Wenn Nachwuchstalente Praxisluft schnuppern

| Redakteur: David Franz

Die Engineering Competition zieht regelmäßig mehrere Hundert Studierende an und hat sich in den letzten Jahren erfolgreich in der internationalen Hochschullandschaft etabliert.
Die Engineering Competition zieht regelmäßig mehrere Hundert Studierende an und hat sich in den letzten Jahren erfolgreich in der internationalen Hochschullandschaft etabliert. (Bild: Rohde & Schwarz)

Rohde & Schwarz ermöglicht es mit der Engineering Competition, angehenden Ingenieuren, in reale Entwicklertätigkeiten einzutauchen. ELEKTRONIKPRAXIS warf einen Blick hinter die Kulissen des internationalen Wettbewerbs, bei dem nicht nur fundiertes Technikwissen zählt.

Wenn sich im lichtdurchfluteten Atrium des Münchner Elektronikkonzerns Rohde & Schwarz rund 70 Studierende aus aller Welt tummeln, ist es wieder so weit: Das Finale der jährlichen Engineering Competition findet statt. Einer der diesjährigen Teilnehmer ist Pawel Bielski. Er studiert Elektrotechnik am KIT in Karlsruhe und tritt gemeinsam mit seinem Team „Omega“ an. Die Herausforderung, mittels neuer 5G-Broadcast-Technologie Daten vom Media-Content-Provider ohne Buffering-Zeiten und ohne Verbrauch von mobilem Datenvolumen zum User streamen zu können, hat Pawel Bielski gereizt: „Als ich über ein Poster in unserer Universität von der Rohde & Schwarz Engineering Competition erfahren habe, war mir klar: an diesem Wettbewerb möchte ich gemeinsam mit meinen Kommilitonen unbedingt teilnehmen.“

Für den internationalen Wettbewerb, in dem sich in den vergangenen Jahren über 2.000 Studierende in den verschiedensten Disziplinen behauptet haben, mussten sich Pawel Bielski und seine Teammitglieder bereits vor einigen Monaten über eine Online Challenge qualifizieren: Ende April erhielten die jungen Talente ein Daten-Set, welches simulierte Streaming-Userdaten umfasste. Die Herausforderung: Mit Hilfe von Machine-Learning-Algorithmen sollten die Studierenden ermitteln, welcher Content über den neuen 5G Broadcast Channel verteilt werden sollte. Ziel war es, für den potentiellen User die „Quality of Experience“ erheblich zu verbessern: keine Ladezeiten von Videos mehr und somit auch keine Unterbrechungen von Live-Streams.

Das Team Omega hat diese Aufgabe erfolgreich gemeistert und sich mit seiner Lösung für das große Finale in München qualifiziert. Jetzt geht es darum, sich gegen 17 weitere Teams zu behaupten. Ihre Lösung aus der Online Challenge soll im ersten Schritt aufbereitet und in Form eines Posters einer Jury präsentiert werden. Hier zählt nicht nur fundiertes technisches Wissen. Entscheidend sind auch Teamfähigkeit, Überzeugungskraft und sicheres Auftreten. Danach muss der entwickelte Algorithmus gemessen und optimiert werden. Hier gilt es, die CPU sowie den Arbeitsspeicher so ressourcenschonend wie möglich einzusetzen.

Im Anschluss daran wartet eine weitere Herausforderung auf die über 70 Studierenden, die im Wettbewerb um das Preisgeld von 3.000 USD kämpfen. Mitarbeiter aus dem Bereich Monitoring and Network Testing von Rohde & Schwarz haben eine Radio Direction Finding Challenge vorbereitet. Die Studierenden erhalten Ortungs- und Funkgeräte, mithilfe derer sie einen einen Gegenstand lokalisieren müssen. Begleitet wurden die Teilnehmer bei der anspruchsvollen Aufgabe von erfahrenen Ingenieuren.

Raus aus dem Hörsaal – hin zur Realität

Bereits zum 16. Mal findet die Engineering Competition, in den Anfängen noch unter dem Namen „Fallstudienwettbewerb“, im Technologiezentrum des Münchner Unternehmens statt. „Das Ziel der Competition ist nicht Studierende zu rekrutieren. Wir möchten Nachwuchskräften zeigen wer wir sind, und in welchen spannenden Themenfeldern wir an Lösungen arbeiten“, betont Magdalena Pöllmann, Referentin University Relations & HR Marketing und Gestalterin der Engineering Competition bei Rohde & Schwarz.

Das Familienunternehmen Rohde & Schwarz engagiert sich seit vielen Jahren stark für Nachwuchskräfte im Bereich der Elektro- sowie Nachrichtentechnik und Informatik. „Es ist natürlich eine große Herausforderung, fachliche Themen für eine Zielgruppe zu besetzen, die branchenübergreifend hart umkämpft wird. Wir schaffen es jedoch, die Augen der Studierenden zum Strahlen zu bringen: Wir vermitteln ihnen mit unserer High-Tech Challenge einen Einblick in eine Arbeitswelt, die einen unmittelbaren Einfluss auf das Leben vieler Menschen haben wird“, so Pöllmann.

Dem Unternehmen geht es vor allem darum, die technologischen Zukunftsthemen bereits zu einem frühen Zeitpunkt bei der Zielgruppe zu platzieren, die diese später gestalten und erleben werden – seien es Themen wie Autonomes Fahren, Smart Cities oder wie in der diesjährigen Engineering Competition das Mobile-Media- und Streaming-Business der nächsten Jahrzehnte. In dem Wettbewerb verbinden sich das Know-How von Elektrotechnik und Informatik, das nicht nur den Arbeitsalltag der Rohde & Schwarz Ingenieure widerspiegelt, sondern auch Rückschlüsse auf technologische Trends zulässt.

Nachgefragt

Drei Fragen an Magdalena Pöllmann, Referentin University Relations & HR Marketing und Gestalterin der Engineering Competition bei Rohde & Schwarz:

Frau Pöllmann, erzählen Sie doch mal: Welcher Mitarbeiter passt besonders gut zu Rohde & Schwarz und was haben Sie als Arbeitgeber zu bieten?

Wir suchen Experten genauso wie junge Talente: Menschen, die forschen und entdecken möchten, die wissen was links und rechts passiert, die Macher. Wer seinen Horizont erweitern will und die eigenen Ideen in der wirklichen Welt sehen möchte, ist bei Rohde & Schwarz genau richtig. Als Mitarbeiter bei Rohde & Schwarz erhält man den Freiraum, das Vertrauen und das Netzwerk auch die eigenen Ideen umzusetzen. Wir ermöglichen Mitarbeitern sowohl Fach- als auch Führungskarrieren, immer ganz individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse der Mitarbeiter zugeschnitten.

Welche Einstiegsmöglichkeiten bietet Rohde & Schwarz Talenten und Professionals?

Wenn man an die Studierenden denkt, gibt es die Möglichkeit eines Praktikums. Unsere Nachwuchskräfte erhalten in der Regel ihr eigenes Projekt, um die Möglichkeit zu bekommen, selbständig ihre Ideen einzubringen.

Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit als Werkstudent einzusteigen und die Bachelor- bzw. Masterarbeit bei uns zu schreiben – dies gilt für alle Geschäftsbereiche, also von der Entwicklung über das Controlling bis hin zum Personalbereich.

Nach erfolgreich abgeschlossenem Studium gibt es natürlich noch den Festeinstieg bei Rohde & Schwarz. Egal ob als Software- oder Hardwareentwickler, Vertriebs- oder Applikationsingenieur – einfach mal einen Blick auf www.careers.rohde-schwarz.com werfen und sich im Detail über die unzähligen Möglichkeiten an unseren unterschiedlichen Standorten informieren.

Und wie war Ihr persönlicher Einstieg bei Rohde & Schwarz?

Meine Rohde-&-Schwarz-Geschichte begann mit einem Praktikum im Hochschulmarketing. Meine erste Engineering Competition begleitete ich als Praktikantin. Als ich dann mein Bachelor-Studium beendet hatte, stellte sich für mich die Frage wie es weiter geht. Die Arbeit bei Rohde & Schwarz hat mir viel Spaß gemacht, gleichzeitig hatte ich jedoch den Wunsch, im Ausland Erfahrung zu sammeln. Rohde & Schwarz hat mir dann beides ermöglicht – Arbeiten im Ausland. So war ich für drei Monate als Praktikantin an unserem Standort in Singapur, bevor ich dann wieder in München als Werkstudentin gearbeitet habe. Vor zweieinhalb Jahren bin ich dann fest bei Rohde & Schwarz eingestiegen.

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