Wie man Maschinen die Kommunikation beibringt

Seite: 3/3

Firmen zum Thema

Unternehmen, die die Veränderung offen angehen, profitieren von Werkzeugen für die Prozesse strategischer Entscheidungsfindung: automatisch erfasste Echtzeit-Informationen aus allen Stufen der verschiedenen Prozesse. Planung und strategisches Management handeln auf der Basis objektiver Ist-Daten, statt sich auf Prognosen zu verlassen. So werden zeitnah Änderungen der Arbeitsabläufe und Prozesse möglich. Abweichungen von den gesetzten Zielen der verschiedenen Prozesse werden automatisch und objektiv bewertet.

So wird die paradoxe Situation verhindert, in der ausgeklügelte Management-Systeme Kosten und Anforderungen „einzelner Bereiche“ berechnen oder wo auf Excel-Arbeitsblättern einzelne Tätigkeiten verschiedener Bereiche verwaltet werden, wobei häufig die Daten von ausgedruckten Berichten von Bedienern oder ausgedruckten Dokumenten des Werksleiters stammen, die von geringem Austausch und schwacher Integration der Daten geprägt sind.

Bildergalerie

Technologien des Produktionsleitsystems

In einem Szenario, in dem die Produktion von Halbfertig-Fabrikaten wettbewerbsfähig und nachhaltig sein muss, spielt die Informationstechnologie für Prozessdaten und industrielle Überwachung eine strategische Rolle, um Reserven bei Effizienz und Konkurrenzfähigkeit nutzbar zu machen.

Die Informations- und Kommunikations­technologien, die einem Produktions­leitsystem (MES) zugrunde liegen, können Informationen aus dem Feld erfassen, standardisieren, organisieren und verteilen. Das Ziel von MES-Lösungen ist es, vorhandene Lücken zwischen einzelnen Managementsystemen zu schließen. Die Lösung kann nicht nur technologischer Natur sein, auch andere Faktoren tragen dazu bei, die tatsächliche Effizienz der Industrie 4.0 zu erreichen. Einige von ihnen hängen ausschließlich vom Management des Unternehmens und seinen Auswahl-Entscheidungen ab: Arbeitsmethode, technologische Entwicklung, Modell der Unternehmen­sorganisation, Systeme zur Datenerfassung, Schulung der Mitarbeiter und strategische Partnerschaften.

Die alleinige Anwendung der Technologie, ohne bewährte Methoden und klare, organisationsbezogene Arbeitsabläufe, Prozesse und Ziele, kann vielleicht kurzfristige Erfordernisse befriedigen oder spezielle Prozess-Aspekte bedienen. Sie wird aber nicht zum strategischen Werkzeug, das jede Funktion innerhalb des Unternehmens unterstützt. Vor der Einführung eines MES-Systems ist eine intensive Vorbereitungsphase erforderlich, in der die Ziele, Arbeitsabläufe, das aktuelle Umfeld und die Unternehmensabläufe bewertet werden und ggf. Teilhaber mit einbezogen werden.

Diese Vorstufe der Bewertung ist eine wichtige Voraussetzung für die Implementierung des Systems, ebenso wie die Wahl eines kompetenten und zuverlässigen Partners, der nachweislich über das entsprechende Know-how und die Fähigkeiten für dieses Projekt verfügt.

Hierzu hat Seica hat eine Vereinbarung mit Zucchetti, dem italienischen Marktführer für die Implementierung von Management-Software, unterzeichnet. Ziel war es, ein MES-System in Betrieb zu nehmen, das in der Lage ist, die durch das Seica-System erfassten Überwachungsdaten sowie die Prozessdaten zu integrieren, die verdeckten Produktionskosten aufzudecken, die Versorgungskette zu verbessern und die Produktionsprozesse vollständig zu überwachen.

* Luca Corli ist Sales Director worldwide bei Seica SpA

(ID:44915654)