Sicherheitskritische Systeme Wie EBV-Experten bei der Entwicklung von Medizintechnik helfen

Autor / Redakteur: Markus R. Vogt * / Margit Kuther

Die „Task Force“ der EBV Elektronik bietet europäischen Herstellern medizinelektronischer Geräte schon in der Design-in-Phase effektive Unterstützung an. Denn Medizintechnik ist innovativ, aber anspruchsvoll.

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Ultraschallgerät: Die Anforderungen an elektronische Komponenten für medizintechnische Produkte sind sehr hoch (Bild: EBV)
Ultraschallgerät: Die Anforderungen an elektronische Komponenten für medizintechnische Produkte sind sehr hoch (Bild: EBV)

Gerade auch aus Sicht der Elektronik bietet der Markt für Medizintechnik spannende Entwicklungen: Elektronische Komponenten werden immer energieeffizienter und erfordern immer weniger Bauraum. Sie bilden damit die Basis für den aktuellen Trend, Medizingeräte, die bisher oft als große, schwere Geräte an einen festen Ort gebunden waren, jetzt auch als portable Version zu realisieren. Ein Beispiel hierfür sind tragbare Ultraschallgeräte, mit denen schon am Unfallort detaillierte Untersuchungen möglich sind.

Elektronik ist auch die Basis für Funktechnologien, die immer mehr Anwendungen im Krankenhaus erobern. ZigBee und BlueTooth verbinden kabellos die verschiedenen Geräte zum Beispiel innerhalb eines Operationssaals und ermöglichen damit deren zentrale Steuerung und Verwaltung. WLAN macht alle für eine Diagnose und Therapieentscheidung relevanten Daten an jedem Ort und zu jeder Zeit zugänglich.

Mit der Entwicklung leistungsfähiger und sicherer RFID-Komponenten ist es jetzt auch im Krankenhaus möglich, Gegenstände und sogar Patienten nicht nur zu orten, sondern auch gleich wichtige Daten mitzuliefern. So kann ein Armband mit RFID-Chip einen Patienten nicht nur identifizieren, sondern zum Beispiel auch Informationen zur Medikamentation speichern.

RFID bietet aber auch Sicherheit bei der Wartung der medizinischen Geräte: Denn damit lässt sich nicht nur die Wartungshistorie aufzeichnen, sondern mit Hilfe der Funkchips kann auch sichergestellt werden, dass ein eventuell nötiges Ersatzteil ein Original ist und nicht eine billige Kopie vom Schwarzmarkt.

Umfassendes Portfolio und spezielle Medizintechnik-Beratung

In der Summe ermöglicht Elektronik eine wesentliche Verbesserung der Patientenversorgung, aber auch eine deutliche Steigerung der Effizienz aller Prozesse im Krankenhaus. EBV Elektronik bietet als einer der führenden Distributoren für Halbleiter in den EMEA-Ländern ein umfassendes Portfolio an elektronischen Bausteinen. Doch das Marktsegment der Medizintechnik stellt dabei ganz eigene Anforderungen an die elektronischen Bauelemente – und insbesondere an die Halbleiter.

Daher hat EBV dazu seine Kompetenzen in dem speziellen Vertriebssegment Medical gebündelt. Hier steht ein zehnköpfiges Expertenteam bereit, um Hersteller elektronischer medizinischer Geräte bei der Entwicklung ihrer Systeme zu unterstützen. Mehr als 100 Applikationsingenieure (Field Application Engineers – FAEs) ergänzen dabei das Expertenteam von EBV alleine in Europa. Von ihren Standorten in den Regionen sind sie – orts- und zeitnah – erste Ansprechpartner bei Fragen rund um das Thema Elektronik in der Medizintechnik.

EBV ist Schnittstelle zwischen Hersteller und Endkunde

EBV ist darüber hinaus eine wichtige Schnittstelle zwischen Halbleiterherstellern und Endanwendern. Ein Aspekt ist dabei beispielsweise die Langzeitverfügbarkeit elektronischer Bauteile: Denn mit dem Einzug der Wireless Communication in den Healthcare-Bereich werden Technologien genutzt, die ursprünglich für den schnelllebigen Consumer-Bereich gedacht waren.

Typisch ist hier ein Lebenszyklus von zwei Jahren Für langfristige Anwendungen in der Medizintechnik wäre das jedoch nicht akzeptabel. In Zusammenarbeit mit EBV definieren daher immer mehr Halbleiterhersteller Bauteile aus ihrem Portfolio, für die sie eine Verfügbarkeit von zehn oder sogar 15 Jahren garantieren.

Garantierte Zuverlässigkeit und vorkonfigurierte Frontends

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