Mensch-Maschine-Schnittstelle in der Industrie Wenn Optik und Haptik bei einem Display entscheiden

Autor / Redakteur: Gerd Lorenz * / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Generationenwechsel bei den HMI-Panels von Siemens: Sie sind jetzt im Widescreen-Format verfügbar und bieten eine dimmbare LED-Hintergrundbeleuchtung. Wichtige Anschlüsse sind inklusive.

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Eingabelösung für kleine Maschinen: Siemens startet die zweite Generation der Simatic HMI Basic Panels. Zu den wesentlichen Verbesserungen gehören ein neues Design und eine verbesserte Bedienerführung. (Bilder: Siemens)
Eingabelösung für kleine Maschinen: Siemens startet die zweite Generation der Simatic HMI Basic Panels. Zu den wesentlichen Verbesserungen gehören ein neues Design und eine verbesserte Bedienerführung. (Bilder: Siemens)
(Siemens)

Viel mehr Farben, ein ansprechendes Design, Widescreen-Format, hohe Kompatibilität und umfassende Archivverwaltung zeichnen die zweite Generation der HMI Basic Panels aus. Die hohe Auflösung verbessert die Darstellungsqualität deutlich gegenüber der Vorgängergeneration. Der Maschinenbauer hat damit eine hochqualitative, kostengünstige Lösung für kleinere Maschinen parat.

Ergänzendes zum Thema
Das gefühlvolle Display – Touch in der Industrie ist getrieben vom Consumer-Markt

Displays für industrielle Anwendungen müssen zwar in einem raueren und anspruchsvolleren Umfeld ihre Dienste tun. Das bedeutet aber nicht, dass sie weniger können müssen als Displays für Consumer. Denn die Touchfunktionalität ist jetzt auch bei den Industrie-Displays angekommen. Der klassische Industrie-Kunde kennt es von seinem privaten Umfeld und stellt jetzt die gleichen Ansprüche an das Industrie-Display, mit dem er täglich arbeitet. Große Displays sind auch in der Industrie gefragt. Der Trend geht zu Diagonalen von 15 bis 24 Zoll. Und natürlich spielt das dargestellte Format eine nicht unerhebliche Rolle. Klassische TFTs im Format 4:3 werden von den breitformatigen Modellen in 16:9 zwar noch nicht verdrängt, aber zumindest öfters verbaut.

Ein weiterer wichtiger Aspekt im industriellen Umfeld ist die Ablesbarkeit aus verschiendenen Winkeln. Weitwinkeltechnologien wie MVA (Multi-domain Vertical Alignment) oder IPS (In-Plane Switching) erhöhen nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Qualität.

Doch was muss ein Industrie-Display mit Touch-Funktion heute noch alles bieten? Dieser Frage sind wir in einem Beitrag nachgegangen.

Die zweite Generation der Simatic HMI Basic Panels wurde ins Leben gerufen. Der augenscheinlichste Unterschied zur Vorgängerserie ist das neue Design: Denn nunmehr gibt es auch die HMI-Einstiegsserie von Siemens im Widescreen-Format sowie in hochauflösender, dimmbarer LED-Technik mit 65.500 Farben, statt bisher 256. Die Geräte mit Touchfunktion sind mit Diagonalen von 4, 7, 9 und 12'' erhältlich und erstmals auch hochkant verwendbar. Zudem bieten sie je eine USB-, Profinet- und Profibus-DP-Schnittstelle. Programmieren lassen sie sich mit der im Engineering Framework TIA Portal V13 eingebetteten Visualisierungssoftware WinCC. Bei wachsenden Anforderungen können die für ein Basic Panel erstellten Projekte leicht auf Geräte anderer Leistungsklassen, wie etwa der Comfort Panels, übertragen werden. Auch der Import vorhandener HMI-Projekte von Basic Panels der ersten Generation ist problemlos möglich.

In Sachen Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI) führt der Automatisierungsausrüster ein breites Portfolio: Von den Tastenbedienfeldern Simatic HMI Key Panels über die mobilen Lösungen Mobile Panels für das Bedienen und Beobachten vor Ort bis hin zu den Comfort Panels als Highend-Bediengeräte sowie der im Vergleich dazu kostengünstigeren Einstiegsserie Basic Panel für einfachere HMI-Aufgaben. Besonders bei kleinen Maschinen und kompakten Applikationen ist der Kostendruck für Maschinenbauer enorm. Diese Erfahrung hat Siemens bei der Projektierung der HMI Panels gemacht. Optik und Haptik der HMI-Geräte ist heutzutage ein relevantes Entscheidungskriterium und auch ein Verkaufsargument für die Maschinenbauer.

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Von 256 auf 65.500 Farben gesteigert

Die erste Generation der Basic Panels, die vor rund vier Jahren zeitgleich mit der Kompaktsteuerungs-Familie S7-1200 auf den Markt kam, musste noch mit 256 Farben auskommen. Die neuen Touchdisplays warten nun mit 65.500 (64 k) unterschiedlichen Farbabstufungen auf. Eine hohe Auflösung verbessert die Darstellungsqualität deutlich. Durch die verwendete LED-Technik lassen sich die Displays außerdem zu 100 Prozent dimmen und sich so an die jeweiligen Lichtverhältnisse am Einsatzort optimal anpassen. Die höhere Auflösung verbessert den Detaillierungsgrad, wodurch selbst komplexe oder umfangreiche Darstellungen übersichtlicher gestalten werden können.

Geändert hat sich auch das Seitenverhältnis: Von dem bisher verfügbaren Seitenverhältnis von 4:3 springt dieses ins mittlerweile vielerorts im Alltag genutzte Widescreen-Format. Und das verschafft auch der jeweiligen Visualisierung mehr Platz. Zudem umfasst die Baureihe die Panelgrößen 4, 7, 9 und 12'' – mit durchgängig gleichem Leistungsumfang. Die HMI-Panels kommen ohne eine zusätzliche unterbrechungsfreie Stromversorgung aus. Zudem sind sie in einem robusten Gehäuse verbaut und verfügen über eine Reihe von Zulassungen in verschiedenen Ländern und in Branchen mit erhöhten Anforderungen. Ab der Größe von 7'' sind die Geräte mit Alu-Druckguss ausgestattet. Alle Comfort-Panels sind für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen nach UL CL.I, Div. 2 zugelassen.

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