Embedded-Projekt

Wie Sie den richtigen Anbieter für Ihr Embedded-Projekt finden

| Redakteur: Margit Kuther

Halt-Hass-Kammer: Überprüfen der Haltbarkeit und Robustheit eines Produkts
Halt-Hass-Kammer: Überprüfen der Haltbarkeit und Robustheit eines Produkts (Bild: TQ-Group)

Ist die Entscheidung für den Einsatz eines Embedded-Moduls erst einmal gefallen, beginnt eine Aufgabe mit weitreichenden Folgen: nämlich die Suche nach der besten Lösung.

Wer sich für eine modulare Lösung entscheidet, steht vor der Qual der Wahl: Er muss sich für ein geeignetes Modul und die für seine Anforderungen optimale Technologie entscheiden und den passenden Anbieter wählen.

In jedem Fall ist eine langfristige und zuverlässige Lösung das Ziel, die einmal getätigten Investitionen beim Einstieg in ein modulares Design sollen sich ja langfristig tragen und sich später nicht als Bumerang erweisen. Im Embedded-Markt tummeln sich viele Anbieter und das Modulangebot ist nahezu unüberschaubar. Wie finde ich also einen für mich optimalen Anbieter?

Auswahl des geeigneten Moduls oder Prozessors

Zuerst einmal sind da die Fragen, die direkt mit dem ausgewählten Modul oder Prozessor zu tun haben und meist auf den Webseiten der Anbieter zu finden sind. Wieviel und wie lange hat der Anbieter Erfahrung mit dem ausgewählten Prozessor und mit dem Chip-Anbieter?

Dies ist für den Anwender ganz entscheidend, da er sich ja auf die Erfahrungen des Anbieters verlässt und nicht eine Lernkurve mit dem Modulanbieter mitgehen will. Was ist alles im Lieferumfang enthalten, also wieviel Support kann der Anwender abrufen? Da sind auf der einen Seite die verfügbaren Eval-Boards, Starterkits oder Applikationsboards.

Darin stecken bereits eine Menge Anwendungshilfen bezüglich der möglichen Anschaltungen von Schnittstellen. Je mehr Funktionen hier bereits abgebildet sind, umso mehr kann der Anwender von den Erfahrungen des Modulanbieters profitieren. Wie sieht es mit der Dokumentation bezüglich des Moduls aus, oder wie sind Anwendungsbeispiele beschrieben?

Die zweite, ganz wichtige Seite betrifft die Software-Unterstützung. Welche BSPs oder sonstigen Treiber sind vorhanden, und hat der Anbieter eine eigne Software-Abteilung, um im Falle eines Falles schnell reagieren zu können?

Unterstützung bei der Software und Hardware-Entwicklung

Und dann sind da die manchmal etwas versteckten Punkte, die aber eine ganz entscheidende Rolle spielen können. Wie bereits angesprochen, spielt der Software-Support eine nicht unwesentliche Rolle, aber auch die Hardware-Entwicklungsunterstützung ist nicht zu unterschätzen.

Ergänzendes zum Thema
 
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Wie sehen die Ressourcen des Anbieters aus, oder ist es eine One-Man-Show? Welchen Umfang hat die Hardware-Unterstützung? Bezieht sich die Unterstützung nur auf das Modul selber oder kann der Anbieter auch Hilfestellung geben, wenn es um das Kunden-Applikationsboard geht? Es hilft dem Anwender sehr, wenn der Anbieter in dem Applikationsumfeld des Kunden Erfahrungen hat und so bei Fragen, die nicht direkt mit dem Modul zu tun haben, auch helfen kann.

Ein Design-Support, zum Beispiel ein Schematic-Review als Dienstleistung, kann das modulare Design erheblich beschleunigen und sicherer machen. Die Fehler in der Anschaltung des Moduls hat der Anbieter unter Umständen ja schon selber bei der Entwicklung des Starterkits gemacht, also muss der Kunde diesen Fehler nicht wiederholen. Aber auch Unterstützung beim Layout kann helfen, ein Design sicherer zu machen.

Dieses Wissen lässt sich relativ einfach ablesen, indem man sich das Eval-Board oder Starterkit einmal anschaut. Wieviel Technik steckt hier bereits drin, da ja auch das Layout bereits erfolgreich realisiert wurde? Eine mögliche Option ist natürlich auch, dass der Modulanbieter mit seinem Wissen und seinen Ressourcen das Kundenapplikationsboard im Layout realisiert.

Ein weiterer Bereich ist die Fertigung. Wenn der Anbieter eine eigene Fertigung hat, kann er in aller Regel schneller und flexibler auf Kundenwünsche reagieren. Die Fertigungsqualität liegt in diesem Fall in den Händen des Modulanbieters. Sollte einmal ein Fehler im Modul auftreten, kann der Anbieter mit eigener Entwicklung und Fertigung in aller Regel schneller nachvollziehen, wo der Fehler liegt und entsprechende Abhilfe schaffen.

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