Wie die Blockchain 3.0 das Internet of Things verändert

| Redakteur: Kristin Rinortner

Kristin Rinortner, Redakeurin ELEKTRONIKPRAXIS: „Blockchain 3.0 könnte demnächst zum Paradigmenwechsel in vielen unterschiedlichen Bereichen führen.“
Kristin Rinortner, Redakeurin ELEKTRONIKPRAXIS: „Blockchain 3.0 könnte demnächst zum Paradigmenwechsel in vielen unterschiedlichen Bereichen führen.“ (Bild: VBM)

Die digitale Vernetzung von smarten Objekten über intelligente Dienste prägt das Internet der Dinge. Damit soll die Interaktion zwischen Mensch und Maschine sowie Maschine und Maschine verbessert werden. Intelligente „Dinge“ müssen dazu autonom agieren. Hier kommt die Blockchain als dezentrales Element und unabhängige, übergeordnete Instanz ins Spiel.

Mithilfe von Smart Contracts, wie die Plattform Ethereum, lassen sich im IoT mit Maschinen eindeutige Vereinbarungen treffen, die in beide Richtungen geprüft funktionieren. So können Maschinen ihre Dienstleistungen direkt mit ihrem Nutzer abrechnen und das verdiente Geld dezentral speichern. Alles wird über die „Blockchain 2.0“ synchronisiert.

So sind Geschäftsmodelle denkbar, bei denen autonom arbeitende Maschinen ihre Dienstleistungen unabhängig vom Hersteller anbieten, Geld verdienen, Wartungsbedarf anmelden und Material nachbestellen. Überschüsse werden an den Hersteller zurückgebucht. Nebenbei ließe sich auch die Besteuerung der Arbeit von Robotern einfach realisieren, nämlich analog zur Besteuerung der menschlichen Arbeitsleistung.

Derartige Modelle werden bereits in der Praxis umgesetzt (Blockchain 3.0). Großes Potenzial bieten neben EMS-Dienstleistungen – ein Vorreiter ist hier Lacon – Anwendungen in der Supply-Chain, wie sie neben vielen Berliner Start-Ups, Airbus, Siemens oder ZF bereits umsetzen.

Stark im Aufwind sind Blockchain-Anwendungen bei Smart Home oder im Energiesektor. Beispiele sind das RWE-Derivat Innogy oder die Allgäuer Überlandwerke. Letztere bauen mit dem New Yorker Start-Up LO3 Energy eine Handelsplattform (Allgäu Microgrid), auf der Stromerzeuger und Stromverbraucher zusammengebracht werden und untereinander Strom handeln können. Ein Paradigmenwechsel im Energiemarkt, da Strom lokal an den nächsten Abnehmer verkauft werden kann. Ökostrom, direkt aus der Region, ohne Bank, Anwalt und EEG.

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