Anlagen und Maschinen bedienen

Wie ein angepasstes Bediensystem für mehr Sicherheit sorgt

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Auch bei der Steuerungselektronik und Netzwerkeinbindung variieren die Anforderungen je nach Einsatzbereich. Wo liegen die Schwerpunkte?

Heute müssen sich Bedien- und Steuerungseinheiten in unterschiedlichste Bus- bzw. Netzwerkstrukturen einbinden lassen. Deshalb haben wir einen speziell für Bedienfelder optimierten 32-Bit-Tastaturcontroller mit TPS-1-Interface im sogenannten PROFINET-Standard entwickelt. Der Controller lässt sich für vielfältige Bedienfronten adaptieren und ermöglicht es, die Bedieneinheit in eine bestehende PROFINET-Architektur sicher zu integrieren. Er wird von uns als einsatzfertige Einheit angeboten oder kommt bereits integriert in kundenspezifischen Eingabepanels und verschiedenen Gehäuseausführungen zum Einsatz.

Im Nutzfahrzeugbereich sind vor allem CAN-basierte Bediensysteme gefragt, die wir als anschlussfähige Komplettlösungen bereitstellen. Außerdem führen wir mit unseren CAN-Standardmodulen besonders wirtschaftliche Keypads, die leicht zu montieren sind und bedarfsgerecht mit variabler Tastermatrix, gewünschten Ausleuchtungsvarianten und Betätigungskräften sowie kundenspezifischem Foliendesign ausgestattet werden können.

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Ein Markenzeichen Ihres Unternehmens ist die Griessbach-Leuchttaste. Worin besteht ihre Besonderheit?

Die Griessbach-Leuchttaste haben wir bereits im Jahr 1999 im Auftrag eines Kunden entwickelt, der eine flexibel einsetzbare Alternative zu den teuren Leuchtdrucktastern etablierter Hersteller suchte. Das Ergebnis, das wir als Gebrauchsmuster haben schützen lassen, war eine Tasterkappe mit einer Leuchtfläche von 17 mm x 17 mm bei gleichmäßig garantierter Ausleuchtung. Die Kappe kann auf SMD-bestückbaren Tasten diverser Hersteller mit unterschiedlichen Betätigungskräften und Schutzgraden montiert werden.

In der Folge haben wir die Funktionalität unserer Leuchttaste immer weiter ausgebaut. Beispielsweise hat der Anwender die Möglichkeit, die Lichtstärke der Taste an die jeweilige Umgebungshelligkeit anzupassen. Wenn es die Anwendung verlangt, dann lässt sich die Hintergrundbeleuchtung mit einer Funktionsbeleuchtung überlagern.

Auch verschiedene Farbwechsel sind problemlos und sehr kostengünstig realisierbar. Mit diesen Beleuchtungsoptionen wird der Bereich für die Eingabe auch im Dunkeln verlässlich kenntlich gemacht. Durch Unterteilung der Taste in bis zu vier separat ansteuerbare Segmente ergaben sich weitere Möglichkeiten der lichtgeführten Bedienung, auf die wir seither ein besonderes Augenmerk legen.

Was zeichnet Ihr Konzept der lichtgeführten Bedienung aus?

Hier handelt es sich um ein ganzes Spektrum von Beleuchtungsoptionen, die miteinander kombiniert eine besonders übersichtliche Bedienung gewährleisten. Dazu zählen die funktionsabhängige Teilbeleuchtung einzelner Tasten, die Signal- und Nachtbeleuchtung sowie das Ausblenden inaktiver Funktionen. Die Teilbeleuchtung eignet sich beispielsweise, um Eingaben und Schaltzustände, wie etwa die Umstellung von 12 auf 24 V oder Stundenbetrieb, eindeutig und unverwechselbar anzuzeigen.

Die auf der Leiterplatte platzierten Leuchtdioden ermöglichen neben der verschiedenfarbigen Ausleuchtung der Teilbereiche auch den Wechsel der Anzeigefarbe in Abhängigkeit von der getätigten Eingabe. Um die Übersichtlichkeit gerade bei komplexen Bedienfronten weiter zu erhöhen, können aktuell nicht zur Verfügung stehende Eingabeoptionen ausgeblendet bleiben. Der Effekt des Verschwindens hat eine sehr wichtige Funktion: Beugt er doch einer Reizüberflutung und dadurch verursachten Fehleingaben vor. Zur Signalbeleuchtung, die auch bei direkt einfallendem Sonnenlicht zuverlässig den Eingabestatus kenntlich machen muss, integrieren wir leuchtstarke LEDs in unsere Bedieneinheiten. Für einen sicheren Nachtbetrieb können wir die Symbole und Skalen der Bedienfront mit einer dimmbaren Hinterleuchtung in verschiedenen Farben ausstatten. Dabei passen Helligkeitssensoren oder eine spezielle Auswertelogik die Beleuchtungsstärke automatisch an.

Welche weiteren Formfaktoren und Designmerkmale unterstützen die Bediensicherheit auch unter erschwerten Bedingungen?

Neben visuellen Eigenschaften ist eine präzise Fingerführung wichtig. Unsere Eingabefronten statten wir mit verschiedenen haptischen Orientierungshilfen aus. Mit speziellen Folienprägungen lassen sich Form und Kontur der Schaltoberflächen den Kundenwünschen anpassen. Erhabene Orientierungsstege an den Rändern der Tasterfelder, eine durch Folienausprägungen hervorgehobene Eingabe oder auch Mulden erleichtern die Handhabung und ein direkter Blickkontakt ist nicht notwendig. Diverse optisch ansprechende Kunststoffelemente unterstützen die Fingerführung.

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