Wertvollstes KI-Startup der Welt kommt aus China

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Der chinesische Gesichtserkennungsspezialist SenseTime ist offenbar das wertvollste KI-Startup der Welt.
Der chinesische Gesichtserkennungsspezialist SenseTime ist offenbar das wertvollste KI-Startup der Welt. (Bild: Pixabay / CC0)

Das chinesische Startup SenseTime hat 600 Millionen Dollar für den Ausbau künstlicher Intelligenz eingesammelt – und damit das wohl wertvollste KI-Startup der Welt. Damit rückt China seinem Ziel näher, bis 2030 weltweit wichtigstes Innovationszentrum in Sachen KI zu werden.

Der chinesische Gesichtserkennungsspezialist SenseTime gilt offenbar als wertvollstes KI-Startup der Welt: Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben 600 Millionen US-Dollar vom chinesischen E-Commerce-Händler Alibaba und weiteren Investoren erhalten. Wie der Nachrichtendienst Bloomberg berichtete, habe SenseTime mit der Transaktion seine Bewertung innerhalb kürzester Zeit auf drei Milliarden Dollar verdoppelt und gelte nun als weltweit reichstes, privates Startup im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI).

Die Software des Spezialisten für Gesichtserkennung soll in mehr als 100 Millionen chinesischen Mobilgeräten eingebaut sein. Zudem soll sich SenseTime an der Erkennungstechnik öffentlicher Überwachungskameras in China beteiligen. SenseTimes Technologien werden in Bereichen wie Gesichts- und Bilderkennung, autonomes Fahren, medizinische Bildgebung und Optimierung der Lernhardware eingesetzt – bis heute soll das Unternehmen Chinas größter Anbieter von KI-Plattformen und KI-Algorithmen sein.

Zahlreiche weitere Kooperationen

Mit den Investitionen plant das Startup einen Service-Code namens „Viper“ zu entwickeln. Hierfür sollen Supercomputer in mehreren chinesischen Großstädten gebaut werden, um Daten aus Tausenden von Live-Kamera-Feeds zu analysieren. Wie Bloomberg weiter schrieb, erhoffe sich das Unternehmen damit eine Plattform, die für die Massenüberwachung von enormem Wert sein wird. Wie die FAZ schrieb, sollen somit beispielsweise auch polizeilich Gesuchte erkannt werden.

SenseTime hat nach eigenen Angaben Partnerschaften mit mehr als 400 führenden Unternehmen im In- und Ausland in den Bereichen Sicherheit, Automobil, Einzelhandel, Smartphone, mobiles Internet und Robotik aufgebaut. 2017 gab das Unternehmen eine Reihe strategischer Partnerschaften bekannt, unter anderem auch mit Qualcomm.

SenseTime hat sich zudem mit Honda zusammengeschlossen, um autonome Antriebstechnologien anzubieten. In Zusammenarbeit mit dem chinesischen Elektro-Einzelhändler Suning, der auch zu den Investitionsgebern zählt, hat das Unternehmen an der Entwicklung des „Store of Future“ mitgewirkt, der die Gesichtserkennung für kassenfreies Einkaufen und die Analyse großer Kundendaten nutzt. SenseTime soll weitere Kooperationen unter anderem mit dem Massachusetts Institute of Technology und mehreren chinesischen Staatsunternehmen eingegangen sein.

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