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Mars-Rover Wie Curiosity auf dem Mars nach Spuren von Leben sucht

| Redakteur: Peter Koller

Mission to mars: Am 25. November soll eine Atlas-V-Rakete zum roten Planeten starten. An Bord ist Curiosity, ein Mars Rover, der seine Vorgänger Spirit und Opportunity wie Spielzeug aussehen lässt.

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Das Mars Science Laboratory wird auf diei Spitze der insgesamt 58 Meter hohen Atlas V gehoben.
Das Mars Science Laboratory wird auf diei Spitze der insgesamt 58 Meter hohen Atlas V gehoben.

Curiosity ist mit gut drei Metern doppelt so lang und mit rund 900 kg etwa fünfmal so schwer wie die beiden Mars-Rover Spirit und Opportunity, die die NASA 2003 auf den roten Planeten geschickt hat.

An Bord des elektronischen Wunderwerks, das zwei Jahre lang Daten sammeln soll, sind insgesamt 10 hochentwickelte wissenschaftliche Instrumente. Details zu Curiosity, seiner Reise und seinen Instrumenten finden Sie in der ausführlichen Bildergalerie.

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Bildergalerie mit 40 Bildern

Der Start des Mars Science Laboratory, so der offizielle Name des Gesamtsystems, wird für den 25. November angepeilt, auch wenn es ein Zeitfenster bis 18. Dezember gibt. "Alle Planungen laufen auf den ersten möglichen Starttermin hinaus", sagt Pete Theisinger, der zuständige Projektmanager am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena.

Abenteuerliche Methode der Landung

Die Reise von Curiosity zum Mars dauert bis August 2012. Die Methode der Landung auf dem Mars im Gale-Krater wird ein absolutes Novum sein. Weil Curiosity viel zu schwer für das bisher verwendete Rover-Landeverfahren mit Airbags zum Abfedern des Aufpralls ist, hat die NASA das Skycrane-Verfahren entwickelt.

Dabei wird Curiosity an Seilen unterhalb eines Landemoduls hängen, das mit Raketen den Abstieg auf die Mars-Oberfläche bremst. Der Gale-Krater wurde als Landepunkt ausgewählt, weil vieles dafür spricht, dass an dieser Stelle früher einmal Wasser vorhanden war und deswegen dort die Wahrscheinlichkeit groß ist, Hinweise auf möglicherweise einmal vorhandenes Leben auf dem Mars zu finden.

Datenerfassung vom Laserscanner bis zum Wettersensor

Dieser Aufgabe geht Curiosity – falls alles glatt geht – mit einem Set von zehn wissenschaftlichen Instrumenten nach. Darunter sind Kameras und Laser-Scanner zur Erfassung der Umgebung, Greifarme und Bohrer zum Sammeln und Analysieren von Bodenproben sowie Sensoren zum Erfassen von Wetter- und Strahlungsdaten für künftige bemannte Mars-Missionen (Details in der Bildergalerie).

Plutonium als Treibstoff

Curiosity kann sich auf dem Mars mittels sechs elektrisch angetriebener Räder fortbewegen und dabei Hindernisse bis zu einer Höhe von 65 Zentimetern überwinden. Die täglich zurückgelegte Strecke beträgt dabei bis zu 200 Metern. Die Energie für Antrieb, Kommunikation und wissenschaftliche Instrumente – insgesamt 110 Watt – liefert ein Radioisotopen-Generator, der die Zerfallswärme von Plutonium 238 mittels thermoelektrischer Elemente in elektrischen Strom umsetzt.

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