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Wie Steuerungstechnik auf dem Oktoberfest für sicheren Nervenkitzel sorgt

| Redakteur: Sariana Kunze

Nichts für schwache Nerven ist das Karussell „Predator“ auf dem diesjährigen Oktoberfest in München. Steuerungstechnik sorgt dabei für einen sicheren Nervenkitzel mit überraschenden Beschleunigungen.

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Bei dem Fahrgeschäft „Predator“ auf dem Oktoberfest sorgt beispielsweise eine Simatic-Steuerung von Siemens für den sicheren Nervenkitzel der Fahrgäste.
Bei dem Fahrgeschäft „Predator“ auf dem Oktoberfest sorgt beispielsweise eine Simatic-Steuerung von Siemens für den sicheren Nervenkitzel der Fahrgäste.
(Bild: Siemens/Bresler )

Es geht nach oben – und dann dreht sich der große Kreis des Karussells erst ganz langsam um die eigene Achse, dann immer schneller. Wer Handy und Schlüssel vor der Fahrt nicht sicher verstaut hat, muss vielleicht ohne wieder aussteigen. Dieser Fahrspaß ist nichts für jedermann, viele schauen nur zu. „Mich freut es, wenn die Gäste ein zweites Mal einsteigen“, erklärt Willy Kaiser, Schausteller und Besitzer des Karussells Predator.

Zu seinen Gästen zählt er vor allem das jugendlichen Publikum. Kaiser ist in diesem Jahr wieder auf dem Oktoberfest vertreten. Letztes Jahr feierte er sozusagen Premiere mit seinem Fahrgeschäft auf dem Volksfest in München. Denn bereits vor 20 Jahren war das inzwischen umgestaltete Karussell als Star Gate schon auf der Theresienwiese vertreten.

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Einmaliges Fahrgefühl in 15 m Höhe

Die Musikanlage spielt, die Lampen blinken. Kaiser beschreibt das Hoch-Rundfahrgeschäft so: „An zwei hydraulisch hochfahrenden Masten befindet sich die zentrale Dreheinheit des Predators. Das Podium dreht sich. An diesen zwei Masten ist der große Gondelkreis montiert, der sich ebenfalls in variablem Tempo dreht. Oben, in 15 m Höhe, überschlägt sich der Gondelkreis – ein unvergleichliches Fahrgefühl. Das ist einmalig auf der Wiesn.“

Steuerung und Not-Aus für sicheren Fahrspaß

Im Fahrstand regiert eine Simatic S7-1500 Steuerung. Sie kümmert sich fehlersicher um die Beleuchtung mit den Lauflicht-Anlagen, um die Ansteuerung der Motoren, die Drehmoment-Berechnung für die Rotation sowie um die Geschwindigkeit. Und um die Bügelverriegelung. Denn wenn nicht alle Bügel verschlossen sind, erfolgt keine Startfreigabe. Kaiser weißt auch auf den roten Schalter hin: „Das ist der Not-Aus-Knopf.“

Der Chef fährt sein Karussell am liebsten mit einem individuellen Fahrprogramm. „Da kann ich auf das Publikum reagieren und sehe, wie es die Leute vertragen. Geht jetzt noch eine Zugabe-Runde – oder gibt es schon viele bleiche Gesichter? Die Fahrt soll ja Spaß machen und keine Tortour für die Fahrgäste werden.“

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerpotal Elektrotechnik.

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