Bildschirmschreiber

Wie sich Messdaten flexibel erfassen und auswerten lassen

| Autor / Redakteur: Dennis Kreutzer * / Hendrik Härter

Echtzeit-Überwachung: Ergänzend zu den SmartDAC+-Bildschirmdatenschreibern GP und GX und dem Datenakquisesystem GA10 hat Yokogawa die SmartDAC+-Familie um die Online-Monitoring-Software erweitert.
Echtzeit-Überwachung: Ergänzend zu den SmartDAC+-Bildschirmdatenschreibern GP und GX und dem Datenakquisesystem GA10 hat Yokogawa die SmartDAC+-Familie um die Online-Monitoring-Software erweitert. (Yokogawa)

Ergänzend zu seinen Lösungen für die Datenerfassung hat Yokogawa ein Datenakquise-System ohne Monitor herausgebracht. Mit der dazugehörigen Software lässt sich die SmartDAQ+-Familie konfigurieren.

Datenerfassung leicht gemacht. Mit dem System SMARTDAC+ lassen sich Daten erfassen und regeln, wobei das Bedienkonzept im Mittelpunkt steht. Prozessdaten lassen sich nicht nur messen, sondern auch anzeigen und archivieren. Das Mess-System wird erweitert durch verschiedene GX/GP-Recorder mit integrierten E/A-Kanälen. Innerhalb der Familie hat Yokogawa mit dem Datenakquise-System GM10 ohne Bildschirm eine Erweiterung auf den Markt gebracht. Dabei wird die Kanaldichte erhöht, ohne auf die Langzeitstabilität zu verzichten.

Aufgrund seiner hohen Kanaldichte gepaart mit der flexiblen Modularität eignet sich das System speziell für Messungen, die schnell eingerichtet und parametriert werden sollen. Dabei lassen sich die Kanäle schnell erweitern, damit der Anwender schnell Kontrolle über die wachsende Anzahl von Prüf- und Messroutinen hat. Denn wenn die Anforderungen an die Kanaldichte steigen, erweitert man zügig die Eingangsmodule auf bis zu 10 Module was gleich 100 Kanäle entspricht.

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USB- und optional eine Bluetooth-Schnittstelle

Standardmäßig ist eine Ethernet-Schnittstelle enthalten sowie eine USB- und optional eine Bluetooth-Schnittstelle. Über diese Schnittstellen lässt sich der GM10 schnell und einfach parametrieren. Mit der Bluetooth-Schnittstelle und der Mobilgerätesoftware (App) lassen sich grundlegende Einstellungen vornehmen oder die Messwerte per Tablet oder Smartphone überwachen. Die App unterstützt Androide-Systeme ab der Version Android 4.0. Die immer komplexeren Anforderungen, an die Mess- und Prüftechnik wird dem Datenakquise-System gerecht und schont die Einrichtungsaufwand des Anwenders. Auf Wunsch ist eine zusätzliche RS422/485-Schnittstelle erhältlich, um mit bestehenden Systemen auf Anwender-Seite zu kommunizieren.

Maximal 500 Kommunikationskanäle möglich

Mit der Erweiterungseinheit GX60 lässt sich das System auf bis zu 450 Kanäle ausbauen und das Ganze auch über größere Entfernungen von bis zu 100 m zwischen den Erweiterungseinheiten. Die Verkabelungslänge der Mess-Sensorik kann somit reduziert werden. Der GM10 verfügt neben den Eingangsmodulen zusätzlich über Kommunikationskanäle (Option /MC maximal 500 Kommunikationskanäle) sowie über 50 Mathematikkanäle (Option /MT).

Insgesamt stehen dem Anwender zusammen 1000 Hardware- und Softwarekanäle zur Verfügung. Die Kommunikationskanäle lassen sich über Modbus RTU und Modbus TCP/IP vernetzen, um einen Datenaustausch zwischen hierarchischen Systemen zu gewährleisten. Bei der Entwicklung des Systems hat Yokogawa die bewährte Kommunikationsarchitektur beibehalten. Somit können bestehende Befehlsprogrammierungen bearbeitet und genutzt werden, die beispielsweise für die Geräteserien DA100 und DR ausgelegt sind. Das Datenakquise-System zeichnet sich aus durch:

  • einfache Ergänzung und Erweiterung
  • Verschiedene Eingangs- und Ausgangsmodule
  • Flexible Anpassung an die Messaufgabe
  • Kombination mehrerer Geräte
  • Vorverdrahten des Prüfaufbaus

Die unterschiedlichen Module lassen sich in allen Geräten und Systemen aus der Familie SmartDAC+ verwenden und tauschen. Für den Anwender bedeutet das eine hohe Flexibilität. Komfortabel und einfach lässt sich das Mess-System an die moderne Büro- bzw. IT-Welt anbinden. Die Ethernet-Schnittstelle ermöglicht den einfachen und schnellen Zugang zur Messung zu den Daten oder der Konfiguration. Der eingebaute Webserver überträgt die Messdaten als Kurve, Digitalwert oder Balken in Echtzeit auf jeden Rechner mit einem Web-Browser. Die Dateien werden automatisch über das FTP-Protokoll übertragen. Und schließlich informieren E-Mails über Messdaten und Systemzustände, wenn beispielsweise ein Spannungsausfall auftritt oder ein Alarmzustand definiert worden ist.

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