Lieferantenmanagement

Wie Einkäufer die besten Lieferanten und Produkte finden

| Redakteur: Margit Kuther

Zu teuer vs. bester Preis: Die Punkte über der Benchmark-Linie signalisieren “teurer als Benchmark”, die Punkte darunter “günstiger als Benchmark”.
Zu teuer vs. bester Preis: Die Punkte über der Benchmark-Linie signalisieren “teurer als Benchmark”, die Punkte darunter “günstiger als Benchmark”. (Bild: Saphirion)

Ein effizientes Lieferantenmanagement deckt nicht nur Kostensenkungspotenziale auf, sondern stärkt auch die Verhandlungsposition des Einkäufers.

Doch die kontinuierliche Bewertung der einzelnen Lieferanten hinsichtlich Preis und Leistung stellt den Einkauf häufig vor eine große Herausforderung: Die Vielzahl und Komplexität der Sachnummern ist immens und mit herkömmlichen Mitteln kaum überschaubar. Zudem sind die Leistungen einzelner Lieferanten auf den ersten Blick nicht immer vergleichbar.

Um ein regelmäßiges Benchmarking des gesamten Beschaffungsportfolios dennoch sicherzustellen, wurde eine intelligente Methodik entwickelt: Das Performance Pricing (PP) macht das Preis-/Leistungsverhältnis unterschiedlichster Teilearten und vieler Sachnummern schnell vergleichbar und ist dank Softwarelösungen wie NLPP der Schweizer Saphirion AG heutzutage in großem Stil anwendbar.

Ermittlung von Benchmarks anhand von Leistungs- und Preistreibern

Die Grundidee von PP liegt darin, dass beim Benchmarking ausschließlich durch den Anwender selektierte technische Leistungs- und Preistreiber im Verhältnis zum Preis berücksichtigt werden.

Durch die klare Definition der zu berücksichtigenden Werte erfolgt die Benchmark-Berechnung objektiv aus den vorhandenen Daten mit Hilfe eines bewährten mathematischen Verfahrens – im Fall einer Softwarelösung voll automatisch.

Dieses Vorgehen bietet viele Vorteile zu anderen Ansätzen, die eine Vergleichsbasis schaffen möchten: Weder sind Spezial-Knowhow über Fertigungsprozesse oder aufwändige Lieferantenaudits notwendig, noch kommen obskure Benchmark-Datenbanken oder Eigenkalkulationsverfahren zum Einsatz, die die Erfassung hunderter, teils geschätzter, Parameter erfordern.

Der Preisbenchmark dient als Vergleichsbasis für alle Lieferanten und ermöglicht eine durchgehende Analyse d

Anwendung im Tagesgeschäft

Die Anwendung einer PP Software folgt einem klar definierten Ablauf:

1. Im ersten Schritt erfolgt die Definition der zu betrachtenden Leistungs- und Kostentreiber. Dabei hat sich eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Einkauf und Technik als sinnvoll erwiesen um die Frage “Welche Parameter sind für uns bei dieser Produktgruppe wichtig?” zu beantworten.

2. Als nächstes berechnet die Software verschiedene Benchmarks vollautomatisch um

3. anschließend für jede Sachnummer einen Zielpreis zu berechnen.

4. Anschließend erfolgt die Analyse der Abweichungen zwischen aktuellem Preis und berechnetem Zielpreis.

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