Wie Raspberry Pi die Rivalen AC Mailand und Inter Mailand eint

| Redakteur: Margit Kuther

VideoMOOD: Vordefinierte Szenarien setzen den San Siro Store ins jeweils passende Licht
VideoMOOD: Vordefinierte Szenarien setzen den San Siro Store ins jeweils passende Licht (Bild: RS Components)

Das Stadion Giuseppe Meazza (San Siro) ist Heimat der beiden rivalisierenden Mailänder Fußballgrößen AC Mailand und Inter Mailand. Die Mini-PC-Platine Rasperry Pi sorgt dafür, dass sich beide Vereine heimisch fühlen.

Dass sich zwei erbitterte Rivalen dasselbe Stadion teilen, ist für die Besitzer des Giuseppe Meazza (ehemals San Siro) aus finanziellen Gründen sicherlich sinnvoll, da während der Saison mindestens ein Spiel pro Woche auf dem berühmten Rasen ausgetragen wird.

Wie aber kann erreicht werden, dass sich die Anhänger beider Vereine tatsächlich wie zu Hause fühlen? Und wie kann sichergestellt werden, dass Ressourcen soweit wie möglich gemeinsam genutzt werden?

Genau dies war die Herausforderung bei der Planung des neuen, 1000 m2 großen Megastores, bei dem auch Raspberry Pi eine Rolle spielt. Wie kann die richtige Atmosphäre für zwei sehr unterschiedliche Typen von Anhängern geschaffen werden, die das jeweils andere Team nicht mögen? Hinzu kommt die Schwierigkeit, dass das eine Team von Nike und das andere von Adidas gesponsert wird, also von zwei Unternehmen, die in ähnlicher Konkurrenz zueinander stehen wie die Fußballvereine.

Zwei separate Läden würden zwei Personalbestände und einen enormen doppelten Aufwand erfordern. Es würde auch bedeuten, dass der entsprechende Store während der Spieltage des anderen Teams geschlossen werden müsste. Das italienische Unternehmen Taloradio Srl wurde mit der Lösung dieses Problems beauftragt. Das Ergebnis: Eine Lösung mithilfe von Raspberry Pi von RS Components als Teil eines Multisensor-Retail-Management-Systems für die Audio-, Video-, Licht- und Duftsynchronisation.

Dank dieses Systems namens VideoMOOD war es möglich, für den San Siro Megastore unterschiedliche vordefinierte Szenarien zu erstellen, die über einen intuitiven Touchscreen umgeschaltet werden können. Jedes Szenario synchronisiert Videobildschirme und Audio zu anpassbaren Inhalten, wobei ein vollständig integriertes Heimautomatisierungssystem auch Lichter und Aromen verknüpft, um mikrothematische Events zu schaffen.

Der Einsatz von Raspberry Pi sorgt für die intelligente Steuerung von Monitoren, während verschiedene Videoformate zur Wiedergabe auf Ladenflächen und Wänden verwendet werden.

Drei vordefinierte Szenarien setzen den San Siro Store ins jeweils passende Ambiente

Das Szenario für spielfreie Tage ist die Standardeinstellung des Stores und sorgt dafür, dass die Ladenfläche in zwei gleichgroße Hälften geteilt wird. In diesem Modus wird die linke Seite des Stores rot beleuchtet, zeigt Videoinhalte zum AC Mailand an und enthält dementsprechende Merchandise-Artikel. Der gegenüberliegende Teil des Stores ist blau beleuchtet, zeigt Videoinhalte zu Inter Mailand an und enthält dessen Merchandise-Artikel.

Der zentrale Bereich ist in neutralem San Siro Branding gehalten, um sicherzustellen, dass Anhänger beider Clubs wie auch Touristen an spielfreien Tagen den Store gleichzeitig besuchen und das volle Sortiment erwerben können. Somit wird auch dafür gesorgt, dass jede Seite des Stores eine eigene Identität hat und sich die Marken nicht vermischen.

Die beiden anderen Szenarien wurden zur Verwendung durch den jeweiligen Club während seiner Heimspiele konzipiert. Bei diesen Szenarien wird die Beleuchtung im gesamten Store auf die Vereinsfarben umgestellt, auf allen Bildschirmen und Displays werden clubspezifische Inhalte angezeigt und sämtliche Spuren des anderen Teams beseitigt.

Dies ermöglicht beiden Clubs, den gesamten Store für die Verwendung bei ihren Heimspielen zu nutzen, um bestmögliche Voraussetzungen für die Maximierung des Umsatzes am Spieltag zu schaffen. Diese Technologie bietet auch die Möglichkeit, den Shop mit vollständig anpassbaren Szenarien, die in das System integriert werden, für alle anderen Sonderevents zu gestalten.

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