Embedded Wie sich x86-Starterkits in der Serienproduktion einsetzen lassen

Autor / Redakteur: Harald Maier * / Margit Kuther

Embedded-Module vereinfachen die Entwicklung. Dennoch ist der Weg zum kundenspezifischen Gesamtsystem i oft langwieriger als gedacht. Aber es gibt Abhilfe.

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Untypisch: Die x86-Starterkits von TQ sind für die Serienproduktion qualifiziert und geben damit mehr Designsicherheit.
Untypisch: Die x86-Starterkits von TQ sind für die Serienproduktion qualifiziert und geben damit mehr Designsicherheit.
(Bild: Bild: TQ-Systems)

Die Dokumentation von Embedded-Modulen ist meist umfangreich und enthält viele Informationen zum Featureset des Moduls, der Schnittstellenbelegung, den zulässigen Einsatzbedingungen und technischen Eigenschaften wie Mechanikabmessungen, Spannungsversorgung und maximaler Stromverbrauch.

Bei x86-Standardmodulen, die beispielsweise konform zu Standards wie COM Express entwickelt wurden, gibt es darüber hinaus noch eine weitere, firmenunabhängige Dokumentation. So stellt etwa das Normungsgremium PICMG für COM Express (dort unter COM.0-Standard geführt), ein Carrierboard Design Guide zur Verfügung, das bei der Entwicklung eines kundenspezifischen Carrierboards unterstützt.

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Um im Vorfeld das CPU-Modul mit der eigenen Anwendungssoftware zu testen und applikationsspezifische Erweiterungen zu evaluieren, ist es aber wichtig, die reale Hardware auf dem Tisch zu haben. Dazu dienen Starterkits, die jeder Hersteller passend für seine Modulfamilien anbietet.

Je nachdem, wie gut diese konzipiert sind und welchen Funktionsumfang sie abdecken, kann die erste Evaluierung sehr schnell und effizient durchgeführt werden.

„Ready-to-Use“-Kits und Status „serienreif“

Entwicklungszeiten sind meist knapp kalkuliert. Zeiten, die der Entwickler am Anfang bei der Evaluierung von Komponenten verliert, sind später kaum aufzuholen. Deshalb ist es wichtig, dass Starterkits möglichst einfach in Betrieb zu nehmen sind.

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MSys-Plattform für IoT-Gateways

Für extrem kompakte Anwendungen bietet TQ weitere Referenzplattformen an. Typischerweise werden sie nicht als klassische Starterkits verwendet, dennoch sind sie Basis für Software- und Performancetests oder Proof-of-Concepts. Für die meisten Plattformen gibt es branchen- oder applikationsspezifische Zusatzkomponenten, die sich mittels Demos testen lassen. Zur Realisierung anspruchsvoller IoT-Gateway-Anwendungen eignet sich etwa die MSys-Plattform mit COM-Express-Mini-Modulen in der Atom-Leistungsklasse. Die Carrierboards sind mit lediglich 100 mm x 100 mm spezifiziert, WLAN, Bluetooth und 2G/3G/LTE sind via Standardmodule einfach zu ergänzen, ebenso Feldbus-Schnittstellen. Software-Komponenten für eine Cloud-Anbindung runden diese Plattform für die Evaluierung als Gateway ab.

Carrierboard, CPU-Modul und Kühlung sollten zumindest als fertig montierte Einheit geliefert werden, wodurch erste Handhabungsfehler vermieden werden. Ist das der Fall, kann sofort mit den eigentlichen Tests begonnen werden.

Modul-Anbieter wie die TQ-Group stellen dies beispielsweise dadurch sicher, dass alle Starterkits vor der Auslieferung durch Techniker aufgebaut, konfiguriert und getestet werden.

Wo es möglich ist, werden die Starterkits von FAEs (Field Application Engineers) sogar vor Ort gemeinsam mit dem Entwickler beim Kunden in Betrieb genommen. So können auch erste Fragen schnell persönlich geklärt werden.

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