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Angemerkt Wie viel künstliche Intelligenz hätten Sie denn gern?

| Redakteur: Kristin Rinortner

Der Markt für Haushalts- und Service-Roboter boomt. Nach einer Prognose der International Federation of Robotics sollen von 2016 bis 2019 42 Millionen Service-Roboter weltweit verkauft werden. Geschätzter Umsatz: 22 Milliarden US-Dollar.

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Kristin Rinortner, Redakteurin ELEKTRONIKPRAXIS: „Forscher glauben, harte künstliche Intelligenz sei Jahrzehnte entfernt, doch Firmen setzen KI-Anwendungen bereits um.“
Kristin Rinortner, Redakteurin ELEKTRONIKPRAXIS: „Forscher glauben, harte künstliche Intelligenz sei Jahrzehnte entfernt, doch Firmen setzen KI-Anwendungen bereits um.“
(Bild: VBM)

Kein Wunder also, dass sich auf der kürzlich beendeten Hightech-Messe CES Aussteller mit Robotern und Anwendungen künstlicher Intelligenz überboten: Neben Kaffee-, Tee und Saugrobotern erregten der Kuschelroboter Kuri (Bosch-Ableger) und das vernetzte Hausmikrofon Spot (Nvidia) Aufmerksamkeit.

Amazon, Facebook, Google, IBM und Microsoft haben im September 2016 eine KI-Allianz geschlossen, auch Apple und Open AI (Labor von Elon Musk und Sam Altman) arbeiten auf dem Gebiet.

Anwendungen künstlicher Intelligenz führen zu einem Paradigmenwechsel, der die Art, wie wir leben und arbeiten verändert. Stichwörter seien Smart-Home-Applikationen, autonom fahrende Autos oder digitale Assistenten wie Siri, Cortana oder Alexa. Fabrik- und Service-Arbeiten werden automatisiert. Das amerikanische Bankhaus Merrill Lynch spricht von Einsparungen durch kreative Disruption von jährlich 14 bis 33 Billionen US-Dollar. Das klingt nach ökonomischem Aufschwung.

Kritische Stimmen sagen das Ende der Zivilisation durch KI-Entwicklungen vorher. Die bekanntesten sind Stephen Hawking und Elon Musk. Sie setzen sich für ein „Verbot offensiver autonomer Waffensysteme ohne ernstzunehmende menschliche Kontrolle“ (Future of Life) ein. Andere befürchten einen Missbrauch durch Firmen, Staaten und Legislative.

Der Mathematiker Vernor Vinge und Google-Entwicklungsleiter Ray Kurzweil argwöhnen die Genese einer übermenschlichen Intelligenz, die die Menschheit 2023 bzw. 2045 auslöscht.

So sehr ich mich an meinem Smart Home mit Saugroboter erfreue und Fließbandarbeit verabscheue, es bleibt ein mulmiges Gefühl, das die Menschen betrifft, die mit KI-Anwendungen umgehen.

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