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Interview mit Arthur Tan, IMI

„Wir machen uns die Produkte unserer Partner wirklich zu eigen“

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Konsistente Prozesse für zuverlässige Produkte

In welchen Anwendungsfeldern liegen denn Ihre Stärken?

Wenn sie sich die Märkte anschauen, die wir bedienen, dann entfallen 40 Prozent des Gesamtumsatzes auf das Automotive-Segment. Der zweite wichtige Bereich ist Telekommunikation, dann kommt die Industrie. Aber wir bedienen auch den Consumer-Markt und stellen Computerprodukte her. Man könnte also sagen: IMI hat keinen Fokus, es ist überall vertreten und sehr opportunistisch.

Aber wenn wir die andere Seite der Medaille betrachten, dann sieht man, dass die Produkte, die wir für Automotive herstellen, sehr viel mit dem Thema Sicherheit zu tun haben. Die Produkte für den Telekommunikationsbereich sind Infrastrukturprodukte mit hoher Qualität und Zuverlässigkeit. Die Produkte für die Industrie haben mit hoher Sicherheit zu tun, erfordern hohe technische Kompetenz und sind sehr komplex. Im Computing haben wir an allen Fronten mit Speicherlösunge zu tun, optischen Laufwerken und Halbleiterspeichern.

Wenn wir uns die Fähigkeiten ansehen, die nötig sind, um diese Produktgruppen für die verschiedenen Zielmärkte herzustellen, dann ist IMI darin sehr konsistent. Wenn Sie einen Partner suchen, der sich diese Produkte wirklich zu eigen macht, dann sind wir das. Das ist auch der Grund, warum die Tier-1-Zulieferer weltweit schon seit 10 Jahren und länger mit uns zusammenarbeiten. Sie wissen, dass wir uns um ihre Produkte so kümmern, wie sie es selbst tun würden. Wir fahren sowohl geschäftlich als auch technisch eine Strategie, die zu ihnen passt. Das macht IMI in gewisser Weise einzigartig im Vergleich zu den Wettbewerbern.

Wo befinden sich Ihre Standorte?

Wir haben natürlich Fabriken in China und auf den Philippinen, das ist unsere „China + 1“-Strategie. Wir unterhalten Fabriken in Mexiko für den US-Markt, wir haben Vertretungen und Entwicklungsressourcen in den Vereinigten Staaten, und in Europa sind wir in der Tschechischen Republik und in Bulgarien.

Die Tschechische Republik liegt sehr nah an Westeuropa, dort können viele Entwicklungs- und Supportaufgaben übernommen werden. Bulgarien liegt östlicher, die Kosten sind hier geringer, aber gleichzeitig befinden wir uns immer noch in der EU. Beide Länder haben den Euro nicht, sind also nicht mit dem Euro-Währungsproblem befasst. Gleichzeitig können wir hier die Vorteile nutzen, die EU-Länder mit sich bringen, so dass wir dort unsere Fertigungs- und Support-Dienstleistungen für die Region maximieren.

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