Wie man mit hochwertigen DC/DC- Wandlern der Digitalisierung auf die Sprünge helfen kann

Seite: 3/3

Firmen zum Thema

Technische Meilensteine prägen den Wachstumspfad

In den frühen Jahren ging es bei der Entwicklung von DC/DC-Wandlern primär darum, weitgehend bekannte Technik in Standardgehäusen wie DIP24 oder SIP7 unterzubringen. Die Grundtendenz war: Mehr Leistung im gleichen Gehäuse bei geringeren Kosten, höherem Wirkungsgrad und niedrigen Störpegeln.

Im Jahr 2005 brachte RECOM dann mit dem Schaltregler R-78 ein wirklich revolutionäres Produkt auf den Markt, das neue Maßstäbe setzte und schnell zum Industriestandard avancierte.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 25 Bildern

Zuvor waren zur Stabilisierung von Spannungen Linearregler im Einsatz, die sehr heiß werden konnten, was in der Regel relativ große Kühlkörper erforderlich machte. RECOMs neuer R-78 hingegen arbeitete als Schaltregler bei einem Wirkungsgrad von 95% mit minimaler Wärmeentwicklung.

„In den vergangenen zehn Jahren hat unsere R-78xx-Familie viel Nachwuchs bekommen und ein eigenes Marktsegment für Schaltregler definiert“, sagt Karsten Bier nicht ohne Stolz. Entsprechend groß sei heute die Zahl der Anbieter von zumindest optisch gleichartigen Produkten.

Es folgte eine Reihe ultrakompakter Wandler-Familien mit „reinforced“-Isolation bis 10 kV/s für anspruchsvolle Aufgaben in Leistungselektronik und in der Medizintechnik.

In jüngerer Vergangenheit kamen Wandler-Familien hinzu mit dualen, asymmetrischen Ausgängen von +15/–9 V bzw. +20/–5 V, die für den Einsatz in IGBT- und SiC-MOSFET Schaltungen konzipiert waren. Zur electronica 2016 wurde mit dem R420 eine weitere Weltneuheit vorgestellt: Ein Schaltregler, der aus den ungenutzten <4 mA des in der Prozesstechnik weltweit eingesetzten 4-20-mA-Standards Ströme bis 10 mA erzeugt, um damit fernab einer Spannungsversorgung digitale Sensoren und Displays zu speisen.

Neuestes Produkt aus der Powerschmiede in Gmunden ist die R1SX-Serie. Die kaum fingernagelgroßen Winzlinge sind mit Isolationsspannungen bis zu 3 kVDC lieferbar und können bei Temperaturen bis 100 °C betrieben werden. Damit ist man dem Ziel erheblich nahe gekommen, DC/DC-Wandler vollautomatisch in großen Stückzahlen zu produzieren.

Die Wandler sind in „tape & reel“-Konfiguration für Bestückungsautomaten geeignet und entsprechen bereits der neuen IEC/EN/UL 60950.

Weichenstellung für die Zukunft

Ende 2014 hat RECOM die neue Firmenzentrale in Gmunden eingeweiht. In der weitgehend energieneutralen, gläsernen Manufaktur sind neben einem hochmodernen Logistik-Center auch Grundlagenentwicklung, Qualitätssicherung und Produktsupport untergebracht. „Allein in unser hochmodernes EMV-Labor haben wir fast zwei Millionen Euro investiert“ sagt Bier. Damit möchte man nicht nur den Zertifizierungsprozess eigener Produkte beschleunigen, sondern auch Kunden die Möglichkeit geben, Prototypen vor der offiziellen Zertifizierung verifizieren zu lassen. Auch führt man im angegliederten Campus in regelmäßigen Abständen Seminare durch, um Kunden in die Thematik der elektromagnetischen Verträglichkeit einzuführen und an praktischen Beispielen Lösungsansätze zu erarbeiten.

Auf mittlere Sicht möchte man dieses Konzept in alle wichtigen Regionen exportieren um allen Kunden weltweit den bekannt guten RECOM-Support bieten zu können. Als One Stop Shop wolle man die gesamte Powerarchitektur abbilden – vom Schaltschrank bis zum Internet of Things. Alles solle dem Ziel untergeordnet sein, gemeinsam mit Kunden und Partnern die Digitalisierung so effizient wie möglich voranzutreiben.

(ID:45071095)