ECAD/MCAD-Interface

Wie Google Sketchup Ingenieuren hilft, MCAD und ECAD zu verbinden

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Collada-Format für interaktives 3D

Bisher lag die Schwierigkeit darin, das physische Design eines dieser Sketchup-Objekte mit den Leiterplatten und Steckverbindern zu vereinigen, die in das Objekt passen müssen. In seiner Standardform bietet Sketchup keine Unterstützung für das IDF-Dateiformat. Der Datenaustausch basiert auf dem Collada (Collaborative Design Activity) Interchange-Format. Das von der Khronos Group verwaltete XML-basierende Collada-Format hat sich zum wichtigsten Interchange-Format für Benutzer von interaktivem 3D entwickelt. Seine Unterstützung für verschiebbare, interaktive Objekte würde es auch für Sketchup prädestinieren. Leider ist es kein Format, das von ECAD-Tools verwendet wird.

RS-Konverter wandelt IDF-Daten ins Collada-Format

Um diese Lücke zu schließen, hat RS Components einen Dateikonverter entwickelt, der IDF-Dateien in das Collada-Format umwandelt. Dieser Dateikonverter von RS Components mit der schlichten Bezeichnung "PCB Converter" ist kostenlos etwa über das Elektronik-Portal der RS-Site erhältlich.

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Die Kombination von einem ECAD-Tool, das IDF-Dateien für den Gebrauch mit MCAD-Software generiert, und Google Sketchup bietet so eine End-to-End-Lösung für die Visualisierung vollständiger elektronischer Systeme in 3D.

Nach dem Import eines konvertierten Leiterplattenlayouts in Sketchup können Entwickler dann das Aussehen des Modells verfeinern. Steckverbinder und andere Baugruppen sind detailliert in der Bibliothek von 3D-Komponentenmodellen vertreten, die bei RS heruntergeladen werden könnnen. Beispielsweise lassen sich Taster und Sensoren genau positionieren. So ist zu sehen, wie diese im Leiterplattenlayout und dem externen Gehäuse integriert sind.

Elektronikentwickler können mit Hilfe dieser Werkzeuge wichtige Designentscheidungen sofort treffen, ohne auf teure Prototypen bzw. externe Modelle warten zu müssen. Zudem wird keine wertvolle Zeit mit nachträglichen Designänderungen verschwendet. Gleichzeitig erhalten Elektronikentwickler größere Einblicke in die MCAD-Domäne. Sie können dieses neu gewonnene Wissen einsetzen, um Designs zu entwickeln, die einfacher zu fertigen sind. Der entscheidende Vorteil für alle Beteiligten liegt jedoch darin, dass die Mauer zwischen elektronischem und mechanischem Design endlich durchbrochen und die beiden Disziplinen somit effektiv zusammenarbeiten können.

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