Osram-Tochter Fluxunit

„Wir wollen alle Möglichkeiten des Lichts ausnutzen“

| Redakteur: Hendrik Härter

Geschäftsführer von Fluxunit: Dr. Ulrich Eisele will mit Fluxunit den Markt der Lichttechnik verändern.
Geschäftsführer von Fluxunit: Dr. Ulrich Eisele will mit Fluxunit den Markt der Lichttechnik verändern. (Bild: Osram)

Mit Fluxunit will der Lichthersteller Osram sein Geschäft weiter voran bringen. Wir sprachen mit Dr. Ulrich Eisele, der bei der Osram-Tochter die Geschäfte führt.

Die Lichttechnik voranbringen, das soll Aufgabe der neuen Osram-Tochter Fluxunit sein. Mit der Tochter hat Osram eine eigenständige Geschäftseinheit ins Leben gerufen, um weiter zu wachsen und alle Stärken des Konzerns zu nutzen. Aber auch schneller auf Entwicklungen des Markts zu reagieren. Die Idee ist, mit einer konzernübergreifenden Geschäftseinheit flugs reagieren zu können und von der Produktidee über Testpiloten fertige Produkte auf den Markt zu bringen.

Fluxunit soll den Markt der Lichttechnik verändern

Wir sprachen mit dem Geschäftsführer von Fluxunit, Dr. Ulrich Eisele, wie Fluxunit den Markt der Lichttechnik verändern soll. „Ideen entstehen entweder intern oder extern“, sagt Eisele. Schauen wir uns den externen Weg einer Idee an. Beispielsweise hat ein Start-up-Unternehmen oder Studenten an einer Hochschule eine gute Idee für ein Produkt. Doch oft fehlt es an der Ausstattung oder dem Geld. Jetzt kommt Fluxunit ins Spiel. Die Geschäftsidee wird von beiden Partnern diskutiert und wenn Potenzial dabei ist, dann ist eine sogenannte Minderheitsbeteiligung möglich.

Unterstützung erfolgt aber nicht nur mit beratenden Gesprächen, sondern Fluxunit stellt auch Räumlichkeiten zur Verfügung; in den Laboren können die Externen an ihren Ideen weiter entwickeln. Was auch wichtig ist, um einen Fuß auf den Markt zu bekommen, ist ein starker Markenname, der ab jetzt hinter solch einem Projekt steht. Ist ein Erfolg abzusehen, dann können beide Parteien eine Beteiligung eingehen. Doch auch ein Misserfolg ist nicht ausgeschlossen: „Das Scheitern bei einem Projekt sehen wir als eine Lernkurve“, erklärt Eisele.

Nicht vergessen sollte man die vielen Potenziale in den eigenen Reihen. „Viele Ideen kommen von den Kollegen aus dem Haus. Wir müssen verstärkt die Leute dazu motivieren, innerhalb des Konzerns selbständig ihre Ideen umzusetzen.“ Hat jemand bei Osram eine Idee, die es wert ist, vorangebracht zu werden, dann ist er oder sie bei Fluxunit willkommen. „Während der Arbeit bei Fluxunit ruht das Arbeitsverhältnis mit dem Mutterkonzern. Oder wir leihen uns die Leute aus. So können die Kollegen an ihrer Idee weiterentwickeln, ohne dass sie vom Tagesgeschäft abgelenkt werden. Aktuell haben wir eine Handvoll Themen, bei denen es sich lohnt, diese weiterzuentwickeln“, nennt Eisele erste Erfolge.

Aktuelles Geschäft soll ergänzt werden

Mit Fluxunit geht Osram einen neuen Weg: „Wir als ein Unternehmen, das quasi Photonen in der DNA hat, wollen alle Möglichkeiten des Lichts nutzen und erhoffen uns, dass Fluxunit das aktuelle Osram-Geschäft ergänzen wird.“ So ganz falsch wird Osram mit seinem Schritt nicht liegen. Denn Licht einfach nur an und aus zu schalten ist weniger wichtig. Vielmehr geht es um die Wirkung von Licht und Sensoren, die das Beleuchtungssystem ergänzen. So wird vielleicht in Zukunft eine OLED-Projektionswand die Informationen von den Augen der Nutzer ablesen und auch die Umgebungsbedingungen fließen in das zu projizierende Bild mit ein.

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