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E-Bus Wie aus einem Hybrid- ein Elektrobus wurde

| Redakteur: Margit Kuther

Die Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG hat einen Hybrid-Gelenkbus zu einem Elektrobus umgebaut – und damit den ersten rein elektrisch angetriebenen Bus auf Aachens Straßen gebracht.

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Vom Hybrid- zum Elektrobus: ein erfolgreicher Umbau
Vom Hybrid- zum Elektrobus: ein erfolgreicher Umbau
(Bild: ASEAG)

Die Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG (ASEAG) hat mit der Aachener Futavis, Spezialist für die Entwicklung und Produktion elektronischer Systeme zur Förderung erneuerbarer Energien, ein Batteriepaket mit einer Kapazität von circa 180 Kilowattstunden im Bus verbaut.

Mehr als 1100 Batteriezellen in modularer Bauweise, also verteilt auf Vorder- und Hinterwagen, verleihen dem Elektromobil die entsprechende Antriebskraft.

Um den betrieblichen Einsatz des Fahrzeugs bereits zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt sicherstellen zu können, war die DEKRA in die Umbauaktivitäten von Beginn an eingebunden. Nun wird das Fahrzeug erstmals im Linienverkehr der ASEAG zum Einsatz kommen. Wie sich der Elektrobus letztlich auf der Straße bewährt, werden die kommenden Wochen und Monate zeigen.

Antriebsformen der Zukunft

„Als kommunales Unternehmen beobachten wir Trends, die auch die Welt des Öffentlichen Nahverkehrs betreffen. Antriebsformen der Zukunft spielen in diesem Zusammenhang für uns eine wichtige Rolle, denn letztlich ist es auch unsere Aufgabe einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zur sauberen Luft in Aachen und der Region zu leisten“ erläutert ASEAG-Vorstand Michael Carmincke das Engagement des Verkehrsunternehmens.

Mindestfahrstrecke von 50 Kilometern

Auch auf Verbundebene ist das Pilotprojekt unterstützt worden. So hat der Aachener Verkehrsverbund (AVV) die Kosten für die Hardware in Höhe von rund 700.000 Euro zu 75% gefördert.

Futavis-Geschäftsführer Jens Bockstette: „Der Erfolg der Elektromobilität steht und fällt mit der Leistungsfähigkeit der Batterien. Von ihrer Weiterentwicklung hängt vieles ab. Wir erwarten eine Mindestfahrstrecke von rund 50 Kilometern – und dies zu jeder Jahreszeit. Für uns wird nun der Realbetrieb zeigen, welche Fahrleistung der Bus tatsächlich aufweist.“

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