Verbindungstechnik Wie Contactless Connectivity dabei hilft, Kabelbrüche zu beseitigen

Autor / Redakteur: Benjamin Mang * / Kristin Rinortner

„Contactless Connectivity“ eröffnet aufgrund der Zuverlässigkeit und der hohen Flexibilität einer kontaktlosen Lösung Entwicklern ganz neue Möglichkeiten für die Realisierung von Verbindungen.

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„Contactless Connectivity“: Das ARISO-M30-System, das für Anbindung von Sensorik entwickelt wurde, ist seit ungefähr einem Jahr auf dem Markt.
„Contactless Connectivity“: Das ARISO-M30-System, das für Anbindung von Sensorik entwickelt wurde, ist seit ungefähr einem Jahr auf dem Markt.
(Bilder: TE Connectivity)

Die vorgestellte Fallstudie zeigt die Vorteile von kontaktlosen Lösungen in neuen oder bereits installierten Anlagen im Vergleich zu klassischen Kabelbäumen. Eine vollautomatische Produktionslinie erzeugt mehrere hundert Solar-Anschlussdosen pro Stunde.

Eine der Arbeitsstationen dieser Anlage enthält einen Pick-and-Place-Transfer von einem Förderband auf einen Werkstückträger. In der ursprünglichen Anlage dienten Kabel zum Verbinden der Sensoren der beweglichen Greifer mit der Steuerung – wie es in traditionellen Produktionslinien üblich ist.

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Die Maschinenbediener stellten erhebliche Probleme fest, die zum Stillstand der Linie führten. Da die Maschine sieben Tage pro Woche rund um die Uhr im Betrieb ist, sorgte dies für Produktionsausfall und hohen Wartungsaufwand. Durch das Ersetzen der alten Verkabelung durch eine kontaktlose Lösung konnten die Wartungskosten erheblich verringert und die Ausfallzeit infolge von Kabelbrüchen auf null reduziert werden.

Auch wenn kontaktlose Übertragungstechnologie seit einiger Zeit bekannt ist, steht sie erst seit der Markteinführung der ARISO-Plattform im Jahr 2014 auch für den breiten Einsatz in der Automatisierung zur Verfügung. Die unternehmensinterne Kommunikation über das Produkt führte dazu, dass sich auch die TE-Produktionsstandorte mit dem Thema „kontaktlos“ beschäftigten.

Vollautomatische Produktionslinie für Solar-Anschlussdosen

Somit wurde eine Installation geschaffen, die sowohl als Fallstudie die Praxistauglichkeit der ARISO-Plattform demonstriert als auch das Werk direkt von den Vorteilen der kontaktlosen Übertragungstechnologie profitieren lässt.

TE Connectivity produziert in Trutnov im Nordosten von Tschechien unter anderem Anschlussdosen für Solarmodule. Diese Boxen sorgen für flexible Verbindungen, die sowohl eine serielle als auch eine parallele Schaltung ermöglichen. Die Anschlussdosen werden in verschiedenen Varianten produziert. Abhängig vom Kunden können diese angepasst und mit verschieden Leitungen ausgestattet werden (zum Beispiel mit industrieüblichen PV4-Steckverbindern).

Die vollautomatische Produktionslinie ist rund um die Uhr in Betrieb und besteht aus einem Transportband mit mehreren Stationen, in denen die Anschlussdosen Schritt für Schritt montiert werden. Pro Stunde durchlaufen mehrere hundert Dosen – entweder in Standardausführung oder kundenspezifischen Varianten – die Linie.

An einer der Stationen werden die Teile durch einen pneumatischen Greifer vom Transportband auf einen Werkstückträger umgesetzt. Die Sensoren, die dazu erforderlich sind, wurden ursprünglich ebenso wie deren Energieversorgung über eine Kabelschleppe angebunden. In ihr waren acht Kabel untergebracht, die infolge der ständigen Hin-und-her-Bewegung des Greifers im Sekundentakt gebogen wurden.

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