bis 56˝. Abgerundet wird die Produktpalette von OLED-Anzeigen in Größen von 0,7 bis 3,2˝. Die Hersteller sind LG Innotek und TPO für die kleinen TFT-Displays, BOE Hydis und Optrex für Displays mit speziellen Anforderungen sowie CMO, BOE OT und LG Philips für Standarddisplays. Passive LCDs bezieht Beck von Ampire, Dalian Dongfu, Gem-Tech und Tianma.

Neben den Displays bietet Beck das notwendige Zubehör an. Dies sind Schnittstellenkarten wie die DCMP-50 für spezielle analoge Signale inklusive TTL- Signalen oder die DCMR/DCMT-Karten für Standardsignale sowie alle notwendigen Kabel und Zubehör für Hinterleuchtungsröhren. Eine eigene Produktreihe, Beck Compact Module BCM besteht aus Display und integriertem A/D-Board. Dabei bleiben die ursprünglichen Displayabmessungen mit Ausnahme der Tiefe erhalten. Das Unternehmen versteht sich nicht nur als Displaylieferant, sondern bietet auch Beratung und Demonstration technischer Lösungen. Die Spezialität von Beck liegt im breiten Angebot verschiedener Displaytechnologien und dem technischen Wissen.

Data Modul

Data Modul liefert Displays in den Größen von etwa 1 cm × 1 cm bis 65˝ in den unterschiedlichsten Technologien: TN, STN, FSTN, bistabil, OLED und TFT. Des Weiteren bietet das Unternehmen Komplettlösungen wie Easypanels und andere Systemlösungen. Die Lieferanten sind AUO, CMO, Hitachi und Kyocera sowie Optrex, Osram, Powertip, Sharp und Varitronix. Data Modul liefert zudem auf die TFTs angepasste Analogkits. Die Plug & Play-Ansteuerkits beinhalten eine Analogkarte, Inverter, Kabel und OSD. Als Ansteueroption kann der Kunde zwischen Analog RBG, DVI sowie Video wählen. Unterstützt werden sowohl TTL- als auch LVDS-Displays mit Auflösungen von XGA bis HDTV und bis zu 16,8 Mio. Farben. Die Karten basieren auf Controllerchips von MStar, RealTech und Pixelworks.

Zusätzlich bietet Data Modul umfassendes Zubehör wie Ansteuerkarten, Inverter, Kabel und Touchpanels an. Das Zubehör wird im Hause geprüft, zertifiziert und auf die einzelnen TFTs angepasst. Auf Kundenwunsch wird das TFT mit aufgebrachtem Touchpanel geliefert. Data Modul bietet auch komplette Systeme, beispielsweise TFTs mit Ansteuerung, eingebaut in kundenspezifische Gehäusekonstruktionen. Das Unternehmen betreut die Projekte in allen Phasen. Ein gut sortiertes Lager gewährleistet eine schnelle Lieferung der Produkte. Auf Kundenwunsch bietet das Data Modul Supply-Chain-Management-Lösungen wie KANBAN, Just-in-time, Konsignationslager und Pufferlager an.

Data Modul hat strategische Partnerschaften mit vielen TFT-Herstellern und somit den direkten Zugriff auf alle marktrelevanten Informationen.

Electronic Assembly

Das Angebot von Electronic Assembly umfasst Textdisplays von 1 × 8 Zeichen bis zu den neuesten Grafikdisplays mit 320 × 240 Punkten und komplett integrierter Ansteuerung sowie Touchpanel. Die angebotenen Displays sind Standardprodukte in hoher Qualität und Verfügbarkeit. Dazu gehören auch DIP- und DOG-Module mit Pins zum direkt Einlöten, sowie intelligente Grafikdisplays der Serie EA eDIP mit und ohne Touchpanel. Zubehörteile wie Frontrahmen und selbst entwickelte Starterboards runden das Angebot ab.

Die Kunden kommen aus allen Bereichen der Industrie, von der Universität bis zur Medizin- und Automobiltechnikbranche. Alle technischen Anfragen werden von Entwicklungsingenieuren betreut. Dies gilt sowohl für Standard- und kundenspezifische Produkte. Electronic Assembly zeichnet sich durch die speziellen Displaylösungen und ausgeprägte Produktkenntnis aus. Das Unternehmen hat eine eigene Entwicklungsabteilung und eigene Fertigung.

Future Electronics

Future Electronics ist Lieferant von LCDs, Active-Matrix-TFTs und Passive-Matrix-Displays. Letztere sind als Zeichen-, monochrome Grafik- und Farbgrafik-Displays erhältlich. Die Hersteller sind hauptsächlich Tianma und Lumex. Ingenieure von Future Electronics bieten den Kunden vor Ort Design-in-Unterstützung.

Neben den Displays bietet das Unternehmen LCD-Treiber, Inverter, Backlights, Controllerboards und Kits. Mit dem „LCD Solution Builder“ können Kunden online die richtige LCD-Lösung finden. Das Tool führt dazugehörige Inverter, Controller und Anschlusskabel für alle frei wählbaren Auflösungen und Displaygrößen auf (siehe Link). Zudem bietet Future Electronics mit Enhanced Backlight Solution (EBS) eine Familie sehr heller LCD-Module (typ. 1000 cd/m2) mit LED-Hinterleuchtung an. Die EBS-Module bieten eine höher integrierte Lösung von der Stange, die ohne weitere Anpassungen vielen Anwendungen gerecht wird. Eine 12-V-Stromversorgung, aufgebaut mit dem Sipexwandler SP6137 rundet das System ab.

Glyn

Glyn hat TFTs in den Größen von 2,6 bis 20˝ im Angebot. Die Hersteller sind Hitachi, Toshiba, AUO und EDT. Von EDT stammen auch monochrome und Color-STN-Displays. Glyn-Partner für kundenspezifische Lösungen ist Displaytech. Glyn ist bemüht, ein Display nicht nur als einzelne Komponente, sondern als Teil eines Systems zu sehen. Daher bietet das Unternehmen auch komplette Kits, die auf die jeweilige Applikation zugeschnitten sind. Eine Maßgabe dabei ist, dass die empfohlenen Komponenten langfristig verfügbar sind.

Das Line-up ergänzen Controller zur Ansteuerung, Touchpanels, Backlight-Inverter, Embedded PCs und Kabelsätze. Speziell für TFTs bietet Glyn das LIME Grafikcontrollerboard an, das eine TFT-Ansteuerung per Mikrocontroller ermöglicht.

MSC und Gleichmann

MSC und Gleichmann Electronics vertreiben Displays, Touchscreens und Ansteuerungen. Hinzu kommt Zubehör wie Inverter, Kabelsätze und Netzteile. Die Produktpalette erstreckt sich von passiven, monochromen Displays, sowohl in Segment- und Charakter-Ausführung, als auch als Grafikvariante über CSTN-Grafikdisplays bis hin zu TFT-Displays bis zu 16,7 Mio. Farben. Eine Spezialität sind TFTs in monochromer Ausführung speziell für den Medizinbereich. Das Gleichmann-Produkt-Portfolio beinhaltet Displays mit Diagonalen von 1,5 bis 55˝. Hersteller von passiven monochromen und farbigen Displays sind Hitachi, Truly, Clover, Ampire und EEDT. TFTs kommen von NEC, Hitachi und AUO. System- und projektgebundene Lösungen stammen von Samsung und ChiMei.

Bei MSC und Gleichmann Electronics gibt es vier Bereiche für Ansteuerlösungen:

  • Eigene Lösungen der Tochterfirma Displaign: Die Produktpalette reicht von Standardboards bis hin zu RGB/DVI/AV-Controller für Applikationen mit außergewöhnlichen Signal-Timings und sehr hohen Auflösungen bis 1920 × 1440.
  • Controller-Lösungen von Kontron: Mittels einer Vielzahl an vorhandenen Panel-Files lassen sich damit die meisten im Industriebereich verwendeten TFT-Displays ansteuern.
  • Für die AUO-Display-Linie bieten MSC und Gleichmann Controllerkits von Promate an, die jeweils eine angepasste Controllerkarte, einen Backlight-Inverter, ein OSD-Keyboard und den benötigten Kabelsatz beinhalten.
  • Um komplexe Systeme zu visualisieren und zu steuern, sind Display Control Units (DCUs) und NetDCUs erhältlich. Dies ist eine kostengünstige, RISC-Prozessor-basierte Embedded-Computer-Plattform von F&S. Alle Komponenten lassen sich unabhängig von PC-Systemen betreiben und sind durch eine Vielzahl von Standardschnittstellen flexibel einsetzbar.

MSC und Gleichmann bieten sowohl kundenspezifische Display-Kompaktlösungen (Smartpanels, Open-Frame-Lösungen, Touchmontage) als auch kundenspezifische LCD-Module an. Die Kunden erhalten persönliche Beratung durch Displayspezialisten sowie eine Produktzusammenstellung im Internet. Auf Wunsch werden Displays im eigenen Haus oder beim Kunden vorgeführt und Testsysteme zur Entwicklungsunterstützung aufgebaut. „Um Displayanwendern Zeit und Geld zu sparen, bieten MSC und Gleichmann Electronics inzwischen alle erforderlichen Komponenten als komplettes, optimal aufeinander abgestimmtes Kit an“, sagt Gerhard Becker, Manager Product Marketing Displays & Systems bei Gleichmann Electronics. Ein solches Kit besteht aus einem PC-Mainboard mit Kabelsatz, dem Display, einem Backlight-Inverter und einem Netzteil.

Sasco Holz

Sasco Holz vertreibt Character Module von 8 × 1 bis 40 × 4 Zeichen sowie Monochrom-Grafik-Module von 1,5 bis 10,4˝. Hinzu kommen Color-STN-Module zwischen 3,6 und 10,4˝ sowie TFT-Module in den Größen von 2,2 bis 65˝. OLED-Grafik-Module von 0,8 bis 6,6˝ runden das Angebot ab. Sasco Holz bezieht kundenspezifische LCDs, alphanumerische LCD-Module, sowie Grafik-LCDs und TFTs von CCT. Hitachi liefert Grafik-LCDs und TFTs. Letztere kommen auch von NEC und Sharp. Die OLEDs liefert Osram.

Als Ansteuerlösungen sind Grafikkarten mit analogem RGB-, DVI- und/oder Video-Eingang erhältlich. Weiterhin sind FPGA-Lösungen von Altera zu haben. Eine breite Palette an Zubehör wie Inverter, Touchscreens und LED-Backlights können ebenso geliefert werden wie Farbsensoren, Kabel, Grafikkarten und Controller. Daneben bietet das Unternehmen Applikationsunterstützung von der Idee bis zum fertigen Produkt sowie Hilfe bei Produktauswahl. Auch Seminare und Training gehören zum Leistungsumfang. Sasco Holz versteht sich als Display-Solution-Anbieter, der alle Leistungen vereint. Besonders interessant ist die flexible Displayansteuerung mit FPGAs von Altera.

Ultratronik

Das Produktportfolio von Ultratronik umfasst Displays von 1,4 bis 48˝ Bildschirmdiagonale. Das Unternehmen vertreibt Displays und Touchscreens der Hersteller NEC, Kyocera und G-Vision sowie DMC, AUO und CMO. Als Hintergrundbeleuchtungen kommen LEDs und CCFLs zum Einsatz. Neben reinen Displays gehören auch industrielle MMI- und COM-Lösungen zum Produktportfolio.

Der Service von Ultratronik reichet von der Entwicklung über Fertigung bis hin zur Distribution. Dies umfasst LCD-Module, Displaykits und Ansteuerungen sowie kundenspezifische Touch-Monitore. Im Bereich industrieller MMI-Lösungen bietet das Unternehmen Software-, Betriebssystem- und Entwicklungssupport an. Ultratronik hat es sich zum Ziel gesetzt, kontinuierlich an der Weiterentwicklung und Verbesserung der Lösungen auf Kundenseite mitzuwirken.

Die von Ultratronik angebotenen, betriebssystembasierten und modularen MMI-Lösungen lassen sich ausnahmslos kundenspezifischen Bedürfnissen anpassen und sind auf Zusammenarbeit mit anderen Systemen und Skalierbarkeit von Displaygrößen ausgelegt.

„Wir nutzen Synergien unserer Geschäftsfelder und antizipieren ständig technologische Trends, um Wettbewerbsvorteile für unsere Kunden zu erreichen“, sagt Alexander Sorg, Geschäftsführer vonUltratronik.

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