Maschinensteuerung

Wie ein Fingerdruck komplexe Falzvorgänge aktiviert

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Langlebige Produkte mit hohem Anspruch

Bei den Falzmaschinen von Heidelberg Postpress handelt es sich um langlebige Produkte, die zehn oder mehr Jahre im Einsatz sind. „Darüber hinaus garantieren wir unseren Kunden auch, dass die Nachlieferung von Ersatzteilen sowie der Support weitere 15 Jahre problemlos möglich sind, womit wir pro Maschine auf eine produktive Lebenszeit von 25 Jahren und mehr kommen“, erklärt Pasquale Aloe, zuständiger Einkäufer für Hardware-Komponenten.

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„Da kann der Lifecycle von Elektronikkomponenten aufgrund der schnelleren Entwicklungszyklen im Hightech-Bereich natürlich nicht mithalten, weshalb für die von uns verwendeten Steuerelemente dann nach einem gewissen Zeitraum ein Re-Design anstand.“

„Es geht in so einem Fall ja nicht nur um den reinen Austausch von Elektronik-Hardware, vielmehr haben wir im Zuge des Re-Designs auch beschlossen, das Betriebssystem des Steuerungsrechners von Windows XP auf Windows 7 zu migrieren“, berichtet Karl-Heinz Wilhelm. „Infolge dessen mussten auch neue Treiber entwickelt und das BIOS angepasst werden.“

Es galt also, zusätzlich neue Software zu entwickeln und ausreichend Tests zu fahren, bis die neue Technologie ihre Feuertaufe bestehen und praktisch eingesetzt werden konnte. „Wichtig war uns auch, dass nicht nur die neuen Maschinen einwandfrei mit den aktuellen Komponenten arbeiten, vielmehr sollte ebenfalls garantiert sein, dass bei einem Austausch auch die alten Maschinen weiterhin problemlos funktionieren und die vom Kunden gewünschten Leistungen wie gewohnt erbringen.“

Fit für die Zukunft mit Kontron-Modulen

Auf der Basis des Kontron-Moduls COMe-BiP2 sowie des kundenspezifischen Carrier Boards B610 entwickelten die Spezialistenteams der Kooperationspartner eine zukunftsorientierte Steuerungseinheit für die Falzmaschinen. Eine breite Palette an Schnittstellen garantiert die nahtlose Integration der Lösung in die unterschiedlichsten Infrastrukturen. Damit ist der Betrieb der Steuerungseinheit durchgängig gesichert.

Für die neue Version der IPC-Steuereinheit finden die Spezialisten lobende Worte: „Das System ist schneller geworden, was besonders beim Start der Falzmaschine auffällt, die heute deutlich schneller betriebsbereit ist“, so Karl-Heinz Wilhelm. „Darüber hinaus bietet uns der neue Industrie-PC aufgrund des ausgebauten Speichers die Möglichkeit, neue Leistungsmerkmale hinzuzufügen, mit denen wir unseren Kunden die Arbeit mit unseren Maschinen erleichtern.“

Äußerlich habe sich das System dagegen kaum verändert, was den Vorteil hat, dass die neue Einheit bei einem notwendigen Austausch problemlos in vorhandene Maschinen integriert werden kann, ohne dass Heidelberg Postpress Bauteile der Geräte verändern oder wechseln muss. „Damit bleibt auch für unsere Kunden alles beim Alten, sie müssen sich nicht an neue Funktionselemente gewöhnen, profitieren aber von einer deutlich besseren Leistung“, so Pasquale Aloe.

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