Gebäudesteuerung

Wie Finke in seinen Möbelhäusern mit KNX Energie spart

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Licht wird planmäßig eingesetzt

Der Markt öffnet täglich um 10:00 Uhr. Von 7:00 Uhr bis zur Eröffnung wird auf- und eingeräumt und weitere Vorarbeiten werden getroffen. Dazu müssen die Verkaufsflächen nicht durchgängig beleuchtet werden. Dort wo gearbeitet wird – und Präsenzmelder erkennen das - herrschen optimale Lichtverhältnisse, andere Bereiche sind noch dunkel. Ohne diese Steuerung würde elektrische Energie für die Beleuchtung vergeudet.

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Zum Ende des Geschäftstages wird das Licht planmäßig um ein Drittel reduziert. Auch wird das Tageslicht gemessen und berücksichtigt. Wie oft sieht man vom natürlichen Licht und zusätzlich mit elektrischem Licht beleuchtete Schaufenster, Ausstellungsflächen, Parkplätze und Fassaden. Nicht so bei Finke. Jeder Raum und jedes kleine Segment im Verkaufsbereich ist einzeln adressierbar. Ein wichtiges Kriterium für die Stromrechnung sind Lastspitzen. Diese entstehen in konventionellen Häusern morgens beim „Hochfahren“ des Gebäudes. Tausende von Leuchten und Vorschaltgeräten starten gleichzeitig, ebenso Gebläse und Pumpen und in der Gastronomie starten Öfen, Kaffeemaschinen und Wärmesysteme. Die Folge ist eine enorme Verbrauchsspitze. Nicht so beim gemanagten System bei Finke. Dies ist darauf ausgelegt, Spitzen zu vermeiden. Dank Vernetzung mit dem EIBPORT klappt dies absolut zuverlässig.

Ganz unterschiedliche Szenarien sind möglich

Wochentage, Samstage, verkaufsoffene Sonntage und die Vorweihnachtszeit bedeuten unterschiedliche Szenarien. Das Steuerungssystem, das auf Basis der EIB-Ports und Facility-Master von BAB-Technologie von Dietmar Schneider und seinem Team entwickelt wurde, verfügt über einen Kalender. Auch kurzfristige Änderungen, beispielsweise wegen Stadtfesten und anderer Ereignisse, lassen sich per Mausklick einstellen. Kein mühsames Schalten hunderter von Leuchten und manueller Steuerung von Lüftung und Heizung, Und dabei steht nicht die Bequemlichkeit im Fokus, sondern die Zuverlässigkeit.

Ein echter Hingucker ist die Fassade. Die RGB-LED-Strahler von Philips sind von Dietmar Schneiders Kommandostand in Farbe und Intensität frei ansteuerbar. Ob französische Nationalfarben nach dem Terroranschlägen von Paris oder Weihnachtsstimmung: mit der KNX-Steuerung ist alles möglich.

Ein wichtiger Aspekt bei Systemen dieser Komplexität ist die IT-Sicherheit. Es könnte rein theoretisch für Kriminelle interessant sein, das IT-System mit der Gebäudesteuerung eines Möbelhauses zu kapern und das Unternehmen zu erpressen. Finke hat hier Vorkehrungen getroffen, damit so etwas nicht passieren kann. Nach außen hin zum Internet wurden hohe Schutzstandards implementiert aber auch gegen Angriffe von Innen wurden dank der EIB-Ports und des Facility-masters die bestmöglichen Verfahren umgesetzt. So ist es wohl praktisch ausgeschlossen, dass die Gebäudesteuerung von Kriminellen „übernommen“ werden kann. Die Finke-Möbelhäuser in Paderborn, Münster, Jena, Erfurt und Kassel sind, wie das Haus in Hamm, ausgestattet und lassen sich aus Hamm heraus steuern und überwachen.

Standards im Smart Home

* Günther Ohland ist freier Fachjournalist und Buchautor sowie Erster Vorsitzender der Smart Home Initiative Deutschland e.V.

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