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Reihenklemmen Wie sich Motoren bequem anschließen lassen

Autor / Redakteur: Reiner Busse * / Kristin Rinortner

Platz sparen auf der einen Seite, Übersichtlichkeit und Funktionalität auf der anderen – darauf kommt es heute an beim effizienten Schaltschrankbau. Zu diesem Zweck werden immer neue Reihenklemmen für immer spezifischere Anwendungen entwickelt. Zwei Motorenklemmen sind dafür ein Beispiel.

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Motorenklemmen: Übersichtlich und platzsparend zugleich – Klemmen mit Push-in-Anschlusstechnik und vielfältigen Brückungsmöglichkeiten.
Motorenklemmen: Übersichtlich und platzsparend zugleich – Klemmen mit Push-in-Anschlusstechnik und vielfältigen Brückungsmöglichkeiten.
(Bilder: Phoenix Contact)

Um spezifische Anwendungen im Schaltschrank übersichtlich und zugleich platzsparend zu verdrahten, umfasst das Reihenklemmen-Programm Clipline complete von Phoenix Contact entsprechende Produkte: Initiatoren-Aktoren-Reihenklemmen versorgen die Sensoren und Aktoren und verteilen deren Signale. Messertrennklemmen ermöglichen das Messen des Stroms direkt an der Reihenklemme, ohne dass die Verbindungsleitungen aufgetrennt werden müssen. Klemmen mit Dioden signalisieren eine Störmeldung durch eine Leuchtanzeige. Einspeiseklemmen versorgen gleich mehrere Verbraucher. Diese Reihe ließe sich noch um zahlreiche Beispiele ergänzen.

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Reihenklemmen für den Motoranschluss

Die „kleine“ Motorenklemme mit der Bezeichnung PT 2,5-PE/3L und die „große“ Motorenklemme mit der Bezeichnung PT 4-PE/3L sind – wie es der Name schon verrät – für den Anschluss von Drehstrom-Motoren ausgelegt. Die Reihenklemmen haben drei Etagen zum Anschluss der Phasen L1, L2 und L3. Eine weitere Etage ermöglicht den Anschluss eines Schutzleiterkontakts.

Die Motorenklemmen sind nach europäischem IEC-Standard für 800 V ausgelegt, nach dem amerikanischen Standard UL 1059 (Usegroup C) sind die Luft- und Kriechstrecken für 600 V vorgesehen. Die Klemmen sind für einen Maximalstrom von 25 A bzw. 32 A ausgelegt.

Die technische Ausstattung der Klemmen beginnt mit einem Standard-Baustein des Reihenklemmen-Programms Clipline complete – dem Multifunktions- oder Brückenschacht. Darin lassen sich die FBS-Steckbrücken aus dem Standardprogramm verwenden. Sie brücken benachbarte Reihenklemmen komfortabel, weil sie nur geringe Steckkräfte erfordern. Die Motorenklemmen haben pro Etage einen Brückenschacht – der Anwender kann somit eine Klemme als Einspeisung verwenden und mehrere Verbraucher an benachbarten gebrückten Klemmen parallel betreiben. Das verringert den Verdrahtungsaufwand und spart neben Material- und Logistikkosten auch Montagekosten für die ausbleibende Verdrahtung (Bild 1).

Bequemer Push-in-Anschluss

Um den Prozess so effizient wie möglich zu gestalten, wurde für den Leiteranschluss die marktgängige Push-in-Technik gewählt. Damit lassen sich Leiter ohne zusätzliches Betätigungswerkzeug von Hand in die Klemmstelle stecken. Diese Direktstecktechnik fließt in einen Großteil der Neuentwicklungen des Unternehmens ein – nicht nur bei Reihenklemmen, sondern auch bei anderen Komponenten mit Klemmstelle inner- und außerhalb des Schaltschranks.

Mit ihrer effizienten Anschlusstechnik erreichen die Motorenklemmen mit einer Länge von rund 101 und 104 mm sowie mit einer Breite von 5,2 mm und 6,2 mm optimale Maße. Diese Breite haben auch die Reihenklemmen des Standard-Baukasten-Systems. Aufgrund der einheitlichen Teilungsmaße, die auch die anderen Anschlusstechnologien nutzen, lässt sich für das ganze Programm einheitliches Zubehör nutzen. Der Anwender profiziert von der reduzierten Lagerhaltung – etwa bei Einsteckbrücken, Prüfzubehör und Markierungsmaterial.

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