Strategie

Wie moderne ERP-Software das Unternehmenswachstum fördert

| Redakteur: Margit Kuther

Auswahlkriterien für modernes ERP

Hersteller mit internationalen Geschäfts- und Lieferbeziehungen sollten daher insbesondere folgende Kriterien bei der Auswahl eines modernen ERP-Systems stellen:

  •  Übergreifende Datenkonsolidierung im Hinblick auf zentrales Master-Daten-Management: Das ist die Grundlage zeitnaher und richtiger Entscheidungen sowie die Voraussetzung für effiziente Datenpflege. Bei der Neu-Installation von ERP-Lösungen können integrierte Dienstprogramme viele Abläufe der Datenmigration automatisieren, konvertierte Daten prüfen und ihre Integrität sicherstellen.
  •  Harmonisierung unternehmensweiter Prozesse: Damit wird die Voraussetzung für kosteneffiziente Standards und einen hohen Automatisierungsgrad der Prozesse geschaffen, die manuelle Eingriffe reduzieren und weniger fehleranfällig sind.
  •  Übergreifendes Lieferketten-Management: Erst dadurch sind Einsparpotenziale in der Warenwirtschaft identifizierbar und Verbesserungen im Hinblick auf Termintreue, Kundenorientierung oder Lagerhaltung möglich.
  •  Konsolidiertes Monitoring des Finanzstatus als Basis strategischer Steuerung: Ein zentraler, integrierter Datenpool verschafft dem Unternehmensmanagement in Echtzeit einen Überblick auch in Detailfragen – etwa auf Kunden und ihre Bonitätsdaten bis hin zu einer konsolidierten Auftrags-, Fakturierungs- und Zahlungshistorie.
  •  Systemintegrierte internationale Transaktionen: Dafür muss die Finanzanwendung im ERP vor Ort lokale regulatorische und steuerliche Anforderungen erfüllen, aber dennoch zentral über eine sogenanntes Master Data Deployment Methode verwaltet werden. Das heißt, die Unternehmensanwendung muss mehrländer- und mehrwährungsfähig sein, um sie weltweit einsetzen zu können.

Kurz gesagt: Wer mit ERP seine Prozesse länderübergreifend entlang der gesamten Wertschöpfungskette steuern kann, profitiert in vielfältiger Weise von seinen ERP-Investitionen:

  •  Präzisere Forecasts und Kostenkalkulationen
  •  Schutz der Gewinnmargen
  •  Verbesserten Cashflow
  •  Optimierte Lagerbestände
  •  Langfristige Kundenbindung durch höherwertige Servicelevels

Beschleunigte Implementierung und Wertschöpfung

Um die strategischen Ziele von ERP-Investitionen beschleunigt zu realisieren, spielen Aspekte wie schnelle Implementierung an verteilten Standorten ebenso eine Rolle wie ein klarer Branchenfokus der Software, der bereits mindestens 85% der nötigen Funktionen ‚Out-of-the-Box’ zur Verfügung stellt. Die besten ERP-Systeme weisen dadurch Implementierungszeiten von vier bis sechs Monaten auf, sofern auch die Vorbereitung stimmt. Dazu gehören:

  •  Volle Unterstützung durch das Unternehmensmanagement, das dem ERP-Projekt hohe Priorität einräumt und die damit verbundenen Erfolgsfaktoren klar kommuniziert.
  •  Definition der eigenen Anforderungen und Ziele, die insbesondere auch die Erfahrungen von Referenzkunden des ERP-Anbieters einbeziehen. So gelingt auch ein realistischer Projektplan, der eine Leistungsbeschreibung sowie den Zeit- und Ressourcenbedarf umfasst.
  •  Bewusstsein für die nötigen Veränderungen in den verschiedenen Unternehmensbereichen, die von einer konsequenten Change-Management-Strategie begleitet werden.
  •  Eine klare Verteilung von Rollen und Verantwortlichkeiten, wobei auch Fachabteilungen einbezogen werden, um Reibungsverluste zu vermeiden und das Projekt zügig vorantreiben zu können.
  •  Praxisorientierte Schulungen, die auf die Unternehmenskultur sowie Größe und Ziele des Unternehmens abgestimmt sind.
  •  Je nach Art der Inbetriebnahme – ob Big Bang oder schrittweise – sorgfältige Systemtests und letzte Trainings mit den Anwendern, um einen reibungslosen Betriebsstart des ERP-Systems zu gewährleisten.
  •  Ein in der Anfangsphase erweiterter Support und Helpdesk in der Landessprache, um die Akzeptanz der Anwender für das neue System zu erhöhen und die Zeit zu verkürzen, bis die volle Leistungsfähigkeit des neuen ERP-Systems ausgeschöpft wird.

Fazit: Moderne ERP-Software kann das Unternehmenswachstum fördern

Moderne Unternehmenssoftware wie ERP kann – wenn sie mit Geschick und Erfahrung ausgewählt und auf die eigenen, insbesondere zukünftigen Anforderungen abgestimmt ist – entscheidend das Wachstum von Unternehmen beschleunigen und damit den Gesamterfolg erhöhen. Die Voraussetzung dafür ist der strategische Wille, die nötigen Veränderungen technisch und organisatorisch auch umzusetzen.

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