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Das denkende, lenkende Auto Wie Bosch die Voraussetzungen für automatisiertes Fahren schafft

Redakteur: Margit Kuther

Die Bosch-Ingenieure sind an einem ganz entscheidenden Punkt angelangt: Vom teil- zum hochautomatisierten Fahren steht sowohl technisch als auch rechtlich ein großer Schritt bevor.

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Autonomes Fahren: Zeit für Entertainment, Mails, etc.
Autonomes Fahren: Zeit für Entertainment, Mails, etc.
(Bild: Bosch)

Beim hochautomatisierten Fahren wird die Verantwortung vorübergehend an das Auto übergeben. „Der Fahrer wird zum Passagier“, so Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel anlässlich des 62. Internationalen Motorpressekolloquiums vom 19. bis 21. Mai 2015 in Boxberg.

Das mache tiefgreifende Veränderungen erforderlich. Neben der Fahrzeugarchitektur entwickelt sich auch die Art und Weise grundlegend weiter, wie Fahrer und Fahrzeug miteinander kommunizieren. Zudem wird ein hochautomatisiertes Auto mit einem Server vernetzt sein. „Nur Hersteller und Zulieferer mit einem tiefen Systemverständnis können in der weiteren Entwicklung erfolgreich sein“, so Hoheisel.

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Besondere Anforderungen an Bremsen und Lenkung

Wenn die Fahraufgabe komplett an das Auto delegiert wird, stellt das unter anderem an sicherheitsrelevante Systeme wie Bremse und Lenkung besondere Anforderungen. Um die größtmögliche Verfügbarkeit beim Ausfall einer dieser Komponenten sicherzustellen, wird eine Absicherung in Form von Redundanz benötigt.

Für die Bremse hat Bosch diese beispielsweise bereits verfügbar. Ohne dass der Fahrer eingreifen muss, können der elektromechanische Bremskraftverstärker iBooster und das Bremsregelsystem ESP unabhängig voneinander ein Auto abbremsen. Beide Bosch-Erfindungen sorgen damit für die notwendige Redundanz und sind unverzichtbare Bausteine für selbstfahrende Autos.

„Bosch schafft die technischen Voraussetzungen für das automatisierte Fahren“, sagte Hoheisel. Das gelte umso mehr, als Bosch dank des neuen Geschäftsbereichs Automotive Steering nun auch Elektrolenkungen im eigenen Portfolio habe. „Mit Antrieb, Bremse und Lenkung sowie Sensorik, Navigation und Vernetzung beherrscht Bosch alle Techniken für das automatisierte Fahren“, so Hoheisel weiter.

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