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Windkraft-Rekord im Februar: 21 Milliarden Kilowattstunden Strom

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Rekordergebnis: Im Februar 2020 wurden 20,9 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Windkraftanlagen erzeugt. Davon entfallen 17,9 Mrd. kWh auf Windkraftanlagen an Land, Offshore steuert 3,0 Mrd. kWh bei.

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Windräder im Abendlicht: On-shor- und Off-shore-Winkraftanlagen haben im Februar einen Rekordertrag von 21 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt.
Windräder im Abendlicht: On-shor- und Off-shore-Winkraftanlagen haben im Februar einen Rekordertrag von 21 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Das Rekordergebnis von knapp 21 Mrd. kWh im Februar 2020 basiert auf ersten Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Die Stromerzeugung aus Windkraftanlagen übertrifft den bisherigen Rekord um gut ein Viertel: Der bislang stärkste Monat war der März 2019 mit rund 16,5 Mrd. kWh – obwohl der März 2019 sogar zwei Tage länger war als der Februar 2020. Grund dafür war das außerordentliche Windaufkommen im Februar mit den Sturmtiefs Sabine, Victoria und Yulia.

„Die Windkraftanlagen haben im Februar so viel Strom erzeugt wie zwei Kernkraftwerke im ganzen Jahr. Das ist sehr erfreulich und legt zusammen mit der Stromerzeugung aus Photovoltaik die Basis, damit der Einsatz konventioneller Energieträger kontinuierlich zurückgeht,“ so Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Allerdings stehen die Rekordzahlen im scharfen Kontrast zur dramatischen Situation beim weiteren Ausbau sowohl von Wind- als auch Solaranlagen: Werden die Hemmnisse und Deckel hier nicht zügig beseitigt, werden wir das 65-Prozent-Ziel im Jahr 2030 krachend verfehlen.“

Damit der Strom aus Erneuerbaren Energien vollumfänglich genutzt und die Klimaziele erreicht werden können, muss zudem alles dafür getan werden, dass der dringend notwendige Ausbau der Nord-Süd-Leitungen vorankommt. „Wichtig sind auch adäquate Rahmenbedingungen für die Sektorenkopplung“, ergänzt Prof. Dr. Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des ZSW. „Eine Neugestaltung der Abgaben und Umlagensystematik im Stromsektor würde wichtige Impulse für die Sektorenkopplung geben und damit den Einsatz von erneuerbarem Strom im Verkehr, im Wärmesektor und in Industrieprozessen – gerade auch die Erzeugung von grünem Wasserstoff – voranbringen.“

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