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Wie Erhitzen von Aluminium und Ruthenium Schweißen, Löten, Kleben ersetzt

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Vorteil gegenüber Nickel-Aluminid

„Im Vergleich zu Nickel-Aluminid, das von anderen Forschern bereits untersucht wurde, hat unser Verfahren den Vorteil, dass die Zwischenschicht durch die Reaktion nicht spröde wird und damit auch mechanisch äußerst belastbar ist“, sagt Frank Mücklich.

Da man ohne die gleichmäßige Hitze eines Schmelzofens auskommt, lassen sich mit der neuen Methode empfindliche Elektronikbauteile auf engstem Raum miteinander verbinden.

„Durch den Laserimpuls können wir die chemische Reaktion der Ruthenium-Aluminium-Schicht an wenigen Punkten auslösen und so steuern, dass auf winzigen Flächen kurzzeitig eine starke Hitze entsteht und nur wenige Mikrometer weiter normale Zimmertemperaturen herrschen“, nennt Mücklich als weiteren Vorteil.

Diese flexible Steuerung mache das Verfahren auch für Bauteile interessant, bei denen Metalle mit Kunststoffen oder Verbundmaterialien verbunden werden müssen, etwa in der Automobil- und Flugzeugindustrie.

„Man könnte die verbindende Schicht zum Beispiel so aufbauen, dass die Wärme sowohl das Metall als auch den sich völlig anders verhaltenden Verbundwerkstoff mit der jeweils passenden Energiemenge aufschmilzt. Dann könnte man, wie wir vermuten, beide blitzartig miteinander verschweißen“, erklärt der Saarbrücker Forscher.

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