Ladeinfrastruktur für Elektroflotten

Wie intelligentes Lastmanagement den E-Mobil-Fuhrpark flott hält

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Synchrones Laden aller Fahrzeuge ist nicht immer sinnvoll

Bei einem elektrischen Fuhrpark wie bei Deutsche Post DHL und einem gleichzeitig hohen Energiebedarf des Firmengeländes – in diesem Fall durch die mechanisierte Zustellbasis – ist ein synchrones Laden aller Fahrzeuge aus Kosten- und Kapazitätsgründen nicht sinnvoll. Die Ladestationen sind daher so steuerbar, dass der komplette für die Fahrzeugladung verfügbare Zeitraum genutzt werden kann, um die Fahrzeuge entsprechend ihres Energiebedarfs aufzuladen.

Die intelligente Steuerung der Ladevorgänge ermöglicht es, durch eine Reduzierung der Spitzenlast die verfügbare Anschlussleistung wirtschaftlich auszunutzen. Aber nicht nur bei Deutsche Post DHL sind die Zeiten, zu denen die E-Autos zur Verfügung stehen müssen, vorher bekannt. Auch Kommunen oder Unternehmen mit einer eigenen Fahrzeugflotte können von der zeitgesteuerten Aufladung profitieren.

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Ladesäulen für den öffentlichen und halböffentlichen Bereich

Kellner Telecom und Langmatz sind seit 2009 im Bereich Elektromobilität tätig und auch in einigen Forschungsgruppen aktiv. Das mittelständische Familienunternehmen Kellner Telecom ist spezialisiert auf die Errichtung von leistungsfähigen Infrastrukturen und deren bedarfsorientierten Dimensionierung.

Langmatz hat den Schwerpunkt auf die Entwicklung von Ladesäulen gesetzt, die ideal für den öffentlichen und halböffentlichen Bereich geeignet sind. Alle relevanten Messdaten sind über eine intelligente und schlanke Leitwartenanbindung auslesbar. Auch bei privaten Stationen stellt sich die Frage, ob die Hausinstallation hinsichtlich Strombelastbarkeit und Absicherung der Anschlussleistung auf dem aktuellen Stand ist.

„Hier können wir mit den Erfahrungen unzähliger Installationen auch im Privatkundengeschäft die Mobilitätsanbieter unterstützen“, erläutert Frank Scherff, der für die strategische Unternehmensentwicklung bei Kellner Telecom zuständig ist. Das bundesweit tätige Unternehmen hat bereits eine Vielzahl von Ladepunkten errichtet und kennt daher die Vor- und Nachteile der verschiedenen Systemansätze, die dafür sorgen sollen, dass ein Maximum an Zuverlässigkeit und elektrischer Sicherheit beim Laden gegeben ist.

So gehört zur Entwurfs- und Genehmigungsplanung auch die Ausarbeitung technischer Feinkonzepte: Je nachdem, wer Zugang haben soll, muss beispielsweise ein Zugangsschutz in Form eines Schlüsselschalters oder eines RFID-Lesegeräts eingerichtet werden. Zusätzlich gilt es zu berücksichtigen, dass die Fahrzeuge je nach Hersteller mit unterschiedlichen Anschlussvarianten ausgeliefert werden. „Die europäischen Fahrzeughersteller verwenden inzwischen Typ 2-Steckverbindungen, beziehungsweise in Zukunft den Combostecker. Bei den japanischen Herstellern sieht das heute noch anders aus. Auch das ist ein wichtiger Planungsaspekt“, erklärt Frank Scherff.

Gerätevorhaltung, Hardwaretausch und Software-Updates

Neben der Gerätevorhaltung und dem Hardwaretausch gehört auch die Aktualisierung der Software zu den Dienstleistungen, die das Unternehmen anbietet. Da jedes Fahrzeug zu 100% auf die Funktionalität der Ladeinfrastruktur angewiesen ist, übernimmt das Unternehmen Überwachungs-, Hotline- sowie Bereitschaftsdienste und führt bei Bedarf Entstörungen und Wartungen durch.

* Gregor Kellner ist Geschäftsführer der Kellner Telecom GmbH in Korntal-Münchingen.

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