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Interview mit Arthur Tan, IMI „Wir machen uns die Produkte unserer Partner wirklich zu eigen“

| Redakteur: Franz Graser

Der Elektronikfertiger IMI ist mit Fabriken in Asien, Nordamerika und Europa ein globales Unternehmen. Arthur Tan, Chef des auf den Philippinen beheimateten Konzerns, erläutert ELEKTRONIKPRAXIS seine Erwartungen für das Jahr 2015.

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Arthur Tan, Vorstandschef des philippinischen Elektronikfertigers IMI. Sein Unternehmen ist zwar auf den Philippinen zuhause, aber weltweit präsent.
Arthur Tan, Vorstandschef des philippinischen Elektronikfertigers IMI. Sein Unternehmen ist zwar auf den Philippinen zuhause, aber weltweit präsent.
(Bild: Tonnette P. Jacinto)

Herr Tan, wie läuft das Geschäft? Was erwarten Sie für die Zukunft?

2014 hat sich für uns als sehr gutes Jahr erwiesen, und das haben wir auch erwartet. Die weltweite Wirtschaft hat sich etwas beruhigt, wozu die USA mit ihrer höher als erwartet ausgefallenen Wachstumsrate viel beigetragen haben.

Darüber hinaus war Japan mit der „Abenomics“-Politik in der Lage, die Deflationsprobleme anzugehen. Auch der schwächere Yen war gut für uns. Was aus unserer Sicht interessant ist: IMI operiert in den drei wichtigen Weltregionen, wir sind in Asien, in Nordamerika und in Europa präsent. Was Asien betrifft, haben wir China und die Philippinen. Das ist unsere „China plus eins“-Strategie, wobei China natürlich die Geschäfte in Asien dominiert.

Dass China aufgrund des Wachstums beim eigenen Verbrauch eine Wachstumsrate von mehr als sieben Prozent erzielte, hat unseren Fabriken dort natürlich geholfen. Insgesamt war Asien wieder einmal der Haupttreiber in der Weltwirtschaft, dieses Mal wurden wir aber stark von den Vereinigten Staaten unterstützt, was unseren Fabriken in Mexiko sehr gut getan hat. was die Performance betrifft: Wir sind um das Fünffache des Vorjahres gewachsen.

Mit dem Jahr 2014 waren Sie also sehr zufrieden. Wie geht es aus Ihrer Sicht denn weiter?

Wir glauben nicht, dass sich 2015 komplett anders entwickeln wird wie 2014. Es sollte recht positiv ausfallen, aber ich erwarte keine Vervielfachung, wie es 2014 der Fall war. Es wird ein kontrolliertes Wachstum sein, keine steile Linie. Natürlich gibt es geopolitische Probleme, auf die wir keinen Einfluss haben – die Konflikte um Russland und die Ukraine, Syrien und den sogenannten Islamischen Staat im Nahen Osten und auch die wachsende Unruhe in verschiedenen Teilen Chinas.

Darauf haben wir wie gesagt keinen Einfluss. Aber wenn ich mir die Dynamik der weltweiten Wirtschaft ansehe, die Themen Mobilität, Transportwesen, elektronische Infrastruktur, Vernetzung, die Notwendigkeit, permanent vernetzt zu sein – dann bin ich für die nahe Zukunft sehr zuversichtlich.

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