Christian Vogt, Fortinet, über Sicherheit im IoT

Wie das Internet of Things sicher wird

| Autor / Redakteur: Christian Vogt / Nico Litzel

Der Autor: Christian Vogt ist Regional Director Germany bei Fortinet
Der Autor: Christian Vogt ist Regional Director Germany bei Fortinet (Bild: Fortinet)

Derzeit wird heiß über das Internet of Things (IoT) diskutiert: über seine geschäftlichen Möglichkeiten, die Vorteile, die es bietet, und natürlich über seine Auswirkungen im Hinblick auf Datenschutz und Datensicherheit.

Das IoT ist Teil einer umfassenderen Entwicklung: des Übergangs von der Kommunikation zwischen Maschinen (Machine-to-Machine-Kommunikation, M2M) zum Internet of Everything (IoE). Drei Trends beschleunigen diese Entwicklung: die weltweite Verbreitung vernetzter Geräte, ein explosives Wachstum bei plattformunabhängigen Anwendungen und reife Netzwerktechnologien, mit denen sich Milliarden verteilter Geräte billig und einfach vernetzen lassen.

Das IoT hat mehrere positive Auswirkungen. Dazu gehören Erkenntnisse in Echtzeit, eine ständige Verfügbarkeit rund um die Uhr, Automatisierung, Bequemlichkeit und Kosteneffizienz. Unternehmen, Staaten und Endanwender können davon profitieren.

Die Technologie bietet enorme Marktchancen. Das Marktforschungsunternehmen Gartner beispielsweise nimmt an, dass die Hersteller von IoT-Produkten und -Dienstleistungen im Jahr 2020 mehr als 300 Milliarden US-Dollar umsetzen werden. Die Größe des IoT wird zum selben Zeitpunkt auf etwa 26 Milliarden vernetzte Systeme geschätzt. IDC prognostiziert, der weltweite Markt für IoT-Lösungen werde von 1,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2013 auf 7,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 wachsen.

Unternehmen drohen Datenverluste durch das IoT

Durch das IoT werden wir anders mit Menschen kommunizieren, zusammenarbeiten oder Transaktionen abwickeln. Es wird die Entwicklung vieler innovativer Lösungen und Dienstleistungen inspirieren. Doch andererseits ergeben sich aus dem IoT erheblich höhere Sicherheitsrisiken. Zunächst sind viel mehr Aktivitäten und Informationen online und diese können aus zwei Gründen leicht kompromittiert werden: Erstens wird das Netz durch IoT-Systeme erheblich mehr Sicherheitsrisiken ausgesetzt sein und zweitens ist die Software von IoT-Systemen oft unsicher und leicht zu hacken.

In einer Zeit, in der Kunden und Mitarbeiter von Unternehmen den Schutz ihrer persönlichen Daten erwarten, ist das eine erhebliche Herausforderung. Unternehmen sind heute verantwortlich dafür, nicht nur ihre eigenen Unternehmensdaten zu schützen, sondern auch beispielsweise Gehaltsinformationen, Informationen zum Vermögensstatus, zur Such- oder Kaufhistorie und weitere vertrauliche Daten ihrer Kunden und Mitarbeiter. Global müssen sie ihre Kunden heute nicht mehr nur vor Kreditkartenbetrügern, sondern auch vor Verlust oder unbefugter Nutzung und Weitergabe ihrer persönlichen Informationen bewahren. Eine Verletzung dieser Pflichten kann ihr Geschäft nachhaltig schädigen.

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
Das Internet ist nicht sicher, und es wird niemals sicher sein. Warum sollte das beim Internet der...  lesen
posted am 06.03.2015 um 10:09 von Olaf Barheine


Mitdiskutieren
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43242697 / Safety & Security)