Automotve Electronics

Wie sich mit FRAMs Unfalldaten zuverlässig speichern lassen

| Redakteur: Thomas Kuther

Bild 1: Bei einem Chrash kann ein Unfalldatenspeicher relevante Daten kurz vor, während und kurz nach dem Unfall in nichtflüchtigen FRAM ablegen.
Bild 1: Bei einem Chrash kann ein Unfalldatenspeicher relevante Daten kurz vor, während und kurz nach dem Unfall in nichtflüchtigen FRAM ablegen. (Bild: © Gerhard Bittner - Fotolia)

FRAMs sind nichtflüchtige Speicher, die sich in sicherheitskritischen Anwendungen bewährt haben. Lesen Sie hier, wie sich diese Speicherbausteine in einer so genannten „Black Box“ im Auto einsetzen lassen.

FRAM wird in Hochzuverlässigkeitsanwendungen wie Industriesteuerungen, Automatisierungsanlagen, missionskritischen Systemen in der Raumfahrt und im Militär schon lange erfolgreich verwendet. FRAM hat sich als vertrauenswürdige und zuverlässige nichtflüchtige Speichertechnologie bewährt und ist in vielen Anwendungsgebieten schon seit mehr als 20 Jahren im Einsatz. Leistungsstarke und hochzuverlässige FRAMs sind nach AEC-Q100 Grade-3 (–40 bis 85 °C) oder Grade-1 (–40 bis 125 °C) für Automotive-Anwendungen qualifiziert. Dank seiner hohen Zuverlässigkeit und 1014 Schreibzyklen eignet sich FRAM optimal für die Automobiltechnik der nächsten Generation, die mehr Kraftstoffeffizienz, verbesserte Sicherheitsfeatures sowie High-End-Automatisierungen und Steuerungen bereitstellen wird.

In den meisten Automotive-Subsystemen – Airbags, ESP, Antriebsstrang, Armaturenbrett-Instrumente, Batteriemanagement, Motorsteuerungen und Infotainment-Anwendungen – kann nichtflüchtiger FRAM zur dauerhaften Datenprotokollierung genutzt werden. Nach AEC-Q100 qualifizierte FRAMs halten auch den hohen Temperaturen unter der Motorhaube stand.

Dieser Beitrag behandelt die Verwendung von FRAM für Ereignisdatenschreiber im Auto.

Wie Unfalldatenschreiber funktionieren

Ereignisdatenschreiber (EDR – Event Data Recorder) in der Automobiltechnik ähneln in vielerlei Hinsicht den Datenschreibern aus Flugzeugen und Zügen. Sie werden auch als „Black Box“ oder Unfalldatenspeicher oder -schreiber (UDS) bezeichnet. Unfalldatenspeicher wurden ursprünglich entwickelt, um die Daten unterschiedlicher Steuermodule zu erfassen und an zentraler Stelle aufzuzeichnen. Die erfassten Daten konnten dann analysiert und zur Verbesserung des Airbagverhaltens beim Nachfolgemodell benutzt werden. Ein Unfalldatenspeicher erfasst die Schwere des Aufpralls und misst dazu Auffahrkraft, Geschwindigkeit des Fahrzeugs, Motordrehzahl, Lenkvorgänge, Drosselklappenstellung, Bremsstatus, Status der Sitzgurte, Reifenluftdruck, Warnsignale und schließlich das Auslöse des Airbags.

Der Unfalldatenschreiber zeichnet einige Sekunden vor, während und nach dem Unfall Daten auf, damit die Leistung der Fahrzeugsicherheitssysteme überwacht und beurteilt werden kann. Laut NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration – US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit) können diese Daten wertvolle Informationen über die Schwere eines Unfalls liefern und erlauben Rückschlüsse darüber, ob das Fahrzeug zum Unfallzeitpunkt einwandfrei funktionierte oder nicht. Die in den Unfalldatenschreibern gespeicherten Informationen werden benutzt, um die Hauptursachen für Unfälle zu ermitteln. Diese Ergebnisse helfen den Autoherstellern dabei, bessere Sicherheitssysteme zu entwickeln und zum Einsatz zu bringen. UDS-Daten unterstützen Regierungsbehörden und Straßenbaufirmen dabei, beim Straßenbau geeignete Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um unfallträchtige Bau- und Konstruktionsmängel zu vermeiden.

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Danke für den Hinweis. Hier wurde eine Formatierung nicht mit übernommen. Wir haben den Fehler...  lesen
posted am 07.03.2016 um 13:50 von SLiebing

Die Anzahl Schreibzyklen des FRAMs lesen sich im Artikel nicht wie 10^14 sondern wie 1014. Die...  lesen
posted am 07.03.2016 um 11:09 von Unregistriert


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