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Wie Augmented Reality den Service-Techniker (fast) ersetzen kann

Redakteur: Julia Schmidt

Die Zukunft sieht so aus: Die Wartungsfirma oder der Maschinenhersteller unterstützt den Kunden über große Distanzen hinweg per Live-Übertragung bei der Reparatur der Maschine. Der Kunde benötigt dafür lediglich eine Internetverbindung und eine Datenbrille, der Hersteller nur einen PC.

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Ein Techniker wird mit Hilfe einer Augmented Reality Datenbrille aus der Ferne unterstützt.
Ein Techniker wird mit Hilfe einer Augmented Reality Datenbrille aus der Ferne unterstützt.
(Bild: Inosoft)

Die Reparatur und Wartung von Maschinen und Anlagen ist teuer und zeitaufwendig: lange Anfahrtszeiten und hohe Kosten für die Anreise des Service-technikers, dazu Maschinenstillstand und Produktionsausfall beim Kunden. Doch Techniker, die viele Stunden auf der Straße oder im Flugzeug verbringen, um zum Kunden zu gelangen, könnten bald der Vergangenheit angehören. Industrie 4.0 macht‘s möglich.

Mit der Datenbrille hat der Kunde eine Projektionsfläche vor Augen, auf die Informationen wie Bilder, Videos, Ton- oder Textdokumente projiziert werden. Diese Einblendungen überlagern und ergänzen das reale Bild, d.h. die Ansicht der zu reparierenden Maschine. Man spricht hier von Augmented Reality, kurz AR. Das Marburger Unternehmen INOSOFT AG will mit einer neuen Augmented Reality Service-Plattform das Zukunftsszenario Realität werden lassen. i40-Portal ist eine Software as a Service (SaaS) Lösung, d.h. die Anwendung wird von INOSOFT zentral für die Nutzung bereitgestellt.

Der Einstieg sollte dem Nutzer so einfach wie möglich gemacht werden

Dem Kunden soll bereits ein Smartphone oder Tablet für den Zugriff reichen. „Uns war es wichtig, die Anwendung für die Nutzer möglichst niedrigschwellig zu gestalten“, sagt Thomas Winzer, CEO von Inosoft. Der Kunde hält das Smartphone vor die zu wartende oder zu reparierende Maschine und der Techniker in der Serviceabteilung des Herstellers kann sich so direkt ein Bild vom Zustand des Geräts machen und seinen Kunden dann Schritt für Schritt durch die Reparatur leiten.

Der Experte nimmt durch die Übertragung der Datenbrille oder des Kameraauschnitts des mobilen Geräts exakt das Sichtfeld des Kunden ein und ist so in der Lage, sofort und unmittelbar Support zu leisten. Die entsprechenden Seiten der Bedienungsanleitung können in Sekundenschnelle übertragen werden. Anstatt zeitraubend Handbücher wälzen zu müssen, wird dem Kunden im optimalen Fall die passgenaue Information ins Sichtfeld eingeblendet. Das Einzeichnen von Pfeilen, Umrandungen und anderen visuellen Hinweisen kann das Problem eingrenzen und etwa anzeigen, welcher Schalthebel betätigt werden muss.

Diese Lösung ist problemlos skalierbar

Falls das Problem doch nicht aus der Distanz zu beheben ist, weiß der Techniker bereits, bevor er sich auf den Weg macht, welche Maßnahmen zu ergreifen sind und welche Ersatzteile der Kunde benötigt. Dadurch könnten teure Ausfallzeiten reduziert werden.

Mit der Lösung von INOSOFT können Unternehmen auch unterschiedlicher Größenordnung von Industrie-4.0-Technologien profitieren, ohne eigene Ressourcen aufbauen zu müssen. Die Augmented Reality Anwendung i40-Portal steht ab sofort einsatzbereit zur Verfügung.

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